Dubstep Producers from Germany

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 31. Januar 2011
i <3 dubstep-Logo

Drüben in seinem Blog hat Martone, der, wie ich gestern Abend bei einer #tassebier festgestellt habe, ein ausgesprochen netter Zeitgenosse, Blogger und Dubstepper ist, eine dufte Serie über Dubstep-Produzenten aus Deutschland gestartet. Vier Teile von "I ♥ Dubstep" sind bereits erschienen, und ich weiß, dass Martone noch ein paar weitere Asse up his sleeve hat (und die Producer ihm die Blogtür einrennen). Warum macht er diese Aktion überhaupt?

Während Deutsche Jockeys schon längst Dubstep in die Boxen pumpen, ist die hiesige Producer – Szene noch recht überschaubar und zum Teil auch echt unbekannt. Wer das anders sieht, sollte mir das mitteilen und hier diskutieren.

Eine ganze Menge dope Tracks, Mixes und kostenlose Downloads von Bukez Finezt, Ill K, Speciez und Nilow hat Martone schon sammeln und veröffentlichen können (und wir lernen nebenbei, dass der Buchstabe "Z" eine Renaissance in der Dubstep-Szene erlebt *g*). Aber genug der albernen Plauderei, lassen wir den dürren Worten endlich fette Bässe folgen:

Mehr bei Martone himself!

PS: Mir war die ganze Zeit schon so, als hätte schonmal jemand so eine Artikelserie über "Dubstep in D" begonnen. Ich habe daher ein paar einschlägige Blogs aus meinem Feedreader durchwühlt und bin tatsächlich fündig geworden. Voilá: Munitionen.

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Qriocity: Neue Musik-Flatrate

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 24. Januar 2011

Qriocity LogoWas Spotify bekanntlich nicht geschafft hat, nämlich sich mit der GEMA auf ein Lizenzmodell zu einigen, gelingt immer mehr anderen Diensten. Nach Simfy und Napster macht jetzt Omnifone vor, dass es geht, und sogar noch umfangreicher. Der Unterschied zu den bisherigen Diensten liege "in der stark plattformübergreifenden Natur des Omnifone-Angebots" und gelte auch für zukünftig noch zu entwickelnde Angebote. Auf deutsch: Spotify muss sich langsam warm anziehen bzw. in die Puschen kommen.

Omnifone kooperiert nämlich mit einigen großen Playern wie Vodafone, HP und Sony. Letztere haben auch schon ein Angebot draußen: Qriocity. Das ist der Video- und Musikstreamingdienst von Sony, der auf so ziemlich allen neueren Sony-Geräten läuft, sofern sie Netzwerkanschluss haben, aber auch im Browser. Und Qriocity kann jetzt auch in Deutschland abgehen.

Screenshot der Qriocity-Seite
Qriocity von Sony läuft im Browser

Da zufälligerweise eine PS3 hier rumsteht, und ich damit schon einen Sony-Account habe, bin ich gleich mal zur Tat geschritten und habe mich (aus curiosity) bei Qriocity eingeloggt. Die Seite wirkt ziemlich aufgeräumt. Ganz oben ist eine Playerleiste, darunter eine Art Coverflow-Bereich. Auch ohne Anmeldung kann man 30-sekündige Clips anhören, was sich nach dem Einloggen nicht ändert. Erst wenn man ein Bezahlabo abschließt, hat man Zugriff auf komplette Titel.

Abos gibt es in zwei Varianten: Basis für 4,99 € und Premium für 12,99 €. Die Premium-Variante ist damit etwa 1/3 teurer als vergleichbare Dienste. Erhält man dafür aber auch mehr Leistung? Schwer zu sagen. Bei der Größe der Musiklibrary ist von etwa 6 Millionen die Rede. Das sieht bei der Konkurrenz ähnlich aus, wobei die Quantität ja noch nichts über die Qualität aussagt. Inhaber des Basis-Abo können sich jedoch nur von vorgefertigten "Kanälen" beschallen lassen. Wer gezielt nach Titeln sucht, bekommt immer noch 30-Sekunden-Clips vorgespielt. Oder wechselt zur Premium-Variante mit Komplettversionen.

Bildschirmfoto der PS3
Sony mag Großbuchstaben: So sieht der Startscreen auf der Playstation 3 aus.

Die Leistung der Basisversion gibt's allerdings anderswo auch kostenlos - zur Berieselung taugen auch Internetradios oder last.fm. Premium wiederum ist relativ teuer Aber wer einen Sony-Gadgetpark zuhause hat, kann auf allen Geräten seine Musik genießen. Für mich persönlich lohnt sich das trotz Playse irgendwie nicht, aber ich habe sowieso eine Abneigung gegen Sony und ihre traditionelle, Apple-eske walled garden-Politik ;P Aus deren Sicht ist das Ding natürlich groß. Das Playstation Network hat bereits jetzt eine Userbase 60 Millionen Mitglieder, und ein guter Teil von ihnen dürfte sich wohl auch für den neuen Musikdienst interessieren.

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Frankfurt will den Jazz zurück

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 20. Januar 2011
frankfurt - [jazzkeller] panorama 17

Fankfurt galt über Jahrzehnte als Deutschlands Jazzhauptstadt, denn Jazz hat in Frankfurt eine lange Tradition. Diese begann nicht erst mit dem amerikanischen Soldaten, die den Jazz nach Ende des Zweiten Weltkriegs mit an dem Main brachten, sondern schon viel früher, in den roaring twenties. Clubs wie der 1952 gegründete Jazzkeller und das Deutsche Jazzfestival trugen entscheidend zu Frankfurts Berühmtheit in Sachen Jazz bei, ebenso wie Musiker wie die Mangelsdorffs und Heinz Sauer.

Und auch heute ist der Jazz in Frankfurt lebendig, wie z.B. die Jazzinitiative Frankfurt zeigt, und worüber ich hier ja auch regelmäßig schreibe. Aber die Zeiten für Jazzfreunde sind härter geworden, manche machen sich Sorgen um den Nachwuchs. Bereits im September letzten Jahres konnte im Artikel Jazz auf Eis nachgelesen werden, wie es um die aktuelle Ausbildungssituation für Jazz in Frankfurt aktuell steht: gar nicht gut.

Der Studiengang "Jazz- und Popularmusik" an der Frankfurter Musikhochschule sei "eingefroren" worden, die Studenten eines inoffiziellen Weiterbildungsstudiums müssten gegen viele Widrigkeiten ankämpfen, heißt es beim Projekt "Jazz or no". Dessen Initiatoren setzen sich für die Wiedereinrichtung des Aufbaustudiengangs Jazz und Popularmusik in Frankfurt ein und sammeln dafür Unterschriften. Auch auf Facebook ist die Initiative natürlich vertreten, und auf Frankfurt Gestalten kann man für sie abstimmen.

Also, liebe Jazzfreunde aus Rhein-Main und von anderswo: Hier geht's zur Unterschriftenliste, ihr wisst, was zu tun ist.

Was war sonst so?

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 19. Januar 2011

In den letzten Tagen ist hier nicht viel passiert, außer dass ich wieder viel über exotische Arzneimittel lernen durfte, die mir in Spam-Kommentaren angepriesen wurden. Davon habt ihr glücklicherweise nichts mitbekommen müssen. Aber natürlich steht das Leben, auch das echte Leben im Netz, nicht still. Immerhin ist dieses kleine Blog noch unter www.numblog.de zu finden, anders als Renés Nerdcore, dessen Domain gepfändet wurde. Was für einige Aufregung gesorgt hat.

Dann kam heute die Meldung rein, dass der Musikdienst Simfy, also quasi das deutsche Spotify, einen Deal mit Kabel Deutschland geschlossen hat. Zum Triple-Play für knapp 9 Millionen Kunden kommt jetzt also noch eine Art Musik-Flatrate dazu. Nur leider wohne ich in Unitymedia-Gebiet, und die bieten das so AFAIK nicht an. Ich habe noch 4 Tage, um bei 1&1 zu kündigen. Hat jemand eine Meinung zu Unitymedia-Tripleplay?

Musikalische Entdeckungen gab es natürlich auch noch. Zum Beispiel dieses knallermäßige Mashup von den AfroBeatles: "Fela Meets The Boys From Bristol" mixt Fela Kutis Afrobeat und die frühen Beatles zusammen, was nicht immer so gut funktioniert, wie beim folgenden Track, aber der ist schon verdammt gelungen:

Und dann sind da noch diese vier Jungs aus London, die sich United Vibrations nennen und die ich nur zu gern live erleben würde. Aber das habe ich ja drüben schon geschrieben. Posaune, Sax, Drums, Bass. Geht ab!

Best Of 2010-Alben visualisiert

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 11. Januar 2011

Philip Hodges stellt in seinem Blog Zoho:Lab die End of Year Top Albums 2010 vor. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine interaktive Flash-Animation, die einen visuellen Überblick über die erfolgreichsten Musikalben 2010 gibt. Die Datenbasis stammt von knapp 40 Musikzeitschriften und -blogs (aus dem angloamerikanischen Raum). Entsprechend fallen natürlich auch die Platzierungen aus. Aber hey, trotzdem ein verdammt beeindruckendes Flash-Tool!

Screenshot der Flash-Applikation
So sieht die interaktive Visualisierung der Charts aus - Klick für mehr.

In einem Kreis angeordnet finden sich zig verschiedene Genres und Subgenres, die angegklickt werden können, woraufhin sich sämtliche Anzeigen auf dem Bildschirm neu justieren. Für Tabellenfans gibt's auch eine entsprechende Datenversion. Muss eine ganz schöne Arbeit gewesen sein, die Platzierungen zusammenzutragen. [via information aesthetics]

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NUM Radioshow #016

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 9. Januar 2011

New Urban Music Radioshow #016 : 07. Januar 2011, 19:00 Uhr

  1. Nas & Damien Marley - As We Enter [Universal Republic]
  2. Terrakota - World Massala [Ojo Música]
  3. Curren$y - Breakfast [DD172]
  4. Electric Wire Hustle - Experience [BBE]
  5. The Clonious - The Truth (feat. Paul Randolph) [Affine Records]
  6. Recloose - Can't Take It [Rush Hour]
  7. Richard Spaven - Ice Is Nice [Jazz Re:freshed]
  8. The Last Electro-Acoustic Space Jazz & Percussion Ensemble - Mystic Voyage (for Roy Ayers) [Stones Throw Records]
  9. Floating Points Ensemble - Post Suite [Ninja Tune]
  10. Fatima - Higher [Eglo Records]
  11. Gil Scott-Heron and Jamie xx - NY Is Killing Me [XL Recordings]
  12. Marsmobil - Patience (Reprise Long Version) [Compost Records]
  13. Emmanuel Jal - Kuar (Henrik Schwarz Remix) [Innervisions]
  14. Crash:Conspiray - Moonlit (Neminho Remix)
  15. Zengineers - Spring Will Come (Time Pipelines Pt. II) [iD.EOLOGY]
  16. Tracing Arcs - So Beautiful [iD.EOLOGY]
  17. Blundetto - Nautilus (with Shawn Lee) [Lucien Entertainment]
  18. Superpitcher - Prelude [Kompakt]
  19. Superpitcher - Voodoo [Kompakt]
  20. Para - a dub from south [aquietbump]
  21. Das Kraftfuttermischwerk - Rebellja [Das Kraftfuttermischwerk]
  22. Arthur's Landing - I Want To Change My Life [Strut Records]
  23. Fistful Of Mercy - With Whom You Belong [Hot Records]