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Spotify demnächst in Deutschland?

Spotify-Logo

Spotify könnte schon bald in Deutschland starten. So die Einschätzung von Falk Hedemann in den t3n-News. Grundlage dafür ist ein neuer Vertrag, den GEMA und BITKOM jetzt abgeschlossen haben.

Danach soll die "Lizenzierung von Streaming-Angeboten" auf eine feste Grundlage gestellt werden. Musikportale müssen demnach 6 bis 9 Cent Urhebervergütung pro Musikstück abführen. Spotify kann jetzt die Taschenrechner zücken und ausrechnen, mit welchen monatlichen Nutzungskosten sie noch genug Geld verdienen. Über den Markteintritt in Deutschland wird schon seit längerem spekuliert.

Ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass die bisher in Europa veranschlagten 10 Euro pro Monat dafür nicht ganz ausreichen werden. Denn dafür könnte jeder Nutzer maximal ca. 170 Songs monatlich streamen. Andererseits hat Spotify bereits jetzt ein Shop-Funktionalität in die Desktop-App eingebaut. Und über die Apps von Drittherstellern, welche auf das neue Spotify-API aufsetzen, lässt sich bestimmt auch Geld verdienen.

Spotify will unbedingt nach Deutschland, und der offizielle Start dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich hoffe sehr, dass das Angebot in Deutschland ohne Einschränkungen funktionieren wird. Für Konkurrenten wie Simfy dürfte es dann deutlich schwerer werden; möglicherweise treten aber noch ganz andere Anbieter auf den Plan, z.B. große Telekommunikationsunternehmen oder Entertainment-Konzerne. Es bleibt spannend!

Update: Nicht betroffen von dem Abkommen sind offenbar Cloud-Dienste wie Google Music oder Apple iTunes Match (Quelle). Ebenso wenig fallen rein werbefinanzierte Dienste und Musikvideos darunter, wie Caschy schreibt. Sprich: Viele YouTube-Videos bleiben nach wie vor geofucked >:(

Update 09.12.2011: Was bei der Tagesschau steht, ergibt mehr Sinn. Downloadportale, d.h. Online-Shops, die Musikstücke als Download verkaufen, müssen 6 bis 9 Cent pro Titel an die GEMA zahlen. Streamingdienste müssen pro zahlendem Abo-Kunden monatlich 60 Cent bis 1 Euro abtreten. Trotz aller ursprünglichen Verwirrung äußerst interessante Zahlen.

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Kommentare

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roland am :

* Jaja - aber die Frage ist ja auch noch, ob sich das künstlerseitig rechnet (haste wahrscheinlich gesehen die Diskussion darüber, falls nicht, nochmal der folgende Link, in dem SPON aber nur aufgreift, was kurz vorher v. a. in englischsprachigen Musikblogs dazu zu lesen war): http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,798953,00.html

Matthias Gutjahr am :

* Klar, habe ich mitbekommen. Und wenn man sich die Höhe der Abgaben ansieht, wird ja schon deutlich, wohin es geht. Gehen wir mal vom niedrigsten Wert aus, dann bekommt die GEMA 60 Cent, wenn ich zehn Titel im MP3-Shop kaufe. Bei Spotify oder ähnlichen Diensten kann ich mich 24/7 beschallen lassen fürs gleiche Geld (an die GEMA). Gut, wenn ich das Abo kündige (aber warum sollte ich das momentan tun?), bleibt mir nichts davon. Auf Urheberseite sind das aber gravierende Einbußen. Bei angenommen einer Million Spotify-Nutzer bekommt die GEMA 600.000 Euro im Monat, 7,2 Mio. Euro im Jahr. Bei einem Jahresertrag von 863 Mio. Euro (2010 lt. Wikipedia) wäre das weniger als 1%. Kaufen Spotify-Nutzer aber auch weiterhin noch Musik? Und ist das wirklich die Zukunft und die Rettung des Musikmarktes? Das sind Fragen, die sich wohl erst rückblickend beantworten lassen werden. Heute muss man sich eben entscheiden, ob man Streaming-Angebote mit niedrigeren Urheberabgaben will, oder eben nicht und damit auf diese, wenn auch geringen Zusatz(?)einnahmen verzichtet. Als Endnutzer und Fan will ich persönlich Streaming haben. Vom Sammeln und Jagen von Musik bin ich schon seit einiger Zeit - von Ausnahmen abgesehen - weg. Eine Flatrate ist schon was feines, wenn man, wie ich, quasi immer online ist ;-) (Laut Wikipedia ist übrigens die Verteilungssumme der GEMA in den letzten Jahren sogar leicht angestiegen.)

Matthias Gutjahr am :

* Argh, seit wann frisst meine Kommentarfunktion denn Zeilenumbrüche?

roland am :

* vom sammeln und jagen bin ich auch schon weg. bei mir reduziert sich das auf sagen wir mal max. 15 alben pro jahr, die ich dann auch nur deshalb haben möchte, weil sie auf meinen mp3-player zum mitnehmen gehören. streaming via smartphone wäre ja aber auch alternativ möglich, klar. frage ist halt ob und wie sich das verschiebt, wie du ja auch sagst.

[jo.han.nes] am :

* Spotify lässt aber erste Anzeichen andeuten, dass es bald los geht. Über Spotify.de war die Seite, inkl. Download des Clients zwischenzeitlich verfügbar, die aktuelle Beta verzichtet auf den Geo Check und ist bereits in deutscher Sprache. Wie sich das in den Zahlungsmodellen äußern wird sei dahin gestellt, bin aber gespannt und wäre sehr dankbar. Simfy, Napster, MyJuke und Co. sind undankbare Vereine, denen ich ungern mein Geld zustecken würde.

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