Wie schon öfter erwähnt, kann ich den Erfolg von
MySpace nicht wirklich nachvollziehen. Oder vielmehr, ich kann für mich persönlich in MySpace keine attraktive Plattform erkennen, aber die Gründe, warum MySpace mittlerweile über 40 Millionen Anmeldungen bekommen hat, sind mir schon relativ klar. Auch Harald Staun
spricht in der FAZ jetzt von einem
Paradigmenwechsel
durch MySpace (via
Machtdose). Dieser zeige sich daran, dass die Künstler sich jetzt selbst vermarkten würden und Labels daher zunehmend obsolet würden; dass Bands wie
My Chemical Romance mit ihrem Mainstream-Alternative-Sound angeblich
allein durch MySpace
ihre Karriere hätten beginnen können; dass sich durch diese Möglichkeiten die Lücke zwischen
erfolglosen Künstlern und millionenschweren Stars
schließen lasse; undsoweiter.
Immerhin weist Staun darauf hin, dass auf Social Networking basierende Radio-Services wie Last.fm ebenfalls zum Boom der neuen, angeblich basisdemokratischen Musikordnung beitragen, genauso wie die Unzahl von MP3-Blogs, die in einer rechtlichen Grauzone und zumindest toleriert von den Plattenfirmen zeitlich beschränkt Songs zum Download anbieten.
Aber mal ehrlich: Wenn als Beispiel angeführt wird, dass eine relativ unbekannte Band über vierzig Mal so viel "Freunde" bei MySpace hat wie Mariah Carey, dann sagt das doch noch gar nicht aus, außer dass die Nutzer von MySpace entweder nicht der Zielgruppe der Carey-Fans/-Käufer angehören (und umgekehrt) oder? Ich glaube ja, dass eine professionell gemachte - und ich meine damit nicht flash-überladene, megabytegroße Marktschrei-Seiten - Künstler-Homepage mit den entsprechenden Möglichkeiten des Feedbacks und des Social Networking (ich prophezeie jetzt einfach mal ganz dreist, dass noch dieses Jahr XML-basierte Formate diesen Austausch dezentral ermöglichen werden) viel erfolgreicher sein muss, als diese zusammengestoppelten, unansehnlichen, benutzerunfreundlichen MySpace-Pages. Denn ganz offensichtlich kommt es hier doch nur darauf an, möglichst viele "Freunde" zu sammeln (Stichwort "Schwanzvergleich") und die eigene Page mit nichtssagenden, Layout-sprengenden Kommentaren vollgerotzt zu bekommen. Ob sich daraus irgendein Mehrwert für den jeweiligen Künstler ergibt (außer vielleicht, die so erhaltenen Kontakte direkt anspammen zu können), wage ich ja zu bezweifeln. Oder spielt sich da etwa hinter den Kulissen ein ernsthafter, reger Austausch zwischen Künstlern und Fans oder gar unter den Musikern selbst ab? Da ich nicht angemeldet bin, kann ich das weder beurteilen noch überprüfen, aber ich wage das zu bezweifeln. Vielmehr wird sich Rupert Murdoch ins Fäustchen lachen ob so vieler Userdaten; denn er hat im Juli letzten Jahres MySpace gekauft.
Rant Ende erstmal. Das war schnell runtergeschrieben. Und jetzt sagt ihr mir mal, ob ich damit richtig oder falsch liege.
Ich persönlich stehe ja Anbietern, die umfangreiche Daten über mich sammeln, immer skeptisch gegenüber. Wenn ich meinen Musikgeschmack auf meiner eigenen Website preisgebe, habe ich da weniger Probleme mit (als z.B. mit Last.fm), so kann ich jederzeit nach Lust und Laune löschen und zumindest die Blogeinträge sind auch nicht bei Suchmaschinen im Cache gespeichert.
ich galube aber auch, daß die sache in den usa nochmal einen ganz anderen stellenwert hat... für amerikanische provinz kids scheint das echt ´ne wichtige kommunikationsplattform zu sein. um so gruseliger, daß sich herr murdoch selbst diesen bereich angeeignet hat.
ja okay... erwischt, auch 12rec. hat ´nen myspace account, aber wir halten das schon ganz bewußt sehr mininal. ob das der grund dafür ist, daß wir anscheinend als einzige noch keine crazy emo-girls mit dunkel verrauschten webcam fotos unter unseren freunden haben?
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kann ich nur voll und ganz unterschreiben !!!
dieser grund reicht um bei myspace mitglied zu sein und erklaert auch warum pr und special flash animationen überfluessig sind (wir sind ja keine grfikdesigner sondern musiker)! wir connecten uns gegenseitig auf direktem wege (mail). wir muessen uns egtl nicht darstellen , bleiben durch myscheiss nur für alle kollegen greifbar . . .
ob m.carey viele oder wenig freunde hat oder generell bei myscheiss ist, macht fuer ihre bekanntheit oder ihren erfolg wohl nichts aus !
"Rant Ende erstmal. Das war schnell runtergeschrieben. Und jetzt sagt ihr mir mal, ob ich damit richtig oder falsch liege." FALSCH
kann ich nur voll und ganz unterschreiben !!!
dieser grund reicht um bei myspace mitglied zu sein und erklaert auch warum pr und special flash animationen überfluessig sind (wir sind ja keine grfikdesigner sondern musiker)! wir connecten uns gegenseitig auf direktem wege (mail). wir muessen uns egtl nicht darstellen , bleiben durch myscheiss nur für alle kollegen greifbar . . .
ob m.carey viele oder wenig freunde hat oder generell bei myscheiss ist, macht fuer ihre bekanntheit oder ihren erfolg wohl nichts aus !
"Rant Ende erstmal. Das war schnell runtergeschrieben. Und jetzt sagt ihr mir mal, ob ich damit richtig oder falsch liege." FALSCH