Shadow Percussion Project

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 26. September 2005

DJ Shadows Album Endtroducing war, unfassbare neun Jahre ist es bereits her, ein großer Erfolg und ein beeindruckendes, nur aus Samples zusammengebasteltes Album. Umso erstaunlicher ist daher, was das Shadow Percussion Project, die percussion group der Minnetonka High School aus Minneapolis, unter der Leitung ihres 25-jährigen Lehrers Brian Udelhofen vollbracht hat: nämlich die Tracks "Building Steam With A Grain Of Salt" und "Changeling" nach monatelangem Üben live auf ihren Instrumenten nachzuspielen. Fantastisch! Ein Video von der Live-Performance im Mai gibt's (.wmv). [Gefunden bei Moe (PlasticThinking)].

Radio City Berlin

Geschrieben von Matthias GutjahrFreitag, 23. September 2005
Radio City

Quantic bzw. Will Holland ist wohl einer der in diesem Blog am häufigsten genannten Künstler. Das ist erstens natürlich kein Zufall, aber zweitens scheint er auch überall seine Finger mit im Spiel zu haben. Gerade bin ich im äußerst geschmackssicheren MP3-Blog aurgasm über den Eintrag zu Radio City gestolpert: Da wird erzählt, wie Quantic einem A&R-Mann bei Ubiquity eine CDRom in die Hand drückt mit den Worten "Have a listen, you might like this.". Es hat ihnen wohl gefallen, und so kommt es, dass Niko Schabel aus Berlin unter dem Projektnamen Radio City sich mittlerweile die A-Seite einer 12″ mit Plant Life teilt und auch mit dem Track The Hop auf einem Ubiquity-Sampler vertreten ist. Funkiger, reduzierter, heißer Scheiß ist das, oder auch: A bold but chill taste of tomorrow's yesterday's groove (anzuhören bei aurgasm). Mit dabei sind die von den Beanfield-Tracks Tides und The Season bekannte Chanteuse Bajka (Tochter von J. Pluwatsch, dem Gründer der Krautrockband Embryo) und der Doppelbassist Klaus Janek, der schon an vielen deutschen Jazz-/Dub-/Elektronik-Projekten mitgewirkt hat. Anhören lohnt sich ebenso wie das Ansurfen der jeweiligen Webseiten, und bestimmt kommt da bald was ganz Großes nach - aus dem vermeintlichen Stillstandland.

Heißer Herbst bei NinjaTune

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 21. September 2005
Skalpel - Konfusion

Nachdem sich NinjaTune in den letzten Monaten merklich zurückgehalten hat und nicht die ganz großen Würfe - mal abgesehen von Dwight Tribles Love Is The Answer, das von vielen als Album des Jahres bezeichnet wird - rausgebracht hat, steht uns jetzt ein heißer Release-Herbst bevor. Mit feuchten Händen erwarte ich jedenfalls die neue Scheibe Konfusion der beiden polnischen Jazzer Skalpel, deren Atmosphäre noch deeper und darker sein und wieder mit der Sorte intelligent cut and paste aufwarten soll, die mich an ihrem letztjährigen Debut auf Ninjatune so völlig in ihren Bann gezogen hat. Auf einer zweiten CD wird es dazu noch jede Menge Remixe von z.B. Quantic und The Amalgamation Of Soundz geben. Und es kommt noch dicker: Ebenfalls für Oktober ist ein Solid Steel-Mix von Simon Green aka Bonobo angekündigt (hey, Bonobo bloggt!), der von den illustren Namen, die darauf vertreten sind, einfach gut werden muss. Außerdem will ich mir mal die All Out Fall Out von Pest anhören. Die ist zwar schon ein Weilchen draußen, aber ich hatte sie noch nicht in den Fingern. Bleibt nur noch zu wünschen, dass mal ein paar Acts vom Ninjatune-Roster bei uns in Deutschland vorbeischauen, damit wir nach der verkorksten Wahl nicht völlig in Depressionen versinken ;O)

Demnächst mp3s kaufen bei JunoRecords

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 20. September 2005
junorecords

Wie im Blog von de:bug zu lesen ist, will einer der besten Online-Shops für elektronische Musik, junorecords, in Bälde Musik im .mp3-Format zum Kauf und Download anbieten. Das wird auch Zeit, gerade weil es mit ClickGroove oder FineTunes schon Alternativen gibt, die (mich) aber noch nicht völlig überzeugen. Weiter ist bleed zurecht begeistert davon, dass junorecords Neuerscheinungen sowohl per Newsletter als auch per RSS-Feed bereitstellt. Den Feed für die Kategorie Broken Beat habe ich schon länger abonniert. Da klicke ich dann in meinem Feedreader auch das Prelisten-Icon, und ab geht die Post; ist schon genial. Hoffentlich bieten die ihre Downloads dann auch als .oggs an. Aber ich muss schon sagen, die Juno-Leute haben bei ihrem Relaunch Anfang dieses Jahres begriffen, was geht! Update: Passend dazu das Ergebnis einer Studie, das besagt, dass RSS-Nutzer dreimal mehr Webseiten besuchen.

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Martin Gretschman aka Console bloggt

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 19. September 2005
Console

Weilheim goes America: Das deutsch-amerikanische Multistar-Ensemble 13 & God, bestehend aus Mitgliedern von Themselves und der Rocklegende The Notwist, ist momentan auf Tour durch Kanada, die USA und Japan. Mit dabei ist auch Martin Gretschmann alias Console alias Acid Pauli, der in den letzten acht Jahren für den Einzug computererzeugter Klangelemente bei Notwist gesorgt hat. Für die Zeit führt er jetzt ein Tourtagebuch in Form eines Weblogs names Mongolian Coach Tours und schreibt darüber, wie es ist, in einem Club zu spielen, der vielleicht vor 25 Jahren zum letzten Mal den Charme eines Wohnzimmers versprühte. Sehr lesenswert. (via woweezowee).

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IMEA 2005 Awards

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 18. September 2005

Am Mittwoch wurden auf der Musikindustriemesse Popkomm in Berlin Preise für Innovations in Music & Entertainment (IMEA) verliehen. Nominiert waren vierzehn mehr oder weniger neue Geschäftsideen in den vier Kategorien Business to Business Service Providers, Digital Music, Live Music/Marketing und Mobile Music. Gewonnen hat KSolo, eine Online-Karaoke-Plattform (Firefox-Benutzer, ölt erst gar nicht eure Stimmbänder, das läuft nur im IE), auf der man gegen Bezahlung Karaoke singen und seine Gesangskünste abspeichern, downloaden und an Freunde schicken kann. Das aus dem thüringischen Ilmenau stammende Potato System, ein Musik-Distributions-System, bei dem Käufer Musik für eine Provision weiterverkaufen können (mehr dazu im Wiki), ging leider leer aus, obwohl die Idee dahinter definitv eine der innovativeren ist. Allerdings glaube ich auch nicht so richtig daran, dass sich deren Konzept im real life durchsetzen würde.

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