Nine Nifty NUMBers

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 23. Januar 2007

For January 2007. In keiner bestimmten Reihenfolge, und auch nicht der heißeste White-Label-Prerelease-Shit, sondern teilweise schon etwas älter und beinahe alles bereits käuflich zu erwerben. Also los:

  • Thief - "Hold On, Hold On (Slapped Eyeballers & Dimlite Reouterpretation)" - Sonar Kollektiv
  • Flying Lotus - "1983 (Daedelus's Odd-Dance Party Remix)" - Plug Research
  • Marcina Arnold - "Forefathers" - Counterpoint
  • DJ Day - "Got to get it right" - Melting Pot Music
  • Brotherly - "System" - Monumental
  • Big Bang - "Lady (4hero Remix)" - Arision
  • Peven Everett - "Bad Treatment" - Soul Heaven/Defected
  • Slope - "Keepin' It Up feat. Desney Bailey (Henrik Schwarz Remix)" - Sonar Kollektiv
  • The Life Force Trio - "Space Flowers/Carousel" - Plug Research
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Tool Time für MP3s

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 22. Januar 2007

Vergangene Woche habe ich mir mal wieder Gedanken über meine dank eMusic & Co. stetig wachsende MP3-Sammlung gemacht. Sortieren und wiederfinden klappt ganz gut, aber mindestens zwei Features fehlten mir noch: Zum einen würde ich gerne in den ID3-Tags speichern, auf welchem Label ein Titel erschienen ist; zum anderen würde ich bei manchen Tracks gerne die BPM automatisch bestimmen lassen und ebenfalls speichern. ID3-Tags unterstützen seit der Version 2.4 so genannte Frames, das sind in UTF-8 kodierte Felder für jede Menge Zusatzinformationen. Leider werden diese bisher nur von wenigen Programmen unterstützt. Am Wochenende habe ich nun eine halbwegs befriedigende Lösung gefunden.

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Nahöstliche Beats

Geschrieben von Matthias GutjahrFreitag, 19. Januar 2007

Wegen Kyrill und ProblemStoiBär ist der Konflikt bzw. Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern in der öffentlichen Wahrnehmung etwas in den Hintergrund gerückt. Kommt aber garantiert wieder. Bis dahin lohnt es sich vielleicht, die Region mit einem kulturellen Blick zu betrachten. Diesen Blick lenken wir zunächst auf den Film SlingShot Hip Hop - The Palestinian Lyrical Front [via]. Der Titel kommt ziemlich martialisch rüber, aber der Film will eigentlich bloß das alltägliche Leben junger palästinensischer Rapper dokumentieren. Ein Trailer ist schon online, obwohl der Film noch gar nicht fertig ist; und ob er jemals nach Deutschland kommt, ist natürlich auch fraglich. Vielleicht läuft er irgendwann auf Arte. Immerhin finden sich auf der zugehörigen Site jede Menge Links zum Thema. Womit wir nach Israel hinüberwechseln zu Kutiman, dessen vom Afrobeat beeinflusster Sound in der letzten SNC-Ausgabe vorgestellt wurde. Sein Track "No Groove Where I Come From" kokettiert frech mit seiner Herkunft und ist auf der empfehlenswerten Compilation More MPM Music von Melting Pot Music vertreten. Definiert das Genre nicht gerade neu, geht aber gut ab, wie sich auch der Rest der Compi lohnen dürfte.

Kaffee-Stöckchen

Geschrieben von Matthias GutjahrSamstag, 13. Januar 2007

Carsten möchte wissen, wie ich meinen Kaffee trinke. Da der Kaffee auf der Arbeit nur der reinen Funktionserhaltung dient, hier eine Foto meines heutigen Wochenendmorgenkaffees. Die Tasse habe ich vor ca. 15 Jahren aus Arizona mitgebracht, und sie hat bisher alle Umzüge unbeschadet überstanden. Sie ist nicht wirklich hübsch oder außergewöhnlich, aber eben mein dienstältester Kaffeepott. Zudem bin ich auf dieser Reise, wie mir gerade wieder einfällt, zum ersten Mal so richtig auf den Geschmack von Kaffee gekommen.

Wichtiger ist aber, was in der Tasse drin ist. Und das ist momentan ein bei der kleinen Familienrösterei um die Ecke gekaufter, frisch gebrühter Kaffee aus Kenia, der tatsächlich etwas schokoladig und ansonsten kräftig nach Kaffee schmeckt - normalerweise sind das nur Werbeaussagen, aber hier stimmt es.

Dazu passend empfehle ich heute übrigens die neueste Folge des Podcasts von 4heros Marc Mac, die passenderweise Coffee Table Classics betitelt ist, an die zwei Stunden schöne Musik bringt und Lust auf das neue 4hero-Album Play With The Changes macht, das Ende Januar endlich erscheint. Außerdem möchte ich gerne wissen, wie die KonFerenz ihren Kaffee trinkt (und wie die Arbeit am neuen Album vorangeht) ;-)

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Da haben Mos Def und Geffen aber Mist gebaut

Geschrieben von Matthias GutjahrFreitag, 12. Januar 2007

Etwas hektisch ist kurz vor Ende des vergangenen Jahres Tru3 Magic, das neue Album von Mos Def erschienen. Gut, manche haben sich darüber gewundert, dass die bedruckte CD in einer ansonsten leeren Plastikhülle verkauft wurde, aber man legte Dante Smith das als Statement aus. Schon nach dem ersten Durchhören war auch klar, dass Tru3 Magic sicher kein so großer Wurf wie Black On Both Sides oder The New Danger ist, aber solide Mos Def-Kost. Das konnte man sich damit erklären, dass es voraussichtlich die letzte Platte für Geffen war und die Kreativität durch den Druck einer großen Plattenfirma bekanntlich gerne mal, nun ja, gebremst wird. Mos Def wollte vielleicht einfach nur seinen Vertrag erfüllen. Oder er hat einfach zuviel Zeit seiner Schauspielkarriere gewidmet.

Aber nun das: Nach Angaben von Geffen fand Tru3 Magic deutlich vor dem geplanten Releasetermin den Weg ins Internet, was alle Beteiligten offenbar ziemlich überrascht hat. Nicht dass sowas zum ersten Mal vorkäme, aber nun gut. Man setzt sich also zusammen und entscheidet, die CD lieber sofort in die Läden rauszuschießen, bevor sie keiner mehr kaufen will. Zur Not auch ohne Booklet. Aber nachdem die ersten Lieferungen rausgegangen sind, stellt man plötzlich fest, dass man jetzt ja gar keine Zeit mehr hat, die vorgesehene, großangelegte PR-Kampagne zu fahren. Also zieht man die Platte wieder zurück und versucht, so viele aus den Stores zurückzuholen wie möglich.

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WikiPress Hip Hop

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 9. Januar 2007

Die Wikipedia ist nicht nur Enzyklopädie, zur Wikimedia-Familie gehören auch Wörterbucher, Zitatensammlungen, Mediendatenbanken, Nachrichtenportale und, ja, ein Buchverlag namens WikiPress. Die dort verlegten Bücher zu Themen wie Fahrräder, Sonnensystem, Robben oder Friedensnobelpreisträger kann man gedruckt und gebunden im Handel erstehen oder sich im Internet herunterladen. Seit fast einem Jahr gibt es auch einen Band zum Thema Hip Hop (PDF), der von Dirk Franke wikipeditiert wurde. Auf über 200 Seiten informiert das Werk ausführlich über Kultur, Musik und Geschichte des Hip Hop in den USA und Europa, und darüber hinaus auch teilweise schon beinahe zu detailliert über die Spielarten in Afrika, über Subgenres bis hin zum Nerdcore, über Filme, Magazine, Labels, Szenebegriffe und natürlich Künstler. Klar, alle Artikel lassen sich auch online nachlesen, wer aber gemütlich auf dem Sofa schmökern möchte, für den ist dieser Band sicher eine nette Sache. [schon wieder via Markus]

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