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Splice: Sequencer im Browser

Ich sitze schon den ganzen Vormittag fasziniert vor Splice und schiebe funky Basslines, Rhodes Pianos und Drumsounds umher. Was man mit einem Sequencer halt so macht. Der Hammer ist halt, dass Splice komplett in Flash 9 realisiert wurde und damit innerhalb des Browsers läuft. Und das sogar ziemlich gut (auch unter Linux). Peter Kirns längeres Interview mit Bram de Jong, dem Chefentwickler von Splice, hat mich endgülitg dazu gebracht, dass Teil mal auszutesten. Aber bevor ich auch noch den Rest dieses sonnigen Samstags vor dem Rechner verbringe, fasse ich hier schnell die wichtigsten Punkte zusammen.

Splice erlaubt es ohne besonderen Aufwand, kurze Tracks zusammenzubasteln, zu speichern, zu veröffentlichen (unter wählbarer Creative Commons-Lizenz) und anderen Usern zu ermöglichen, die Tracks wiederum zu remixen. Die heutzutage obligatorischen Community-Features (Friends, Discussions, Votings usw.) fehlen natürlich nicht, außerdem werden wohl ab und an Contests veranstaltet - momentan scheint allerdings keiner zu laufen. Neben kompletten Tracks können auch einzelne Sounds eingestellt werden. Außerdem greift der eigentliche Sequencer mittels einer Suchfunktion problemlos auf die Datenbank des Freesound Project zu. Man kann also sofort loslegen, ohne sich zunächst um eigene Sounds Gedanken machen zu müssen.

Regelmäßig werden im Splice Blog Tipps und Tricks veröffentlicht, Einsteiger sollten sich zuerst das Tutorial auf YouTube ansehen. Fortgeschrittene können sich dann im Forum austauschen. Das Projekt macht schon einen ziemlich ausgereiften Eindruck und sollte auch kleinere Produktionen ermöglichen, die über reines Funbasteln hinausgehen. Wer ernsthaft komplexere Tracks bauen möchte, sollte wahrscheinlich doch auf einen "richtigen" Desktop-Sequencer ausweichen, aber zum Ausprobieren, Kontakte knüpfen und Feedback erhalten ist Splice sicherlich die momentan beste aller Optionen.

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