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Worldwide Festival Sète 2012: So war's

We <3 WWF

Nachdem ich jetzt eine Woche wieder im Lande bin und auch meine Nach-Festival-Depression ausgestanden ist, versuche ich mal ein paar Worte zum diesjährigen Worldwide Festival aufzuschreiben. Der deutsche "Sommer" machte die Eingewöhnung nicht gerade leichter, deswegen hat es so lange gedauert. Außerdem mussten die Eindrücke einer ganzen Woche erst einmal verarbeitet werden.

Die sieben Tage musikalisches Vollprogramm haben sich auf jeden Fall wieder gelohnt. Zwar hat das Wetter an den ersten Tag überhaupt nicht mitgespielt, es war ungewohnt kühl und regnerisch, so dass sogar einige Gigs auf die überdachte Bühne auf der Mole verlegt werden musste; aber so richtig schlimm war es auch wieder nicht, nicht mal am Strand.

Der Strand war dieses Jahr an einem leichter erreichbaren Abschnitt untergebracht, hatte aber auch den Nachteil, dass es viel zu flach ins Wasser hinein ging und wir das offene Meer aufgrund einer vorgelagerten Mole nicht sehen konnten. Außerdem filzte die Security sehr genau auf Getränke, was auch neu war und definitiv nicht so geil bei den Festival-Getränkepreisen (großes Bier 6 €).

Bei den anderen Locations ist mehr oder weniger alles beim Alten geblieben, es gab mehrere Clubbing-Nächte im Thêatre de la Mer, was schon 2011 gut funktioniert hatte. An der Mole war etwas umgebaut worden, nicht immer zum Besseren, und es fehlten hier immer noch Chillout-Möglichkeiten, auf denen man nach einem verdammt langen Tag mal etwas relaxen konnte.

Zu eng wurde es eigentlich nie, es scheinen nicht mehr Besucher gekommen zu sein als 2011, aber gefühlt waren mehr Vollhonks am Start. Zumindest wurde von unerfreulichen Zwischenfällen berichtet, wobei ich persönlich kaum Negatives mitbekommen habe. Leider wurden diverse Autos unserer "Crew" aufgebrochen, aber das ist eher kein Festivalproblem, sondern kann wohl jeden Südfrankreich-Urlauber treffen :-(

Zur Musik: Das Line-Up war hochkarätig, und die hohen Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht. Meine Highlights waren DJ RKK, Gilles und Moodymann am Dienstag; das Channel One Soundsystem, David Rodigan und Mala am Mittwoch; die Eglo-Posse (Alexander Nut, Fatima, Floating Points), das Robert Glasper Experiment, Lefto und Little Dragon am Donnerstag; Jon Sa Trinxa, Carl Cox mit seinem Disco Funk Set, das Portico Quartet, Four Tet, Julio Bashmore und Scuba am Freitag; Simbad, Phil Asher, IG Culture Tinariwen und Dimlite am Samstag; und Nickodemus, Gregory Porter, Kon, Nicols Jaar, Koreless und Gilles am abschließenden Sonntag. Also fast alles ;-)

Ein bisschen schwach fand ich eigentlich bloß Grems und Claude VonStroke, weswegen ich dann leider auch Machinedrum verpasste, weil ich früher nach Hause bin. Die neuen Songs von Alice Russell hören sich von Platte deutlich besser an als live, was vielleicht aber am Sound lag, der gegen Ende ihres Auftritts deutlich besser wurde. Die Konzerte im Thêatre luden diesmal eher zum Sitzenblieben und Genießen als zum Tanzen ein - war aber ok so.

Bleibt noch zu erwähnen, dass wir selbstverständlich gelebt haben wie Gott in Frankreich, denn gutes Essen als Grundlage für anstrengende sieben Tage war Pflicht. Es gab Sètoiser Spezialitäten wie leckere Macaronade, die obligatorischen Muscheln oder Spezialitäten aus den ehemaligen Kolonien in Indochina, dazu viel leckeren Wein und zum Frühstück guten Kaffee mit frischen Baguettes und Croissants und würzigem Käse. Mehr kann man nicht verlangen.

Was außerdem gut geklappt hat: Leute treffen! Ich habe diesmal wirklich alle treffen können, mit denen ich mich im Vorfeld verabredet hatte, und auch viele nette neue Bekanntschaften gemacht. Ein ganz besonderer Dank geht raus an die altbewährte Crew aus Berlin, Karlsruhe, Köln und Schweden sowie Frankfurt und Hamburg. Ohne euch wäre das alles nicht mal halb so toll :-D

Hier noch eine kleine Slideshow mit meinen Fotos vom Festival. In mir steigt schon wieder Sehnsucht auf …

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