Sleeveface Flickr-Pool

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 29. Januar 2008

Da ich diese Woche kaum zum Bloggen komme: Anknüpfend an mein früheres Posting ein kurzer Hinweis auf den Sleeveface Flickr-Pool. Vielleicht mache ich es dem Soulkombinat nach und steuere ich demnächst auch noch ein, zwei Fotos bei. Vorerst dürften die knapp 900 Bilder erstmal für ausreichend vergnügliche Abwechslung sorgen.

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Shook, neues Printmag aus London

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 24. Januar 2008
Magazin-Cover
Cover der Shook No. 1

Mein Briefträger kapiert es einfach nicht: Zeitschriften, die nicht in den Briefkasten passen, knickt er einmal durch und stopft sie dann in den Schlitz. Auch die Erstausgabe des britischen Shook-Mag, die heute endlich ankam, hat er auf diese Weise misshandelt. Bei der Programmzeitschrift der Nachbarn ist mir das ja egal, aber hier handelt es sich um engagierten und hochwertigen Musikjournalismus! Aus den Überresten von Straight No Chaser hat Jez Smadja, selbst ehemaliger Redakteur bei SNC, die wichtigsten Zutaten in das neue Magazin herübergerettet.

Zu diesen Ingredienzen zähle ich mal das frische bis experimentelle Layout mit wilden Headlines und teilweise nur schwer leserlichen Schriften vor bunten Hintergründen. Das strengt zwar teilweise an, sorgt aber einerseits für Abwechslung, andererseits werden die exzellenten Inhalte so deutlich besser transportiert. Das Themenspektrum ist fast noch weiter gefasst als beim "Vorgänger": Hip Hop aus Detroit, Dubstep aus London, DJs aus Japan, Soul aus Südafrika, Funk aus Toronto, Streetart, Tech-News, Bhangra, Garifuna, äthiopische Roots - you name it, they got it. Sehr beeindruckend.

Unter den Autoren der vielfältigen Features finden sich nicht bloß Journalisten, sondern auch Musiker, DJs und Blogger, die besonders nah am Geschehen dran sind. BBC Radio 1xtra-DJ Benji B etwa hat eine eigene Kolumne. Von der Szenenähe zeugen auch die vielen guten Verweise auf Blogs, MySpace-Profile und andere Webseiten, die zu fast jedem Artikel auf weiterführende Informationen verweisen. Sicher nicht die schlechteste Taktik. Die DJ-Top Ten-Rubrik beschränkt sich dankenswerterweise auf zwei Seiten, die Reviews wurden mit Bedacht ausgewählt, nur der SNC-Centerfold fehlt, aber das kann ich verkraften, denn der war ja sowieso immer geknickt (s.o.).

Fazit: Shook hat das Potenzial, zum neuen Haus-Magazin der Szene zu werden. Die vorsichtige Modernisierung und die sorgfältige Themenauswahl halten die Qualität weit oben. Auch der Preis ist mit umgerechnet etwas über 7 Euro nicht zu hoch, und die Lieferung erfolgte erstaunlich zügig. Ob sich ein Printmagazin für eine zwar weltweite, aber dennoch relativ überschaubare Szene auf Dauer festsetzen kann, bleibt abzuwarten. Genügend Beispiele zeigen, dass Print für Nischen immer wieder erfolgreich funktioniert, und diesen Erfolg wünsche ich Shook für die Zukunft auf jeden Fall!

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Free On-Demand Music bei last.fm

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 23. Januar 2008

Mittlerweile Pfeifen es die Spatzen von allen Dächern: Bei last.fm kann man sich ab sofort Musikstücke und auch ganze Alben in voller Länge anhören, und das bis zu dreimal, bevor ein Kaufhinweis erscheint:

With the support of the folks behind EMI, Sony BMG, Universal and Warner—and the artists they work with—plus thousands of independent artists and labels, we’ve made the biggest legal collection of music available to play online for free.

Ich habe das gleich mal ausprobiert, und es stimmt. Viele Tracks haben jetzt einen schwarzen Play-Button vorne dran, was bedeutet, dass man sie komplett durchhören kann. Leider scheinen das in der Tat hauptsächlich Titel der vier großen Firmen zu sein, aber immerhin. Demnächst wird es offenbar auch einen kostenpflichtigen Abo-Service geben, der ein unbeschränktes Abspielen ermöglichen soll.

Last.fm-Buttons

Interessant ist auch die Tatsache, dass die Künstler Geld von last.fm bekommen. Je häufiger ein Titel gespielt wird, desto mehr wird an den Künstler bzw. den Rechteverwerter gezahlt. Nun sollen auch ungesignte Musiker von last.fm profitieren können (oder gab's das schon länger?), auch sie können nun ihre Stücke hochladen und bekommen umso mehr Kohle, je öfter sie gespielt werden. Da das auch für Labels gilt, frage ich mich, ob Netlabels hiervon nicht profitieren könnten? Gibt's da schon Erfahrungen?

Die Tracks, die ich bisher angehört habe, waren übrigens mit 128 kb/s codiert, also nicht so wirklich toll, aber ausreichend. Woher ich das weiß? Nun, die MP3s werden von last.fms Flash-Player vorgeladen und dann im Browser-Cache abgelegt. Kein Problem, sie dort zu finden, sie rauszukopieren und umzubenennen ;-) Ist nur eine Frage der Zeit, bis es fertige Tools oder Firefox-Erweiterungen gibt, die diesen Vorgang erleichtern oder automatisieren. Ich vermute allerdings, die Dateien sind mit einem Wasserzeichen versehen oder so.

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SoundCloud

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 22. Januar 2008

Irgendwann Ende letzten Jahres flatterte eine weitere Einladung zu einem weiteren Social Network in meine Inbox und ging dort erstmal unter. Beim Aufräumen vor ein paar Tagen ist sie dann wieder aufgetaucht, und so habe ich mich bei SoundCloud mal zur Closed Beta angemeldet, ohne wirklich zu wissen, was sich eigentlich dahinter verbirgt. Um es gleich vorweg festzustellen: SoundCloud ist nicht der x-te MySpace-Klon, funktioniert anders als VIRB° und hat auch andere Ziele als IMEEM - um nur einige wenige aufzuzählen.

Bei Soundcloud geht es vor allem darum, einen neuen Track hochzuladen und diesen dann intensiv zu kommentieren und diskutieren. Das ist sehr elegant und ästhetisch gelöst. Jedes Musikstück wird als Waveform dargestellt, und schon während des Hörens kann jederzeit ein kurzer Kommentar der Marke "Hey, cooler Übergang, und überhaupt die geilen Pads im Background" hinzugefügt werden, der dann gleich an der richtigen Position im Track angezeigt wird. Damit ihr euch das besser vorstellen könnt, hier ein Bild von einem Track:

Ein Track von Markus Enochson mit einigen Kommentaren

Anhören und kommentieren funktionieren schon sehr gut, und "Freunde" finden ist erwartungsgemäß kein Problem. Neben öffentlichen Tracks gibt es nämlich auch solche, die man nur über Freundschaften freigeschaltet bekommt. In einer persönlichen Timeline werden alle neuen Tracks, Kontakte und Kommentare übersichtlich aufgelistet, es gibt sogar so eine Art Charts-Funktion. In der Testphase tut sich naturgemäß noch nicht richtig viel, aber was die schwedischen Gründer, die das Startup in Berlin hochgezogen haben, bisher auf die Beine gestellt haben, beeindruckt mich bisher schon. Was bestimmt auch an den hippen Musikern bzw. angesagten Producern liegt, die bereits angemeldet sind. Ich meine, von vielen hab ich sowieso schon Musik zuhause.

Bei zweinull.cc wird SoundCloud noch etwas genauer beschrieben, und auch neunetz.com hat gerade darüber gebloggt. Oh, und selbstverständlich gibt es ein offizielles Corporate Blog von SoundCloud selbst, und auch die zwei Schweden Eric Wahlforss und Alexander Ljung, die hinter SoundCloud stehen, bloggen ab und zu.

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Wu-Tang Clan auf einen Blick

Geschrieben von Matthias GutjahrSamstag, 19. Januar 2008

Ich gebe zu, ich bin weder der größte Fan noch Kenner des Wu-Tang Clan, aber der Einfluss der Rapper aus Staten Island ist nicht von der Hand zu weisen. Nur: Wo soll einsteigen, wer sich mit dem beinahe zwei Jahrzehnte umspannenden Œuvre von RZA, GZA, Ol' Dirty Bastard, Method Man, Ghostface Killah, Inspectah Deck, U-God, Raekwon, Masta Killa und Cappadonna als Posse oder auch Solo beschäftigen möchte? In der New York Times bin ich auf ein wundervolles Diagramm des Künstlers und Bloggers Andrew Kuo gestoßen, das alle Fragen beantwortet - aus seiner subjektiven Sicht natürlich. Klickt auf die Grafik unten. Und stöbert unbedingt ein bisschen in Andrews Blog, da gibt es noch viel mehr dieser knallbunten Diagramme, die die Welt - in diesem Fall also etwa Burials Untrue oder Morrissey-Konzerte - auf einen Blick erklären.

Ausschnitt aus Andrew Kuos Diagramm
Klick aufs Bild für das komplette Diagramm

PS: Ja, ich kann von solchen abseitigen Infografiken zurzeit gar nicht genug bekommen ;-)

SWR2 über Netlabels

Geschrieben von Matthias GutjahrFreitag, 18. Januar 2008

In letzter Zeit habe ich ja wieder vermehrt über Netlabels gebloggt. Aber noch immer wissen viele nur wenig mit dem Begriff und der Idee hinter den Netlabels anzufangen. Umso höher ist es einzuschätzen, dass sich SWR2 Wissen am Montag Morgen mit der Thematik der freien Musik auseinandergesetzt hat. Das knapp halbstündige Feature unter dem Titel Unabhängigkeitserklärung steht passenderweise unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND und stammt von meinem ehemaligen WG-Mitbewohner Sebastian M. Krämer (schöne Grüße an dieser Stelle). Ihm ist es gelungen, die Sendung sowohl für Neulinge als auch alte Netaudio-Hasen interessant zu gestalten, auf Ursprünge wie die Demo-Scene ebenso wie auf aktuelle Angebote einzugehen.

Zu hören sind unter anderem die Netaudio-Bands JAMMIN*INC aus Braunschweig, Thomas Jaldemark aus Schweden oder Die Traktor aus Frankfurt. Zu Wort kommen daneben etwa Sebastian Redenz vom Label Thinner, Dirk Brünner vom Mannheimer Online-Magazin-Musikportal Regioactive und Markus Koller von den Bernern Starfrosch.

Mittlerweile schlägt die Sendung gehörig Wellen. Bei laut.de bekommt der SWR sein Fett weg: Schlechte Audio-Qualität, Vorfinanzierung durch GEZ-Einnahmen, zu restriktive Lizenz. Mo. von phlow.net relativiert die Kritik zumindest dahingehend, dass an Autor und Inhalt nichts auszusetzen ist, sondern die Bürokratie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks das eigentliche Problem darstellt..

Anhören ist Pflicht, Weitersagen und Weitergeben die Kür:

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