Jamie Lidell & Pablo Fiasco live

Geschrieben von Matthias GutjahrSamstag, 29. Oktober 2005
Jamie Lidell live

Seit gestern Abend weiß ich, warum Jamie Lidells Elektro-Soul-Album Multiply seine Heimat ausgerechnet auf dem für progressive Elektro-Acts berüchtigten Londoner Warp-Label erschienen ist. Der bleiche Engländer mit der perfekten Soulstimme kann zwar auch schön harmonisch, viel lieber aber schreddert er seine Vocals durch allerlei Distortion-, Feedback- und sonstige Effektmaschinen zu einem verzerrten Techno-Soundtrack, um bei seinen Zuhörern die Hörerwartungen und -gewohnheiten mal so richtig durcheinanderzuwirbeln. Was im Rahmen des Heidelberg-Mannheimer Enjoy Jazz-Festivals dann unterstreicht, dass dessen Macher Mut gezeigt haben, einen außerordentlichen Künstler einzuladen und die topographische Landkarte des "Jazz" so weit wie nur möglich auf bisher noch unbekanntes Territorium auszudehnen.

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Aotearoa Roots

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 27. Oktober 2005
Aotearoa Art

Der nationale wie internationale Erfolg neuseeländischer Reggae-Soul-Musik in den vergangenen Jahren ist erstaunlich und wird mittlerweile als das Phänomen Aotearoa Roots bezeichnet. Allen voran stürmten die mittlerweile sattsam bekannten und viel gehypten Fat Freddy's Drop mit ihrem Album Based On A True Story im Gepäck. Nun hat die Online-Ausgabe des New Zealand Herald eine Business Story über FFF veröffentlicht, auf die dankenswerterweise Dub dot dash hinweist. Darin wird beschrieben, wie FFF von Anfang an die herkömmlichen Marketing-Strategien des Musikbiz ablehnten und stattdessen zweigleisig fuhren: Zum einen setzten sie auf den word-of-mouth-Effekt bei den Fans, zum anderen veröffentlichten sie zunächst strictly vinyl und schafften es auf diese Weise, dass sie auf immer mehr DJ-Playlisten auftauchten und somit die DJs als Multiplikatoren benutzen konnten.

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Recloose - Hiatus On The Horizon

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 25. Oktober 2005
Recloose - Hiatus On The Horizon

Sein Name ist Marc Chicoine, er begann seine Karriere in Detroit bei Carl Craig und beglückt heute von Neuseeland aus die Welt mit seiner Musik. Seine aktuelle Platte Hiatus On The Horizon ist in diesem Jahr auf Peacefrog in London erschienen und beweist, dass Recloose zu Recht regelmäßig in den Playlists der einschlägigen DJs auftaucht. Die Bandbreite von House über Detroit zu Jazz und Funk ist enorm, aber immer hört man den typisch warmen Recloose-Sound heraus. Wärmstens zu empfehlen also, das wollte ich nur mal erwähnen, weil mir heute nichts besseres einfällt ;O)

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Irie-ish

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 24. Oktober 2005
Throw Down Your Arms

Die Irin Sinéad O'Connor hat mit Unterstützung der Dub-Legenden Sly & Robbie ein Dub-Reggae-Album namens Throw Down Your Arms aufgenommen. Den Track "Y Más Gan" kann man hier anhören. Sinéad hat auch eine MySpace-Seite, wo es noch mehr Songs, Infos, Tourdaten und so eine Art Blogeinträge gibt. [Via Andreas]

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Obskure Instrumente: The Melloman

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 20. Oktober 2005
The Melloman

Die wabernden Flöten am Anfang des Beatles-Songs Strawberry Fields Forever kennt jeder, und viele wissen sicher auch, wie diese Flötentöne zustande kamen: Mit Hilfe eines Mellotrons nämlich. Dieses Instrument mit dem wimmernden Klang benutzten in den 1960er und 1970er Jahre hauptsächlich "psychedelische" Progressive Rock-Bands wie Genesis usw. Es stellt aber auch so etwas wie den Vorläufer des Samplers dar, mit dem Unterschied, dass es auf Tonbändern gespeicherten Sound wiedergab.

Der Bastler Mike Walters kam nun auf die Idee, ein Mellotron mit Walkmen als Tonquellen nachzubauen, und hat diese Idee nun auch unter dem Namen The Melloman umgesetzt. [Via Swen's Weblog]

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Musik-Download-Shops jenseits von iTunes & Co.

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 16. Oktober 2005
Legale Musik Download Shops

Ich bin ja seit langem ein Freund komprimierter Musikformate wie MP3, OGG, FLAC, APE oder MPC. Mein Rechner läuft sowieso fast immer, mittlerweile nenne ich auch einen portablen Player mein Eigen, wieso also nicht die eigene CD-Sammlung rippen und ab ins Archiv damit? Natürlich bewegt man sich so mittlerweile in einer rechtlichen Grauzone und ärgert sich über kopiergeschützte CDs. Und Vinyl in digitale Formate umzuwandeln ist nicht nur umständlich, sondern auch meist ziemlich albern. Seit jedoch Apple mit iTunes der Musikindustrie vorgemacht hat, dass man Musik auch übers Internet sehr gut vertreiben kann, kommt langsam auch Bewegung in die Sache: Der legale Musik-Download nach vorheriger Bezahlung boomt.

Allerdings hat nicht jeder Lust, sich Apples Software zu installieren, und auf den vielen Portalen der Popkultur-Musikindustrie-Provider-Konglomerate finden sich meist nur Top 40-Alben und sonstiger Mainstream. Aber es gibt mittlerweile einige kleine, feine alternative Angebote, die sich auf musikalische Nischen spezialisiert haben.

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