Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, und nun ist es soweit: Mit EMI verzichtet der erste Major auf DRM und verkauft seine unverkrüppelten Musikdateien zunächst auf iTunes. Auf heise sind die Ankündigung von EMIs CEO Nicoli und deren mögliche Ursachen und Folgen schön zusammengefasst. Auch die Blogosphäre brummt mächtig. EMI und iTunes sind den anderen Großen jetzt also einen Schritt voraus und folgen damit vielen Indies und kleineren Online-Shops. Jetzt bitte noch eine größere Auswahl an Dateiformaten (sprich: Ogg, FLAC) und bessere Preise. Geht doch.
Neue Töne kommen währenddessen auch von einem anderen Major, nämlich Sony. Dort will man in Zukunft keine Demo-CDs mehr sehen, sondern ermutigt Bands, ein eigenes Blog bei Sony einzurichten und dort Songs und Videos hochzuladen. Die klassische A&R-Jobbeschreibung ändert sich also radikal, bis 2010 will Sony auch die Beziehung zu den gesignten Künstlern auf eine neue Basis stellen. Künstler sollen Partner in einem Joint Venture mit Sony werden, die Erträge werden dann 50:50 aufgeteilt. Offenbar wurde bereits jetzt schon der erste 50-50 on everything
-Deal abgeschlossen. Wie netzonfire schreibt, gilt das aber bisher nur für UK. Trotzdem ein bemerkenswerter Strategiewechsel, sofern es sich dabei nicht um einen Aprilscherz gehandelt hat.








