Aroma Jockey

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 11. November 2007

Als Nichtraucher finde ich das Rauchverbot in Kneipen und Clubs ja wunderbar. Man wird nicht mehr von allen Seiten zugenebelt, und die Klamotten stinken am nächsten Morgen nicht mehr wie nach einem mittelschweren Buschfeuer. Die oft eingewandte Behauptung, dann stinke eben alles - sowohl Club als auch Bekleidung - nach Schweiß, halte ich erstens für übertrieben, und zweitens wird sie jetzt entkräftet durch den Aroma Jockey. ODO7 sorgt momentan als wohl weltweit erster Geruchs-Jockey für Furore. Mittels diverser Gerätschaften aus Küche und Chemielabor und intensiv duftenden Tinkturen, Extrakten und Pheromonen mixt er live eine euphorisierende und dufte Aromawolke zusammen und bläst sie auf den Dancefloor. Ich bin mir sicher, dass das Rauchverbot hier einen ganz neuen Markt öffnet, den Aroma Jockeys als erste besetzen werden. Nur leider werden kurz darauf vorfabrizierte Düfte aus den Labors großer Raumbeduftungs-Firmen, die jetzt schon unsere Fußgängerzonen mit Backstubengeruch verpesten, auch in jedem 08/15-Club eingesetzt werden. Und das wird garantiert schlimmer als die heutige Verneblung der Sinne durch Tabakqulam. Mark my words! [via Soulkombinat]

Bloggenswertes der letzten Tage

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 7. November 2007

Da ich in den letzten Tagen meine Feeds nur sporadisch gecheckt habe, ist jetzt einiges zusammengekommen, das ich in aller Kürze bloggen möchte. Da wäre zunächst 2nd rec, das kleine, feine Label aus Hamburg, das sich Radiohead zum Vorbild nimmt und seinen Backkatalog auf CD verschenkt … bzw. den Kunden nach eigenem Ermessen bezahlen lässt. Nicht nur Eikman hegt leise Zweifel, ob das im Sinne des Labels funktionieren wird. Aber gut, vielleicht und hoffentlich wird das Risiko ja belohnt.

Apropos Eikman: Der Gründer von #thelastbeat.com wird für einige Zeit in der hochherrschaftlichen Redaktion der de:bug arbeiten, Glückwunsch dazu! Glückwünsche auch an die freie Hörbuchsammlung Librivox, die jetzt das Tausendste von Usern für User gelesene Buch bereitstellen kann. Um große Dateien, etwa komplette CD-Abbilder im Netz bereitzustellen bietet sich nach wie vor das BitTorrent-Verfahren an. Laut einem Interview mit Peter Suende von Europas größtem BitTorrent-Tracker thepiratebay.org ist mittlerweile ein neues Protokoll in Arbeit, dessen Dateiformat die Endung .p2p haben soll.

Und dann gibt's da noch eine Blog-Neuentdeckung: Bei information aesthetics dreht sich alles um die Visualisierung von Daten und um visuelle Kommunikation. Ein dort vorgestelltes Beispiel ist die Gracenote Music Map. Wenn irgendjemand auf der Welt eine CD in sein CD-ROM-Laufwerk einlegt und sie mit einem der gängigen Mediaplayer abspielt, ist die Chance groß, dass die Titel der CD per CDDB bei Gracenote abgefragt werden. Dort wird nun eine Top 10 pro Land berechnet und auf einer Weltkarte angezeigt. Das kann sehr aufschlussreich sein, wenn im Irak beispielsweise Linkin Park ganz weit oben steht. Vermutlich putschen sich die Blackwater-Söldner vor ihren Einsätzen so auf und surfen mit irakischen IPs - oder wie ist das zu erklären? Egal, bleiben wir zum Ende friedlich. Welche Rolle und vor allem Töne klassische Orchestermusiker spielen, wird hier anschaulich gezeigt.

Back from Berlin

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 7. November 2007

Bin wieder zurück aus dem schönen, langen Wochenende in Berlin, wo ich mal so richtig schön rumnerden konnte ;-) Das BarCamp war wieder sehr intensiv und zum großen Teil interessant. Angefangen hatte es schon Freitag Abend mit einer kleinen Warmup-Party, wo ich mal wieder ein paar Leute im Real Life kennengelernt habe, die ich sonst nur in Twitter sehe. Auf dem BarCamp habe ich diesmal selbst eine Session gehalten, nämlich über die Vorteile der Blogsoftware Serendipity. Die Session fand eher in kleiner Runde statt und war eher preaching to the converted, aber schön war's trotzdem. Meine Fotos vom BarCamp gibt's übrigens hier bei Flickr.

Für den schönen Samstagabend bei lecker gegrillten Safranhähnchen möchten wir uns bei pEtEr und Nilo herzlich bedanken, das war einfach nur entspannt :-) Sonntags gab's dann Momos und andere nepalesische Spezialitäten im Restaurant Om (superleckere Erdnusssoße!). Am Montag hab icke mir nach all der Exotik dann aber mal eine Currywurst gegönnt, wa. Etwas Sightseeing war natürlich auch noch angesagt, aber da die Temperaturen schon sehr niedrig waren, hat sich das im Rahmen gehalten. Irgendwann muss ich unbedingt mal im Sommer nach Berlin - aber das sage ich schon seit Jahren!

Langeswochenendplanung

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 1. November 2007

Während ich heute arbeiten musste, weil in Hessen kein Feiertag ist, habe ich ab morgen ein verlängertes Wochenende. Und das ist mit ordentlich Programm gefüllt. Morgen Nachmittag geht es lässig mit der Bahn nach Berlin, Ankunft hoffentlich rechtzeitig, um noch was von der Warmup-Party mitzubekommen, die das BarCamp Berlin 2 einläutet. Das BarCamp selbst am Samstag und Sonntag wird monströs, weit über 400 Teilnehmer werden die Köpfe zusammenstecken und sich bis zum Umfallen über nerdige, webzwonullige Themen austauschen. Ich selbst habe vor, eine kleine, feine Session über die Blogsoftware Serendipity zu halten, die unter anderem auch dieses Blog hier betreibt und zu der ich hin und wieder etwas PHP-Code beisteuere. Eventuell gibt es danach zum allgemeinen Amüsement eine Fun-Session, wo alle mal so richtig gegen Blogsoftware-Systeme ihrer Wahl wettern können; alternativ könnte es aber auch eine Planungs-Session für ein mögliches !WordPress-Camp 2008 geben. Aber ich will hier und jetzt nicht auf geekige Details eingehen. Wen das BarCamp interessiert, der kann sich während der Veranstaltung über das zentrale Wiki informieren, das kontinuierlich mit Informationen befüllt werden wird. Wahrscheinlich blogge ich auch live in meinem Zweitblog mit.

Ganz besonders freue ich mich auf das samstagabendliche Treffen mit Musikblogger-Kollege pEtEr in Kreuzberg. Danke nochmal für die Einladung! Ich bin gespannt, was wir alles aushecken werden ;O) Das Berliner Nachtleben werde ich vermutlich nicht so richtig intensiv genießen können, ich muss ja wieder früh raus, mal abwarten. Unbedingt wollen wir aber nepalesisch essen gehen! Es gibt mindestens drei nepalesisch-tibetische Restaurants, soviel ich weiß. Viel zu sehen gibt es in Berlin ja auch tagsüber, dafür bietet sich der Montag an. Beim Plattenshoppen muss ich mich dann aber etwas bremsen, sonst komme ich völlig pleite aus der Hauptstadt zurück. So, ich muss jetzt noch ein bisschen recherchieren, was man noch so alles machen kann und sehen muss. Bin für Tipps in den Kommentaren natürlich jederzeit empfänglich.