Flashfonic-Carsten war in Dortmund auf dem Juicy Beats-Festival und hat dort den 10. Geburtstag von Deichkind gefeiert. Mit 1.100 Dosen Astra. Was da abging, müsst ihr sehen:
Musikdownloads rechnen sich für Künstler nicht!?
Geschrieben von • Montag, 30. Juli 2007Sollte die folgende Grafik stimmen und das aussagen, wonach es aussieht, dann bringt online vertriebene und downloadbare Musik den Künstlern weniger ein als Musik auf CDs. Große Gewinner sind die Plattenfirmen, die einen noch größeren Teil des Kuchens für sich behalten.
Allerdings wurde die Studie offenbar von der MCPS-PRS, der britischen GEMA quasi, in Auftrag gegeben mit dem Ziel, die Frage nach einer Verlängerung der Urheberrechte von Musik von 50 auf über 90 Jahre zu klären. Die Frage wurde mittlerweile vom Parlament abschlägig beantwortet, nicht zuletzt auf der im so genannten Gowers-Bericht dargelegten Fakten. Der Zusammenhang, in dem die Daten, die im Übrigen von der MCPS-PRS selbst geliefert wurden, verwendet werden, ist folglich ein anderer. So wird in dem Bericht auch darauf hingewiesen, dass Künstlern je nach Bekanntheit durchaus andere Einnahmequellen zur Verfügung stehen, etwa Auftritte in Werbekampagnen oder Livekonzerte. Und überhaupt: copyright is essential for protecting the investment that UK creative industries make in artists, performers and designers. Es geht also nur indirekt um die Künstler.
Da in Großbritannien, und auch das steht im Bericht, mittlerweile ca. 80 Prozent aller Singles per Download verkauft werden, ist das Thema sowieso von der Realität überholt worden. Dennoch steht es der weit verbreiteten und oft von Künstlern selbst geäußerten Ansicht, Downloads seien gerechter, etwas entgegen. Wem soll man glauben? [via 1, 2, 3]
Die Zukunft des Fernsehens
Geschrieben von • Sonntag, 29. Juli 2007Internet-TV, nichtlineares Fernsehen, Programmunabhängigkeit, Peer-to-Peer-TV. Diese Schlagwörter schwirren seit geraumer Zeit durchs Netz und auch durch die traditionellen Medien, ja sie treiben so manchen Fernsehvorstand Schweißperlen auf die Stirn. Ist das alles nur ein Hype, eine Blase, die zu zerplatzen droht? Nein, im Gegenteil, Experten aus allen Bereichen sind sich weitgehend einig, dass die Zukunft des Fernsehens bereits begonnen hat. YouTube war da nur der Anfang, Joost und Babelgum sind schon deutlich weiter, nur die meisten Fernsehsender haben noch nicht so ganz verstanden, wohin die Reise geht. In der ganzen Aufregung sollte man allerdings die riesige Menge von teils privaten, teils professionell produzierten Video Podcasts nicht vergessen, die im Browser angesehen oder mit Programmen wie Miro und iTunes auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden können.
Bei mir sammelt das kostenlose Open Source-Programm Miro momentan sieben verschiedene Programme ein, darunter der hervorragende Elektrische Reporter von Mario Sixtus und GeekBrief.TV mit der wunderbaren Cali Lewis. Gute Musikshows sind weitaus schwieriger zu finden: Das World Music Spotlight von National Geographic hat seit über einem halben Jahr kein neues Feature online gestellt, nur XLR8R TV und Pete Tong's Fast Trax kann ich ansonsten lobend erwähnen. Der Miro Channel Guide verzeichnet zwar sage und schreibe 218 Channels im Bereich Musik, aber es ist schon etwas langwierig, sich da durchzuwühlen und die Perlen zu finden. Da mache ich es mir doch lieber ganz einfach und befrage meine werten Leser: Wo sind die Highlights? Welche Video Podcasts guckt ihr regelmäßig bzw. könnt ihr empfehlen? Es muss dabei nicht zwangsläufig um Musik gehen, ich würde hier in den Kommentaren gern auch andere gute Shows sammeln und bin für alles offen. Schließlich lasse ich mich auch ab und an vom AKS Spitzenkochtipp mit einem Kochrezept versorgen - das muss aber unter uns bleiben ![]()
Kleiderschrankaufrüstung
Geschrieben von • Freitag, 27. Juli 2007Mode ist die neue Indie-Musik geworden
, schreibt Mercedes Bunz in ihrem Blog und hat damit vermutlich recht. Und auch wenn Indie-Musik (die ja mittlerweile Mainstream ist: vor kurzem las ich einem Kommentar eines "Alternative Music"-Hörers irgendwo bezüglich des last.fm-Mainstream-O-Meter, "Oh, so abseitig ist mein Musikgeschmack ja gar nicht." - Exkurs Ende), wenn also Indie-Musik in diesem Blog keine Rolle spielt, so nehme ich mir doch heraus, jetzt mal über Mode zu bloggen. Und zwar über Sneaker und T-Shirts. Zum einen möchte ich nämlich auf das tolle Sneakerblog von Oliver hinweisen, das zwar bei weitem nicht das einzige seiner Art ist, aber im deutschen Sprachraum seinesgleichen noch sucht. Da also nicht nur Jura-Studentinnen auf Schuhe abfahren können, sondern Sneaker heute irgendwie Indie sind und äußerst kreativ gestaltet noch dazu, sei mir dieser Linktipp erlaubt.
Zum anderen T-Shirts. Die kann man mittlerweile ja fast am besten übers Internet bestellen, im Idealfall sind sie sogar selbst gestaltet. Und es ist sogar möglich, die eigenen Kreationen über entsprechende Plattformen zu verkaufen. Aber auch hier sind deutsche Angebote Mangelware, sofern es etwas mehr sein soll als ein Spreadshirt-Shop. Zum Beispiel eine Plattform, auf der man den eigenen Entwurf von der Community beurteilen lassen kann. So etwas ermöglicht LimeGear. Dort erhält man Feedback zu seinem Shirt, schon bevor man es überhaupt zum Druck freigibt. Ich weiß, Threadless verfolgt das gleiche Konzept - aber eben in den USA. Deutschland hinkte da noch hinterher. Bis jetzt. Schaut's euch einfach mal an, lasst eurer Kreativität freien Lauf und stellt das eine oder andere Design ein. Das ganze ist noch ordentlich beta, aber entwickelt sich schnell weiter.
Disclaimer: Valentin, der Mann hinter LimeGear, ist auch der Mann hinter meinem Monitor, d.h. er sitzt mir auf der Arbeit gegenüber. Für die Erwähnung hier bekomme ich aber nichts (bisher zumindest
).
Ich scrobble
Geschrieben von • Mittwoch, 25. Juli 2007
Seit ein paar Tagen bin ich (wieder) bei Last.fm angemeldet und scrobble fleißig die Musik, die ich höre. Mein Player amaroK hat Last.fm-Support schon eingebaut, daher war das kein Problem. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn mich andere Last.fm-Nutzer und Leser dieses Blogs zu ihrer Freundesliste hinzufügen würden (also worauf wartet ihr?). Hier geht's zur Profilseite von numblog.
Sly Stone is back
Geschrieben von • Dienstag, 24. Juli 2007Sylvester Stewart, besser bekannt als Sly Stone und Ikone des psychedelischen Siebziger-Jahre-Funk, war quasi jahrzehntelang von der Bildfläche verschwunden. Kaum jemand wusste, ob er überhaupt noch lebt. 1992 machten sich die beiden Filmstudenten Jeroen Berkvens und Walter Stokman auf die Suche nach Sly Stone und hielten diese in dem äußerst sehenswerten Hi8-Dokumentarfilm "Let Me Have It All" fest. Aber auch sie konnten nicht bis zu ihrem Idol vordringen. Der Film lief auf dem North Sea Jazz Festival und war die ideale Einstimmung für das Comeback des Jahres, denn ein paar Stunden später ließ sich der Mann selbst auf der Bühne feiern. Zugegeben, eine imposante Erscheinung gab er nicht gerade ab, aber seine Klamotten hatten Style, und den soulful Funk hat er immer noch drauf. Mittlerweile sind Videoschnipsel dieses denkwürdigen Konzertes am 15. Juli 2007 im Netz aufgetaucht [via], so dass ihr die Atmosphäre vielleicht etwas nachfühlen könnt. Und falls ihr den o.g. Film in die Finger bekommt, auch unbedingt ansehen!


