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Slouse. Fishing In Slower Territories

Vom Münchener Compost-Label konnte ich früher™ ohne Zögern so ziemlich alles hören und gut finden, was die Leute um Michael Reinboth rausbrachten. Mittlerweile ist das alles nicht mehr ganz so mein Fall, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Compilation "Slouse. Fishing In Slower Territories", die Rainer Trüby zusammengestellt hat, ist so eine Ausnahme.

Zwölf Tracks aus dem Genre des (nennen wir es) Zeitlupen-House, von Moonstarr, Christian Prommer, Laid Back (da ist der Name Programm), ein Maurice Fulton-Remix undundund. Mich hat das sklavische Festhalten an BPM-Zahlen nie sonderlich interessiert, weil das nicht zwingend etwas über den Track dahinter aussagt, aber sei's drum: Hier spiel sich alles unterhalb von 116 Schlägen pro Minute ab. Supergut zum Bei-der-Arbeit-Hören! Veröffentlichungsdatum ist der 5. September.

"Slouse. Fishing In Slower Territories" vollständig lesen

Summer In The City 2014 im Palmengarten

Im Frankfurter Palmengarten finden ab heute Abend und an den folgenden Dienstagen fünf Konzerte im Rahmen des Summer In The City-Festivals statt. Veranstaltet vom Mousonturm, aber in der einzigartigen Umgebung einer grünen Oase in der Bankenstadt.

Den Anfang macht heute Abend Hipster-Bart William Fitzsimmons mit seiner Band. Das Highlight für meinen Geschmack ist kommenden Dienstag Neneh Cherry & Rocketnumbernine. Don Cherrys Tochter hat letztes Jahr mit ihrem Album "Blank Project" ein ziemlich sensationelles Comeback hingelegt und wird mit Rocketnumbernine von einem Duo aus dem Dunstkreis von Four Tet, Floating Points und Radiohead unterstützt. Das dürfte groß werden.

Außerdem treten auf: Poliça aus Minneapolis, Blixa Bargeld mit dem Balanescu Streichquartett und dem italienischen Filmkomponisten Teho Teardo, und Rocko Schamoni mit einem 17-köpfigen Orchester Der Festivalpass kostet 77 €, die einzelnen Konzerte 23 €.

Das Fat Freddy's Drop-Wochenende

Satte neun Jahre ist es her, dass ich hier zum ersten Mal über Fat Freddy's Drop gebloggt habe. Damals spielten die Neuseeländer einen legendären kleinen Gig auf dem Frankfurter Museumsuferfest. 2011 kamen sie fulminant zurück ins Offenbacher Capitol. Und nun spielt das Septett aus Wellington zum ersten Mal in Wiesbaden.

Doch damit längst noch nicht genug: In der Nacht zuvor treten DJ Fitchie, Chopper Reedz & Co. zusammen mit Michael Rütten für einen DJ-Gig im Offenbacher Hafen 2 hinter die Plattenteller (leider kann man da nicht direkt aufs Programm verlinken). Idealerweise verbindet man das mit einem vorherigen Besuch des Hafenkinos unter freiem Himmel (es läuft Woody Allens "Blue Jasmine").

Zur Afterhour am Sonntag sollte schließlich das Club Deck VI in der Planke Nord in Mainz auf dem Programm stehen: Rainer Trüby, Soulparlor und Souldamnfresh sorgen bei hoffentlich geilem Wetter ab 12 Uhr für den optimal Ausklang des Wochenendes.

Collective Improvisation #19

Alexey Devyanin, besser bekannt unter dem Pseudonym Pixelord, hat auf dem Label Hyperboloid Records, das er gemeinsam mit zwei Moskauer Freunden gegründet hat, seine neue EP "Portal" veröffentlicht.

Die vier Tracks kommen etwas weniger abstrakt, dafür aber düsterer daher als seine bisherigen Werke. Für mich ist da eine Entwicklung hörbar, die sich durchaus positiv auswirkt. Wer auf Bass-Music steht, sollte reinhören!


Vom Brooklyner Taylor McFerrin gibt's endlich ein komplettes Album: "Early Riser" (auf Brainfeeder!). Und es ist toll geworden, was nicht zuletzt an den illustren Gästen liegen dürfte: Thundercat, RYAT, Emily King, Nai Palm (Hiatus Kaiyote), Robert Glasper, Cesar Mariano - und Taylors Daddy Bobby McFerrin ist auch mit von der Partie.

Taylor's musical style is equally influenced by the legends of 60s/70s Soul, the kings of the Modern Beat Generation, Golden Era hip hop, free form jazz and electronic music. By playing all of the instruments on his productions, while also relying heavily on sampling and chopping up his live takes, he has found a sound that seamlessly bridges myriad musical worlds and draws the listener into a constantly shifting audio soundscape.


Und einen hörenswerten Mitschnitt aus dem Boiler Room gibt's auch mal wieder: Teebs hat dort zusammen mit Kutmah und Jermiah Jae aufgelegt, und der Mitschnitt ist jetzt auf Soundcloud. [via nutriot]

Mehr Bassgefühl mit SubPac

Vor einer Woche war ich in Offenbach auf der Make Rhein-Main, einer Messe für "Bastler, 3D-Drucker, Guerillia(sic!) Gärtner, Crowdfunder, Spielemacher, Hacker, FabLabs, Circuit Bender, Schmuck- und Modemacher, vegane Köche und ihre Fans". Neben viel Nerd-Kram wie 3D-Druckern, LEDs in allen erdenklichen Farben, Bitcoin-Automaten, Modell-Raketen und Vintage-Spielautomaten gab es auch einen Stand von SubPac.

SUBPAC - The Future of Bass from SubPac on Vimeo.

Der SubPac ist eine Art Kreuzung aus Kissen und Subwoofer. Der Frequenzbereich zwischen 5 und 130 Hz (aka B.A.S.S.) wird herausgefiltert und an den SubPac weitergegeben, während der Rest der Musik wie gewohnt auf dem Kopfhörer landet. Der SubPac macht die tiefen Frequenzbereich physisch fühlbar und sorgt für ein angenehmes Vibrieren im Körper. Ich konnte das mit einem Boards of Canada-Track ausprobieren und war schon ziemlich begeistert. Leider ist mir das Teil mit 379 US-Dollar etwas zu teuer.

Aber wenn ihr die Gelegenheit hat, den SubPac zu testen, dann nehmt eine Hyperdub-CD mit ins Gepäck und testet das Ding aus. Ist eine intensive Erfahrung ;-)

Future Sound Of Brass Vol. 3

Fast überall auf der Welt gibt es Brass-Bands, ihr Sound ist so vielseitig wie die Traditionen, auf denen er fußt. Es gibt den New Orleans-Sound, der seine Wurzeln in Gospel, Blues, Marching Bands und Jazz Funerals hat, aber heute mit Hip Hop-Beats und jeder Menge Funk-Energie pusht.

Aus der bayerischen Volksmusik ist der Sound von Moop Mama und LaBrassBanda erwachsen, die ebenfalls Hochgeschwindigkeits-Raps und moderne Beats hinzugefügt haben.

In Indien haben die britischen Kolonialherren ihre Paraden mit Posaunen und Trompeten abgehalten und nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die Mitglieder der Jaipur Kawa Brass Band sehen sich als Rajasthani Gypsies und spielen ihre Interpretationen indischer Hits aus den 50er Jahren und Eigenkompositionen mit bis zu 30 Musikern.

Und auch die Gangbé Brass Band aus dem westafrikanischen Benin hat musikalische Traditionen der ehemaligen französischen Kolonialherren aufgenommen und umdefiniert. Zusammen mit der belgischen Mestizo-Combo Jaune Toujours haben sie ihren Sound auf dem Album "Afrobelbeat" aufgenommen.

Derweil covern sich die Engländer von der Hackney Colliery Band weiterhin erfolgreich durch die Goldenen 90er und covern hier Goldies "Inner City Life".

Das alles habe ich kurzerhand zusammengemixt, in dieses Internet hochgeladen und präsentiere hiermit, Ladies and Gentlemen:

Future Sound of Brass Vol. 3 by Numblog on Mixcloud

"Future Sound Of Brass Vol. 3" vollständig lesen
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