Ok ok, nachdem die Kommentare des letzten Eintrags hier schon ausgiebig zum Top 5-Droppen genutzt wurden, bewirft mich die KonFerenz nun mit einem RückSchau-Stöckchen, so dass ich mir jetzt doch Gedanken machen muss, wie meine nicht automatisch erstellten Jahrescharts aussehen. Also gut, filtere ich in Amarok eben nach "year:2008" und werfe einen Blick in meine kleine Plattenkiste - was haben wir denn da schönes?
- Aaron Jerome - Time To Rearrange: Diese Scheibe traf mich Anfang des Jahres völlig unvorbereitet, obwohl Mr Jerome mir zuvor schon durch einige Remixes aufgefallen war, die in den einschlägigen Radioshows hoch und runter gespielt wurden. Aber Time To Rearrange ist noch eine Nummer besser. Hätte vielleicht noch ein bisschen steiler gehen können, der gute Mann, aber das tut der Laune keinen Abbruch. (BBE)
- Flying Lotus - Los Angeles: Die Erwartungen waren hoch und sind beim ersten Durchhören nur scheinbar enttäuscht worden. Den mit jedem Hören wird man tiefer in dieses Sound-Meisterwerk hineingesogen. Sehr zu empfehlen während langweiliger Zugfahrten durchs bayerische Hinterland, auch oder gerade weil das so im Kontrast zum Titel steht. (Warp)
- Jazzanova - Of All The Things: Das mit der größten Spannung erwartete Album des Jahres, jedenfalls in NuJazz-Kreisen. Hat sehr zwiespältige Gefühle zwischen Liebe und Hass ausgelöst. Ich liebe es, spätestens seit dem Henrik Schwarz-Remix der ersten Single "Let Me Show Ya". Punkt. (Verve)
- Jackson Conti - Sujinho: Ein Projekt von Madlib und Ivan "Mamão" Conti der Siebziger-Jahre-Legende Azymuth. Beatz-Head meets Brasil-Fusion, und heraus kommt der Beweis, dass Hip Hop noch lange nicht tot und die kreative Kraft das brasilianischen Jazz noch lange nicht verblasst ist. Und wo anders als auf Kindred Spirits hätte diese Platte erscheinen können?
- JD73 - Zeros and Ones: Diese Kiste enthält soviel Energie und Fröhlichkeit, die musste ich einfach gut finden. Der Junge aus Leeds sich erst langsam in mein Herz spielen müssen, aber die Mischung aus Funk, Cosmic Boogie, Jazz und Broken Beats ist unwiderstehlich. (Monumental)
- Quiet Village - Silent Movie: Zum abschließenden Chill-Out sehr geeignet, super entspannte Klänge von balearisch bis psychedelisch. Ein Soundtrack für den Sommer und vielleicht gerade auch für den Winter. (K7)
So, das waren die Top 6, deren Auswahl mit wirklicht nicht leicht gefallen ist. Auf den Plätzen folgen u.a. Unforscene, 2bo4, Build An Ark, der Spiritual Jazz-Sampler auf Soul Jazz, The Million Dollar Orchestra, J-Live, Karl Hector & The Malcouns und und und. War also gar nicht mal so übel, dieses 2008. An die besten Singles wage ich mich erst gar nicht heran, auch wenn sich da mit Sicherheit einige Highlights finden würden, die aus der Menge herausragen.
Schreibt doch bitte eure Lieblingsplatten des Jahres in die Kommentare, ich bin sehr gespannt, was es noch zu entdecken gab, wo wir uns vielleicht alle einig sind, oder wo die Meinungen auseinander gehen. Das Stöckchen werfe ich außerdem weiter an die werten Twitter- und Blogger-Kollegen @kleinski, @withoutfield, @gabrielriquelme, @souleil, @djmq, @flashfonic und @eikman. Beinahe ein Rundumwurf, ich bitte um rege Teilnahme, Herrschaften!








