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GEMA Popcorn holen!

Die Irritationen rund um die GEMA hören nicht auf, und manche reden bereits ironisch vom Jahr 2012 als dem "Jahr der GEMA". Jüngst wurde zum einen eine Tarifreform für Konzerte und Clubs angekündigt, aufgrund derer viele Clubs das Aus befürchten, weil die Abgaben dramatisch ansteigen. Dagegen gab es eine Demo in Berlin, und eine entsprechende Petition wurde bereits von über 180.000 Reformgegnern unterzeichnet.

Die Berliner Zeitung hat außerdem vorgerechnet, dass von den GEMA-Einnahmen hauptsächlich die oberen 3400 Mitglieder profitieren. Der Verteilungsschlüssel des so genannten "Pro-Verfahrens" sei daran Schuld, dass nur ein Bruchteil der abgeführten Gebühren z.b. bei einer Newcomer-Band ankämen.

Eine mögliche Alternative zur GEMA, die C3S, nimmt derweil konkretere Formen an. Nach dem Future Music Camp wurde die geplante neue Verwertungsgesellschaft auch auf der C'n'B Convention 2012 vorgestellt, und ein Barcamp zum Thema ist in Planung.

Die GEMA hingegen zeigt sich weiter unbeeindruckt und geht auch weiter gegen Musik unter Creative Commons-Lizenzen vor. Der Musikpiraten e.V. - Veranstalter des Free! Music! Contest 2011, in dessen Jury ich saß - wurde unlängst von der GEMA wegen Nutzung eines Creative Commons-Songs verklagt. Die Musikpiraten nehmen offenbar dankend an und

begrüßen diesen Schritt, da so die Gültigkeit der CC-Lizenzen im Zusammenhang mit pseudonymen und anonymen Veröffentlichungen erstmalig in Deutschland gerichtlich geklärt werden wird.

Außerdem

wird auch 2012 wieder ein Free! Music! Contest durchgeführt werden. Für die am 1. Juli startende Runde konnte der bekannte Schriftsteller Cory Doctorow als Schirmherr gewonnen werden.

Huzzah!

Update: Die de:bug hat ein ganz lesenwertes Interview zur Thematik mit Peter Hempel aus der Kommunikations-Direktion der GEMA geführt.

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