Netaudio Minimal

Geschrieben von Matthias Gutjahr • Samstag, 13. Oktober 2007

Netaudio und Netlabels spielen hier im Blog in letzter Zeit kaum noch eine Rolle, stelle ich fest, als ich den Phlow-Bericht über das Netaudio Festival 2007 in Berlin lese. Die Konferenz mit Workshops und Parties fand am vergangenen Wochenende statt und stieß auf geteilte Resonanz. Die Szene refklektiert ihr Treiben durchaus selbstkritisch. Ich freue mich natürlich immer über gute, neue Releases, aber in letzter Zeit sind mir nur wenige untergekommen.

Wenn ich mir also überlege, woran es liegt, dass ich hier so wenig Netlabel-Musik vorstelle, dann ist da vor allem ein Problem, das sich auch am Party-Abend des Festivals offenbarte. Dort lief auf drei Floors den ganzen Abend gleichzeitig nur Minimal Techno und Techhouse. Und das ist nunmal nicht meine Musik. Klar, man war in Berlin, der Minimal-Haupstadt, und klar, viele Netlabel-Releases sind Minimal, weil sich das mit einfachen Mitteln am eigenen Computer zusammenbasteln lässt. Ein richtiges Aufnahmestudio wäre im Vergleich teuer. Aber ich ertappe mich mittlerweile dabei, Netaudio mit Minimal gleichzusetzen, und das kann es ja wohl nicht sein.

Es gibt auf Netlabels guten Hip Hop, Dub und auch mal jazzigere Sachen, und ich werde versuchen, in Zukunft wieder einige Perlen ausfindig zu machen. Aber es ist und bleibt schwierig, zumal ich einfach nicht die Zeit habe, mich stundenlang durch lange Releaselisten und Podcasts durchzuhören. Daher sind Empfehlungen immer willkommen. *hinthint*

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