Mumu Player

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 30. Mai 2011

Header-Grafik des MuMuPlayers

Nein, nicht was ihr jetzt denkt! Hier geht es nach wie vor um Musik! Und in diesem Fall um Musik, die man gemeinsam mit Freunden online hören kann. Mumu Player ist eine Webseite (aus Dänemark afaik, vielleicht ist Mumu ja dänisch?), auf der man mit bis zu fünf Freunden gleichzeitig Musik hören und chatten kann.

Was sich erstmal gar nicht besonders anhört, macht ziemlich viel Spaß. Zum Ausprobieren hatte ich einen eigenen Raum angelegt und über Twitter ein paar Freunde eingeladen:

Möchte noch jemand joinen? http://www.mumuplayer.com/newurbanmusic Exzellentes soziales Playlist-Mixen #betaless than a minute ago via TweetDeck Favorite Retweet Reply

Es hat nicht lange gedauert, und der Raum war voll. Jeder im Raum kann einzelne MP3s hochladen, die dann an die Playlist angehängt werden. Jeder kann auch Songs starten, stoppen, überspringen und sogar aus der Warteschlange löschen. Oben wird angezeigt, welches Lied gerade läuft, und links kann gechattet werden. Die Oberfläche sieht so aus (Anmerkungen und Pfeile sind von mir):

Screenshot von Mumu Player mit Anmerkungen von mir

Es hat etwas gedauert, bis wir das Hochladen und Abspielen koordiniert hatten, weil wirklich jeder den gleichen Titel hört. Wenn ein Teilnehmer auf "Stop" klickt, hört die Musik für alle auf. Klingelt bei einem das Telefon, kann er auf den "Mute"-Knopf klicken, was sich dann nur auf den eigenen Browser auswirkt. Über den Chat lässt sich das alles aber sehr schnell klären.

Und dann kann man richtig viel Spaß haben, weil natürlich jeder versucht, coole Titel hochzuladen, und sich so fast automatisch eine tolle Playlist ergibt (manche bereuen das dann am nächsten Morgen, stimmt's, oooschn0r? *g*). Leider ist Mumu Player noch etwas wackelig, der Service ist ab und zu down. Aber probiert es trotzdem mal aus, es lohnt sich und macht Spaß!

Außerdem liegt das gemeinsame Musikhören mit Freunden via Internetz gerade voll im Trend: Für turntable.fm hat netzwertig.com gerade Suchtpotential festgestellt, outloud.fm bekämpft laut evolver.fm erfolgreich Einsamkeit, MixApp setzt noch mehr auf Facebook-Integration, und in Listening Room habe ich auch schon mal reingeschaut. Berichte folgen.

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Your Soul And Mine

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 30. Mai 2011

Foto vom Future Music Camp

Wie bereits geschrieben, war ich am Wochenende beim Future Music Camp 2011 (fmc2011) in der Popakademie in Mannheim. Der Zweiten Barcampregel folgend versuche ich, meine Eindrücke der zwei Tage hier wiederzugeben, auch wenn sich das fmc2011 als ein Mix aus dem relativ jungen Barcamp-Ansatz und klassischen Konferenzelementen wie Expertenvorträge, Workshops oder Technologie-Showcases sah. Die Barcamp-Sessions beschränkten sich daher auf die beiden Nachmittage.

Vorab ein paar Worte zur Organisation: Das Orga-Team hat gute Arbeit geleistet, für mich war es eine runde Veranstaltung. Zwar musste ich am Freitagmorgen lang auf meinen ersten Kaffee warten (schlechter Start), aber das blieb auch schon das einzige größere Ärgernis. Etwas schade fand ich auch, dass es nur zwei Session-Slots pro Tag für jeweils sechs Sessions gab - von 24 Sessions konnte man also an maximal vier teilnehmen. Dadurch verpasste ich viele interessante Themen, die zeitgleich behandelt wurde. Das ist natürlich ein klassisches Barcamp-Problem, wurde aber hier besonders deutlich. Gut fand ich, dass flexibel auf den Wunsch einiger "alter Barcamp-Hasen" reagiert und die wichtige Vorstellungsrunde eingeschoben wurde. So bekamen alle Teilnehmer einen guten Überblick darüber, wer die anderen Camper waren.

Nun aber zu den Inhalten: Die Talks und Showcases des ersten Tages hat Florian Junk in seinem Blog gut beschrieben, im Großen und Ganzen teile ich seine Meinung. Bemerkenswert fand ich ein paar neue Features und erhellende Eindrücke von tape.tv; und startnext, eine deutsche Crowdfunding-Plattform, nutzt nicht etwa PayPal (Amazon Payments gibt's noch nicht in Deutschland), sondern FidorPay aus Gründen, die mir Matthias Kröner von der Fidor Bank twitterte. Klingt nachvollziehbar. Zu den Sessions am Freitag kann ich nicht so viel sagen, da ich früher wegmusste und deshalb nur den Anfang der ersten Runde mitbekam. Auch die abendliche Party musste ich ausfallen lassen.

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Music Hack Day Berlin

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 26. Mai 2011

Music Hack Day Logo

Während ich das Wochenende in Mannheim auf dem Future Music Camp 2011 verbringen werde, treffen sich eine Menge Entwickler, Designer und Musiker in Berlin zum Music Hack Day. In den Räumen von MTV Networks haben sie in kleinen Teams 24 Stunden Zeit, um coole, neuartige Musik-Apps oder -Webseiten zu programmieren.

Das Phänomen Music Hack Day ist ein globales, in San Francisco und Barcelona fanden bzw. finden ähnliche Veranstaltungen statt. Allein in San Francisco entstanden in kürzester Zeit 55 so genannten Hacks. Viele davon sind öffentlich im Netz zugänglich, einige sind dabei, sich weiterzuentwickeln. Vielleicht werden coole Open Source-Projekte draus oder kleine Startups. Manche sind Spielereien, aber fast alle sind verdammt cool.

Die Idee dahinter, die auch viele Sponsoren anzieht, ist, dass diese Anwendungen die Schnittstellen (APIs) vieler verschiedener Dienste anzapfen und etwas Neues aus den Daten entwickeln, die sie zurückbekommen. Beispiele? Ein Beatport-Plugin für Ableton Live, Soundrain: Ein Monetarisierungs-Widget für Soundcloud, eine last.fm-basierte Radio-App für Android. Ich bin äußerst gespannt, was die Hacker in Berlin entwickeln werden, und werde in den nächsten Wochen einige der Ergebnisse vorstellen.

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Future Music Camp 2011

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 25. Mai 2011

Logo des #fmc2011

Am Freitag und Samstag (27./28. Mai) findet in der Mannheimer Popakademie zum dritten mal ein Barcamp zum Schwerpunktthema Musik statt: Das Future Music Camp 2011. Nachdem ich in den vergangenen beiden Jahren aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen konnte, sieht es diesmal gut aus. 

Speziell an diesem Themen-Barcamp ist nicht, dass sich Manager, Kreative und Konsumenten unter einem Dach treffen, sondern vor allem dass kommunikative Barcamp- und klassische Konferenz-Elemente gemischt werden. Die beiden Vormittage sind für "Talks" und "Showcases" eingeladener Sprecher (der Musikindustrie) reserviert, während nachmittags in offenen Sessions hoffentlich viel diskutiert wird. Hier das bisher feststehende Programm.

Glücklicherweise wurden auch schon eine ganze Menge Sessionvorschläge eingereicht, darunter "Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis - oder: Wieso digitale Kopien von Musik wertlos sind" von Musikpirat Christian Hufgard oder "Der Kampf ums Urheberrecht – Eine Schicksalsfrage für Musiker?" von Reimut van Bonn und Stefan Herwig

Auch ich würde gern eine Session halten, der ich den Arbeitstitel "Eine kurze Geschichte des Musikhörens auf dem Computer" gegeben habe. Ich habe versucht, das Thema folgendermaßen zu beschreiben:

Das MP3-Format hat vor wenigen Wochen seinen 18. Geburtstag gefeiert und ist somit endlich "erwachsen" geworden. Seit 1993 das MP3-Format veröffentlicht wurde, hat sich die Musik zunehmend vom physischen Datenträger gelöst und ist immer mehr ins Internet gewandert.

Ich möchte die wichtigsten Technologien, Audioplayer, Social Networks und Onlineshops, die in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden sind und das Musikhören revolutioniert haben, veranschaulichen. Neben dem Rückblick möchte ich mit euch den Status Quo feststellen und über die Zukunft von Musikdiensten, Audioplayern und Technologien diskutieren.

Außerdem möchte ich ein OSS-Projekt vorstellen, das viele der neuesten Technologien "unter einem Dach" vereint und einen (meiner Meinung nach) vielversprechenden Ansatz für die nahe Zukunft zeigt.

Über Interesse an der Session würde ich mich sehr freuen, auch wenn ich meine Gedanken vielleicht etwas unsortiert präsentieren werde. Meine Hoffnung ist, dass es einen regen Meinungsaustausch geben wird, vor allem was die Zukunft unseres Musikkonsums angeht. Ein paar zusätzliche Stichworte hierzu sind "Cloud", "Streaming", "Recommendation Engines", "APIs", "Intelligente Playlisten".

Wer nicht vor Ort ist und das Camp aus der Ferne verfolgen möchte, dem empfehle ich, auf Twitter das Hashtag #fmc2011 zu verfolgen. Und wer vor Ort ist und mit mir einen Kaffee trinken möchte, darf mich gern unter @numblog antwittern oder hier einen Kommentar hinterlassen :-)

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Four Hits In Fine Style - Soul Meets Reggae

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 24. Mai 2011

Cover

Bei sommerlichen Temperaturen wie gerade chille ich ja gern mal im Grünen und brauche dafür natürlichen den richtigen Soundtrack. Der sollte sehr entspannt sein, und da drängen sich Dub und Reggae ja förmlich auf. Die Four Hits In Fine Style EP von Give Thanks Records kommt da wie gerufen, denn sie enthält fünf offbeatige Versionen von Soul-Klassikern der Damen und Herren Ross, Gaye und Jackson bzw. The Supremes. Hätte auch schiefgehen können, ist aber super geworden! Eine Qualitätsempfehlung von alohastone.

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Amon Tobin - ISAM

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 19. Mai 2011
Amon Tobin
"Amon Tobin checking his equipment" by MDL.hu // CC BY 2.0

Das neueste Werk von Amon Tobin heißt ISAM und hört sich ungefähr so an, wie sich ein brandaktueller Videospiel-Soundtrack zu einem futuristischen Ego-Shooter anhören sollte. Was Trent Reznors Quake-Soundtrack vor sage und schreibe 15 Jahren war (die Älteren erinnern sich vielleicht noch), wäre ISAM heute. Amon Tobin hat schließlich auch schon den Soundtrack zum 2002er Videospiel Splinter Cell komponiert. Einziges Problem: Diesmal gibt es gar kein Computerspiel.

Amon Tobin hat stattdessen beschlossen, das Game sozusagen auf die Bühne zu bringen. Für die wenigen Live-Auftritte zu ISAM hat Amon Tobin eine Menge kreative Nerds zusammengesteckt, die ihm bei der Umsetzung seiner audiovisuellen Ideen helfen sollten. Einen Vorgeschmack auf das wohl beeindruckende Resultat zeigt der folgende Trailer:

"Amon Tobin - ISAM" vollständig lesen

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