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Future Music Camp 2012

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 10. Mai 2012

Future Music Camp Logo

Und jährlich grüßt die Popakademie: Wie schon in den beiden vergangenen Jahren fahre ich morgen und übermorgen wieder auf das Future Music Camp nach Mannheim. Die Veranstaltung, halb Konferenz, halb Barcamp, bietet Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Organismus' "Musik" die Möglichkeit, angeregt zu diskutieren, sich über die Musik(wirtschaft) von Morgen auszutauschen, neue Ideen zu präsentieren oder sich auch mal herzhaft zu streiten, nur um hinterher wieder friedlich einen Kaffee miteinander zu trinken.

Auch bei der diesjährigen Ausgabe wird es wieder einige Showcases geben, in denen neue Apps, Projekte oder Geschäftsmodelle vorgestellt werden. Der Bundesverband Musikindustrie stellt außerdem seine Streaming-Studie vor. Ganz besonders freue ich mich auf den Talk von Johan Uhle aka @freenerd, "Warum jeder Musiker einen Hacker braucht". Meine Rede ;-)

Noch größer ist meine Vorfreude, weil die beiden Nachmittage für Barcamp-Sessions reserviert sind. Ich selbst werde diesmal wohl keine Session halten, aber die Teilnehmer haben im Vorfeld schon einige spannende Themenvorschläge gesammelt. Unter anderem soll über die Bedeutung von Musikvideos, über das Urheberrecht (mit Beteiligung der Piraten), über die Cultural Commons Collecting Society und über Musik in Sozialen Netzwerken diskutiert werden.

Außerdem ist ja einer der schönsten Aspekte einer solchen Veranstaltung, zwischendurch mit netten Leuten zu quatschen, alte Bekannte wiederzusehen oder neue Bekanntschaften zu schließen. Genau genommen freue ich mich darauf am meisten ;-)

Die Teilnahme am Future Music Camp ist übrigens kostenlos, und soweit ich weiß gibt es noch Tickets für Kurzentschlossene.

Endlich neue Soundcloud-Features

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 10. Mai 2012

The Next Soundcloud

Soundcloud ist aus dem aktuellen Musik-Web nicht wegzudenken. Die Plattform ist Mitte 2007 an den Start gegangen und hat mitgeholfen, unsere Hörgewohnheiten am Computer (und auf dem Smartphone) umzukrempeln. Für viele gehört Soundcloud zum täglichen Programm wie der morgendliche Kaffee. Nach knapp fünf Jahren mit vielen, aber nur kleinen Änderungen und Anpassungen der Seite steht nun der nächste große Wurf an, der auch längst überfällig war: The Next Soundcloud.

Was ist neu?

Das Herzstück, der Waveform-Player, wurde überarbeitet, so dass Kommentare zu einem Track nicht mehr alles "zumüllen" wie z.B. beim neuen Four Tet-Track. Viel Arbeit ist auch in neue Features zum Sharen und Reposten von Tracks gesteckt worden, und Benachrichtigungen darüber sollen in Echtzeit erscheinen. Sehr schön auch die Möglichkeit, Musik weiterzuhören, auch wenn man sich weiter durch die Soundcloud klickt - bisher bricht das aktuelle Stück nämlich ab, wenn man auf eine andere Seite wechselt.

Zusätzlich lassen sich auch persönliche Sets zusammenstellen, die dann visuell in einer einzigen Waveform angezeigt werden. Der Player auf The Next Soundcloud zeigt schon mal, wie das aussehen dürfte. Außerdem soll die Suchfunktion, die aktuell quasi unbrauchbar ist, verbessert worden sein. Die Anzahl der Tracks und Nutzer ist mittlerweile einfach zu riesig geworden für die globale Suche über alles. Alle neuen Features könnt ihr euch hier vorstellen lassen.

Ausprobieren?

Ein Beta-Test der neuen Funktionen ist bereits gestartet, aber neue Tester werden nur Häppchenweise zugelassen. Also heißt es hinten anstellen. Zu eurer Beruhigung: Ich stehe auch noch in der Schlange :/ War jemand von euch schneller und hat bereits Zugriff auf die neue Beta? Wie ist es drinnen denn so?

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Portformat - Entropy

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 9. Mai 2012

Albumcover

Das Cover von Portformats neuem Album Entropy zeigt den Umriss eines Kopfes, der von Sternen und Galaxien ausgefüllt ist. Unendliche Weiten, die der menschliche Genius erreichen kann - oder die nur in unseren Köpfen erschaffen werden und existieren können? Oder, um Arrested Development zu zitieren:

Space ain't man's final frontier. Man's final frontier is the soul.

Der Titel, Entropy, wiederum verweist auf den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, sollte sich in die Wikipedia einlesen oder sich Thomas Pynchons Kurzgeschichte "Entropy" zu Gemüte führen. Damit aber genug der Theorie ;-)

Entropy ist das zweite Album, das Portformat auf Tokyo Dawn veröffentlicht hat, und wie auch der Vorgänger "The Repeat Factor" exzellent produziert. Tief im Kosmos von Hip Hop verwurzelt, aber durch Wurmlöcher mit elektronischen Welten, Dubstep-Clustern und Planeten der Klasse R&B verbunden, fliegen die 18 Tracks mit Warp-Speed durchs imaginierte All. Dazu kommen Vocals von Alicia Renee, Georgia Anne Muldrow & Dudley Perkins[1], Amalia, Colonel Red, Stan Smith, Miles Bonny, Shuanise und vieler anderer Vokalisten aus dem Tokyo Dawn-Universum.

Das sollen jetzt genug Weltraum-Wortspiele gewesen sein. Entropy klingt nämlich auch sehr down to earth, aber eben immer mit einer verträumten, spacigen Note, und reitet meist auf einem fetten Beat. Im Folgenden könnt ihr in alle Tracks schon mal reinhören:

[1]Georgia Anne Muldrow und Dudley Perkins sind ja auch beim Label SomeOthaShip(!!) sehr aktiv.

Das Internet ist nicht mein Feind

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 8. Mai 2012

Ich bin diesmal nicht zur re:publica nach Berlin gefahren, aber wenn ich dort gewesen wäre, dann hätte ich mir auf jeden Fall das Panel "Das Internet ist nicht mein Feind" angesehen. Auf der Stage 3 haben zum Thema "Wie Musik, Künstler, Labels und das Netz Freundschaft schließen" einige gute Bekannte Stellung bezogen - allesamt Freunde des Internet: Barbara, Ronny, Tanith und Plemo.

Klar, das war "Preaching to the Choir", aber trotzdem sehr unterhaltsam und aufschlussreich, wie man @c_v_e_n sei Dank nachsehen kann. Der hat die Session nämlich gefilmt und bei Vimeo hochgeladen (gefunden u.a. im progolog):

DAS INTERNET IST NICHT MEIN FEIND? from c-base on Vimeo.

Quantic & Alice Russell live in Frankfurt

Geschrieben von Matthias GutjahrSamstag, 5. Mai 2012

Look Around The Corner

Nachdem das Multitalent Will Holland aka Quantic mit seiner Combo Bárbaro aus Cali bereits in 2008 die Frankfurter mit dem damals einzigen Konzert in Deutschland verzauberte und Alice Russell mit ihrer Band als Headliner-Act des jazznotjazz-Festivals im Mousonturm 2009 mit einer explosiven Show als Headliner abräumte, ist es nun eine wahre Freude, beide zusammen auf einer Bühne begrüssen zu dürfen.

So steht es in der Konzertankündigung (Links von mir eingefügt). Quantic und seine Combo Bárbaro begleiten Alice Russell am 8. Mai im Frankfurter Zoom Club, dem ehemaligen Sinkkasten - frisch renoviert mit, wie man hört, neuer und exzellenter Anlage. Ein absolutes Must für Fans und alle, die es werden wollen. Mehr zum aktuellen Album der beiden, "Look Around The Corner", habe ich hier geschrieben.

Die Fakten: Quantic & Alice Russell with the Combo Bárbaro live im Zoom Frankfurt am Dienstag, dem 08. Mai 2012, um 21 Uhr. Zum Eingrooven steht Michael Rütten als DJ an den Plattentellern. Pflichttermin, see you there!

Im Zoom Club finden im Lauf des Jahres übrigens noch weitere bemerkenswerte Konzerte statt: Bereits am Freitag, dem 18. Mai, gibt sich das Robert Glasper Experiment die Ehre, am 30. Oktober spielt das Portico Quartet auf, und am 8. November Die Sterne. Und das sind ja nur die Gigs, die schon jetzt feststehen. Ich bin gespannt, was uns noch alles in der Frankfurter Brönnerstraße, einer Location mit langer Geschichte, erwartet.

John Peels Plattensammlung digital

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 2. Mai 2012

Screenshot des digitalen Plattenschranks

Ihr habt wahrscheinlich bereits gelesen, dass der britischen Radio-Moderatoren-Legende John Peel gerade ein digitales Museum gebaut wird. Das John Peel Centre for Creative Arts stellt in den kommenden sechs Monaten Infos zur von Peel gehegten und gepflegten Vinylsammlung online. Über 2.600 Alben werden, akribisch mit Karteikarten und Zusatzinformationen versehen, ins Internet gestellt.

John Peel's Record Shelf listet die Vinyls nach Anfangsbuchstaben und alphabetisch sortiert auf. Neben Fotos der Original-Plattencover werdne auch Links zu iTunes und Spotify angezeigt, sofern die jeweilige Platte dort zu finden ist. Die Idee, mit der Maus wie mit dem Finger über den Plattenschrank zu fahren, ist reizvoll. Leider hat sie den Nachteil, sich sehr fummelig anzufühlen - ein ruhiges Händchen ist hilfreich. Außerdem fehlt mir die Möglichkeit, nach Titeln suchen zu können.

Aber sei's drum, wahre John Peel-Fans können solche Petitessen nicht irritieren. Vielmehr werden sie Spaß daran haben, selbst als schwere Hausstauballergiker asthmafrei durch die teilweise ultra-raren Aufnahmen zu blättern. Inspiration, sich durch wichtige Platten der Musikgeschichte zu wühlen, findet sich hier genug.

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