Don't miss: NUM Radioshow #017 morgen Abend!

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 31. März 2011
New Urban Music Show 17

Morgen ist es wieder so weit: Ab 19 Uhr läuft meine New Urban Music Radioshow auf dem Soulsender. Was euch erwartert, lest ihr in der Programmvorschau:

Inspiration kann von überall kommen. Diesmal kommt sie aus Japan und Nordafrika, beide Regionen Brennpunkte der internationalen Aufmerksamkeit in den vergangenen Wochen und Monaten. Der Sound dieser Sendung ist geerdeter, ruhiger als sonst. Doch immer wieder blinzelt eine manchmal irritierende, manchmal elektrisierende Zukunft durch.

Salah Ragab and the Cairo Jazz Band haben schon in den frühen Siebzigern der Freiheit musikalischen Ausdruck verliehen, die die Ägypter heute erreicht haben. Quasimode aus Tokyo greifen bei ihrer Intepretation von Jazz besonders auf Einflüsse aus den Sechziger und Siebziger Jahren zurück.

Viele der Songs dieser Sendung sind ebenfalls vom Funk und Soul dieser Zeit geprägt, kleiden den Sound aber in ein neues, aktuelles Gewand. Dennis Coffey, einer der Funk Brothers, oder Ebo Taylor waren schon damals dabei, Taylor McFerrin, Slakah The Beatchild, Amalia oder Rime stehen für die neue Generation, die sich kreativ mit ihren Roots auseinandersetzt.

Ich hoffe, dass ich die Chat-Seite wieder an den Start bekomme, letztes Mal lief sie ja recht gut. Dann können wir wieder chatten und dabei Musik hören. Ich freue mich schon drauf. Wer ist alles mit von der Partie?

Foto cc-by Doug Wilson.

Awesome Tapes From Africa

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 30. März 2011

Awesome Tapes from Africa

Immer wenn Brian Shimkovitz von einer Reise nach (West-)Afrika nach Brooklyn zurückkam, hatte er die Koffer voller Kassetten mit afrikanischer Musik. Vor fünf Jahren forschte er sogar eine Zeitlang als Musikethnologe über Hip Hop in Ghana. Wieder zuhause eröffnete er sein Weblog, Awesome Tapes from Africa. Dort stellt er seitdem regelmäßig die vielen Tapes seiner Sammlung vor.

Mittlerweile reist er als DJ und Spezialist für afrikanische Musik rund um den Globus, war auch schon öfter in Deutschland, und wird im Juli auf dem Worldwide Festival in Südfrankreich auflegen. Sagt man eigentlich "auflegen" bei Kassetten? Egal, jedenfalls hat er einen kurzen Mix produziert, in dem er sechs Tracks aus seiner Kollektion vorstellt. Die Soundqualität entspricht der von alten Tapes, aber der Kraft der Songs tut das keinen Abbruch. [via]

Beyondjazz Vol. 4

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 28. März 2011

Ausschnitt des Albumcovers

Viereinhalb Jahre sind seit der Veröffentlichung von Beyondjazz Vol. 3 vergangen, jetzt ist der Nachfolger da. 13 exklusive Tracks von engen Beyondjazz-Freunden aus der ganzen Welt wie Opolopo, Emanative, Kira Neris oder Aybee sind darauf zu enthalten. Das Album für gerade einmal 7 Euro als Download erhältlich.

Beyondjazz war früher der Name eines populären Forums für Nujazz und artverwandte Musik. Irgendwann ließ das Interesse am Forum nach, aber Beyondjazz lebt weiter als Radiosendung/Podcast mit über 400 Ausgaben, als Blog und eben auch durch die Compilations

Unterstützt wurde Beyondjazz Vol. 4 durch Tokyo Dawn Records' Fabien, der das Mastering übernommen haben; und das Design stammt selbstverständlich von Lensco. Ein Muss für alle früheren Forums-Teilnehmer, aber auch für alle, die sich für Musik über Jazz hinaus interessieren, und ein echter Hörgenuss!

Fresh Poulp Label Compilation

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 24. März 2011

Fresh Poulp aus dem französischen Orléans ist eins meiner allerliebsten Netlabels in Sachen Electro Dub und Drum'n'Bass, häufig noch gewürzt mit einer Prise orientalischer Exotik. Das ist so in etwa der musikalische Rahmen, der die bisher 56 Releases umfasst. Netlabelism hat Fresh Poulp nun ein Feature und eine sehr, sehr empfehlens- und hörenswerte Compilation gewidmet.

John Zorn presents Masada

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 24. März 2011

John Zorn

Der Komponist und Multiinstrumentalist John Zorn stellt in der Sendung Spinning On Air auf WNYC sein Projekt Masada vor. Seit fast 20 Jahren gibt es die Band in unterschiedlichen Besetzungen, aber Masada ist mehr als das. Masada ist auch ein "Songbook" mit um die 600 kurzen Kompositionen, die festgelegten Regeln folgen. So werden etwa nur bestimmte Tonarten verwendet, die auch in der traditionellen jüdischen und Klezmer-Musik benutzt werden. Zorns Ziel war es, modernen jüdischen Jazz zu komponieren, eine radikale Mischung aus Klezmer und Ornette Coleman.

Die Masada Songbooks mit ihren mehreren hundert Werken, die Zorn in relativ kurzer Zeit komponiert hat, sind aber nicht nur Grundlage für Zorns Projekte, sondern sollen auch Dritten als Vorlage und Inspiration dienen. Zwar sind die eigentlichen Bücher noch unveröffentlicht, aber Aufnahmen mit Zorns diversen Bands existieren und werden von anderen Musikern nachgespielt. Zorn selbst erklärt das aber viel besser in der Radiosendung.

Direktdownload

Mich hat das jedenfalls dazu gebracht, den ganzen Tag Musik von John Zorn bei der Arbeit zu hören. Manche seiner Aufnahmen sind allerdings zu intensiv, experimentell und lärmend, um sie nur nebenbei laufen zu lassen. Darauf muss man sich einlassen. Auf diesen Trip gebracht hat mich übrigens der Kleinski!

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6 Jahre New Urban Music Blog

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 23. März 2011

Feuerwerk

Heute vor sechs Jahren, am 23. März 2005, erschien mein erster Beitrag hier im New Urban Music Blog. Damals noch mit der Vision vor Augen, eine Plattform für mehrere Autoren zu schaffen, habe ich dieses Blog dann doch kontinuierlich allein befüllt - und daran wird sich vermutlich auch so schnell nichts ändern. Von Beginn an ist die Seite frei von Werbung und dient daher ganz der Sache, der Musik.

Wobei, so ganz stimmt das natürlich nicht. Das NUMBlog ist selbstverständlich auch mein ganz persönliches Spielzeug, ein Fenster zur Welt. Aus den anfänglichen Verlinkungen zu anderen Musikblogs sind längst echte Freundschaften zu den Personen dahinter entstanden. Das Blog hat mich nicht berühmt gemacht, ist aber ein wichtiger Teil meines Lebens geworden. So pathetisch darf ich heute mal klingen, oder?

So manche Sau wurde in den letzten Jahren durchs Internet getrieben, die Bloglandschaft hat sich enorm verändert, manches ist professioneller geworden, vieles aber auch nicht. Genau wie dieses Blog, das ich immer noch im wahrsten Sinne amateurhaft betreibe. Das wird auch weiterhin so bleiben, mal mit mehr und mal mit weniger Ehrgeiz, solange ich mich hier wohlfühle.

Zum Wohlfühlen gehört natürlich auch der Look. Nach über drei Jahren mit dem gleichen Design und rechtzeitig zum sechsten Geburtstag habe ich diesem Blog wieder ein neues Aussehen verpasst. Die Seite sollte nun lesbarer und etwas aufgeräumter sein, ein wenig rot ist geblieben, und der Hintergrund bleibt zunächst eher dunkel und basiert auf diesem Original. Und ich habe mir ein neues - was heißt neu, es ist das erste - Logo gebastelt, das auf einer Grafik des Berliner Künstlers Johannes Einfalt basiert.

Ansonsten habe ich das Layout mehr oder weniger auf HTML5 umgebaut und ein paar Javascript-Spielereien eingefügt. Auf der Startseite werden bestimmte Beiträge in einem animierten Slider präsentiert (daraus könnte ich bei Interesse vielleicht ein S9y-Plugin machen). Rechts werden per Javascript die drei neuesten Bilder und Videos aus meinem Posterous nachgeladen. Einen fähigen Browser vorausgesetzt lassen sich eingebettete MP3s ab sofort auch über den eingebauten Audio-Player (via das HTML5-Audio-Element) anhören, wie z.B. in diesem Beitrag.

Sicher ist noch nicht alles perfekt, und wie in der Vergangenheit wird es auch immer wieder Veränderungen und Experimente geben. Ganz oben in der Menüleiste habe ich einen Link "Spielwiese" angelegt, der demnächst auf eine eigene Seite mit wie auch immer gearteten Experimenten führen soll. Noch weiß ich genauso wenig wie ihr, was uns dort erwartet, aber ab und zu will ich eben Dinge ausprobieren. Die Resultate werden dann dort vorgestellt.

So, und ich gehe jetzt feiern :-)

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