eMusic-Abo gecancelt

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 17. Februar 2008

Im Herbst 2006 hatte ich mich bei eMusic angemeldet und konnte seither für monatlich knapp 17 Euro 65 Tracks in guter MP3-Qualität herunterladen. Neben dem beinahe unschlagbar günstigen Angebot - die meisten anderen Shops verlang(t)en das Vierfache - überzeugte mich damals die Auswahl interessanter Labels, die sonst so gut wie nirgends auf einer einzigen Plattform versammelt waren. Damit ist nun (vorerst) Schluss.

Im Bereich des Online-Musikshoppings hat sich seitdem nämlich einiges getan. Das neue Napster ist definitv eine Überlegung wert, last.fm bietet ganze Alben der Majors mehr oder weniger kostenlos an, und die kleinen, feinen unabhängigen Labels konzentrieren sich zunehmend auf andere, spezialisiertere Vertriebskanäle von ithinkmusic über Beatport und Bleep bis zu Dancetracks Digital und Clickgroove. Das macht sich bei eMusic insofern bemerkbar, als dass viele Labels zwar immer noch dann und wann einen Release einstellen, aber bei weitem nicht alles und oft erst Wochen oder Monate nach dem eigentlichen Release-Date. Da war die Versuchung häufig zu groß, woanders shoppen zu gehen.

Was eMusic nach wie vor interessant macht, ist zum einen der sehr umfangreiche Backkatalog in Sachen Jazz. Außerdem werden seit einiger Zeit englischsprachige Audiobooks angeboten, was vermutlich auf Kosten der Musik ging, aber für die eine oder den anderen sicher ganz praktisch ist (auch wenn die Preise dort nicht so günstig sind wie bei der Musik). Zusätzlich gibt es noch viele redaktionelle Zusatzinformationen, aber die brauche ich eigentlich überhaupt nicht. Von daher ist die Kündigung für mich der einzig logische Schritt. Jetzt gilt es erstmal, die anderen Angebote zu sondieren. Wo kauft ihr denn momentan ein bzw. mit welchem Dienst habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

Uptown Strut

Geschrieben von Matthias GutjahrFreitag, 15. Februar 2008

Und schon wieder liegt eine brandneue Musikzeitschrift vor mir. Sie heißt Uptown Strut, ist gute dreißig Seiten stark, erscheint zweimal jährlich und liegt deutschlandweit gratis in Plattenläden und so aus. Wahlweise kann man sie auch gegen geringe Kosten beim Kölner Büro.9 Verlag abonnieren. Der Titel ist Programm, die thematische Marschrichtung wird mit Soul, Funk, Jazz vorgegeben.

Das erste große Feature behandelt die 20-jährige Geschichte von Unique Records und Unique Club aus Düsseldorf. Ebenfalls aufhorchen lässt die Vorschau auf den Baltic Soul Weekender 2008, der im April zum zweiten Mal stattfindet und mit einem imposanten Line-Up aufwarten kann: The Temptations, Alexander O'Neal, Kurtis Blow, Gloria Scott, Jazzanova … um nur einige zu nennen. Der dritte große Artikel schließlich, Northern Soul im Netz, ist vielmehr ein historischer Abriss der Northern Soul-Subkultur und ein gelungenes Beispiel dafür, warum mir die Northern Soul-Szene immer schon so fremd und beinahe unsympathisch war. Ich mag die Musik, keine Frage, aber diese Engstirnigkeit und fehlende Offenheit für andere Einflüsse (um es mal milde auszudrücken) zusammen mit der teilweise fanatischen Jagd nach ultrararen 45s finde ich etwas komisch. In die gleich Kerbe haut übrigens auch der abschließende Kommentar im Heft von Ada Loveshake.

Doch wieder zurück zu Uptown Strut, das zeigt, wie gut kontextsensitive Werbung auch im Printbereich funktioniert ;O) Für ein Gratisheft sind die Artikel fundiert und aufschlussreich, die Themen könnten zwar etwas breiter gestreut und abwechslungsreicher sein, aber das kann ja noch kommen. Insgesamt ein guter Start für das neue Heft, denke ich. Haltet also mal Ausschau danach, wenn ihr das nächste Mal im Plattenladen eures Vertrauens vorbeischaut. [via]

Happy Valentine's Day

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 14. Februar 2008

In Japan wird heute ebenfalls Valentinstag gefeiert, aber sehr viel charmanter als hierzulande. In Fernost werden heute nämlich die Männer mit Schokolade überhäuft, gerne auch von Kolleginnen, und umso reichhaltiger, je netter frau den jeweiligen Mann findet. So lobe ich mir das ;O) Schokolade ist ja gut fürs Wohlbefinden, und weil sich bei mir eine Erkältung ankündigt, kann ich Hochprozentige (Schoki selbstverständlich) ganz gut gebrauchen. Eigentlich wollte ich ja zum Web 2.0-Stammtisch ins Mainzer Octan, dessen Themen sich sehr spannend lesen, schone mich aber lieber, weil morgen eine ganze Menge Arbeit auf mich wartet.

Eine weitere Valentinsüberraschung habe ich heute Abend aus dem Briefkasten geholt. Seht selbst:

Wäre da nicht eine Karte von mumate.com aus dem Umschlag geflattert, hätte bei uns heute womöglich der Haussegen einen Knacks bekommen ;O) So aber war ziemlich schnell klar, dass es sich um eine besonders, hmm, persönliche Art von Guerilla-Marketing handelt. Hinter mumate.com stecken Ruben Gänsler und Colin Lovrinovic, Studenten der Mannheimer Popakademie. Bei ihrem Projekt handelt es sich um eine Community für Kreative, die dort ihre Musik, ihre Texte und ihre Bilder hochladen und bewerten können. Soweit alles nicht wirklich spektakulär, aber wie bei so vielen Communities steht und fällt die Qualität wohl mit den Nutzern. Wenn ihr euch also angesprochen fühlt, probiert es einfach mal aus. Die Idee mit dem Brief war jedenfalls sehr witzig.

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Hip Hop für Barack

Geschrieben von Matthias GutjahrSamstag, 9. Februar 2008

PlattencoverHip Hop hat sich schon oft politisch verstanden. Letztes Beispiel ist der US-amerikanische Professor Cornel West, der schon früher Spoken Word-Platten aufgenommen und sogar in der Matrix-Trilogie mitgespielt hat. Ende letzten Jahres scharte er eine illustre Rapper-Schar um sich und nahm die Scheibe Never Forget: A Journey Of Revelations auf, um Barack Obama im Wahlkampf zu unterstützen und junge Wähler für Politik zu interessieren und zum Wählen zu ermuntern. Das Lineup liest sich wie ein Who Is Who des conscious hip hop: Talib Kweli, Black Thought, KRS-One, Andre 3000, daneben auch Jill Scott und Prince. Große Namen also, die den "Rap-Professor" bei seiner Mission unterstützen. Ob's etwas gebracht hat, wird sich bald herausstellen. Übrigens: In Deutschland kann ich mir so etwas überhaupt gar nicht vorstellen. [via SpOn]

Cylob macht den Radiokopf

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 5. Februar 2008

Cover von Late In The DayImmer mehr Künstler fühlen sich von Radiohead ermutigt, ihre Musik nach dem Modell "Zahlt, was ihr wollt" im Internet anzubieten. Jüngstes Mitglied in dieser illustren Runde ist Cylob, der seine EP Late In The Day zum Download freigegeben hat. Wenn ihr also auf seinen anspruchsvollen Braindance-Sound steht, solltet ihr zuschlagen und den Paypal-Button nicht vergessen. [via Andreas]

Ja, Nein, Vielleicht?

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 4. Februar 2008

LAN aus Berlin mit dem Video zu "Ja, Nein!" Was haltet ihr davon? Heißer Scheiß, oder nervt der Berlin Style?

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