
PressPausePlay nennt sich ein Dokumentarfilm darüber, wie die Möglichkeiten der digitalen Produktionstechniken die Kreativität und die Produktion und Rezeption von Kunst verändern. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Video, Film und Animation, aber auch Musik. In 80 Minuten kommen dabei so unterschiedliche Kreative wie Moby, Ólafur Arnalds, Seth Godin oder Bill Drummond zu Wort.
Ich habe den Film erst zu zwei Dritteln gesehen, aber interessant finde ich, dass das alles genau jetzt schon passiert. Die Doku wirft also keinen utopischen (oder dystopischen) Blick auf die Zukunft, sondern zeigt Beispiele von heute. Wie eignen sich junge Leute die neuen technologischen Möglichkeiten an, wie gehen sie damit um, wie kollaborieren sie. Produziert wurde PressPausePlay von House of Radon in Schweden.
Gedreht wurde u.a. in Island, den USA, England und Japan, aber auch in Deutschland lassen sich mit Sicherheit ähnliche Beispiele finden, auch wenn man vielleicht etwas länger nach ihnen suchen muss!? Die Aussage ist, soweit ich das schon beurteilen kann, dass es sehr einfach geworden ist, kreativ zu wirken. Die Produktionsmittel sind viel einfacher zugänglich als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Ob man das nun "Demokratisierung" nennen mag oder nicht, ist eine andere Frage.
Schaut euch den Film an, bildet euch eine eigene Meinung. Das Schöne ist nämlich: Den Download per BitTorrent gibt's umsonst in Versionen mit 1080p und 720p. Außerdem gibt es eine interaktive Fassung mit noch mehr Inhalt, die aber Adobe AIR benötigt, das ich nicht mehr mag. Und die iTunes- und Amazon-Kaufoptionen gelten wohl nicht für Deutschland. Aber der kostenlose Download dürfte sowieso die sinnvollste Variante sein. Oder ihr guckt einfach hier:






