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Kampf für die Meinungsfreiheit von Musikern

Freemuse Award

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bzw. ihre deutsche Sektion haben ihrem aktuellen Amnesty Journal (eine Zeitschrift auf Papier) das Titelthema "Der Sound der Freiheit: Musik und Menschenrechte" verpasst. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird der Themenbereich untersucht. So schreibt etwa Tobias Rapp in Der Krieg der iPods über die Folter von Gefangenen in Guantanamo durch die stundenlange Beschallung mit lauter (US-amerikanischer) Musik und dass Bands wie Metallica oder Drowning Pool das auch noch cool finden.

Daneben findet sich auch ein (online nicht verfügbarer) Bericht über die dänische Organisation Freemuse. Die 1999 gegründete Menschenrechtsorganisation setzt sich für verfolgte Musiker vor allem in Afrika, im Nahen Osten und Südasien ein. Zwar ist das Phänomen der Musikzensur nicht neu, aber in vielen Staaten immer noch brandaktuell. Musiker in Diktaturen wie Simbabwe oder Myanmar, aber auch in Afghanistan oder der Elfenbeinküste sind Musiker, ähnlich wie Schriftsteller und Reporter, Repressalien ausgesetzt.

Eine Sammlung von mehr oder weniger historischen Zensurmaßnahmen, also von Eingriffen in die Meinungsfreiheit, sammelt die Freemusepedia, Fälle aus den vergangenen zehn Jahren sind im Newsbereich zu finden. Dabei tauchen immer wieder auch Fälle aus Deutschland auf. Wenn die Musiker selbst zur Missachtung von Menschenrechten auffordern, kann ein Verbot auch durchaus berechtigt sein. Freemuse dokumentiert es trotzdem.

Mit zahlreichen Aktionen geht Freemuse immer wieder an die Öffentlichkeit: Jährlich wird der Freemuse Award verliehen, am 3. März 2011 ist Music Freedom Day, und Anfang dieses Jahres wurde ein Sampler mit verbotener Musik herausgegeben. Listen To The Banned enthält 14 Songs größtenteils afrikanischer und arabischer Musiker und ist ziemlich erfolgreich in die World Music Charts eingestiegen. Im YouTube-Channel könnt ihr in jeden Song reinhören.

Bei Amnesty Deutschland finden sich weiterführende Infos zum Thema Menschenrechte und Musik. Vielleicht können wir ja am 3. März auch eine Blog-Aktion auf die Beine stellen? Versucht mal bitte, mit daran zu denken.

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Kommentare

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Ey Lou am :

* Was Deutschland angeht, stammt allerdings die überwiegende Mehrheit verbotener Alben von Nazi-Bands. Darunter sind auch Songs, die wirklich alles daransetzen, so grausam wie nur irgendwie möglich zu sein. Das ist noch mal eine andere Qualität als eine Band, die vielleicht en detail vom Menschen-Zerstückeleien singt, aber ihre Songs nicht unbedingt als Handlungsaufforderung versteht. Wenn sowohl der Inhalt als auch die Intention eines Werkes menschenverachtend sind, ist ein Verbot meiner Meinung nach durchaus legitim.

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