Skip to content

Spaß mit virtuellen DJs: turntable.fm

Screenshot von turntable.fm
Der Club turntable.fm/newurbanmusic im Partymodus

Nachdem ich vor kurzem via Twitter zum großen MuMu Player-Test geladen hatte, war jetzt turntable.fm an der Reihe, das einen Facebook-Account voraussetzt. Beide Angebote haben einiges gemeinsam: Jeweils bis zu fünf Freunde können gemeinsam und räumlich getrennt über den Browser Musik hören; zusätzlich können sie über einen integrierten Chat miteinander kommunizieren; und ziemlich neu sind beide Dienste auch noch.

Das war es aber dann schon mit den Gemeinsamkeiten. Während das Login beim MuMu Player über den Twitter-Account läuft, ist turntable.fm nur für Facebook-Freunde zugänglich. Diese können aber wiederum ihre Freunde mitbringen, so dass auch mehr als fünf Benutzer im virtuellen Club Musik hören können. DJ spielen können aber nur fünf gleichzeitig, die der Reihe nach einen Song beisteuern dürfen, wobei niemand weiß, welchen Song der DJ neben einem gleich spielen wird.

Das fördert die Spannung, wie überhaupt turntable.fm auf spielerische Ansätze, die so genannte Gamification, achtet. Musikstücke können für awesome befunden oder als lame abgestempelt werden. Klicken zu viele Teilnehmer auf den virtuellen "Daumen runter", bricht der Song ab und der nächste DJ darf ran. Gefällt den Club-Besuchern ein Song, bekommt der DJ dafür einen Punkt. Wer fleißig Punkte sammelt, darf sich später einen neuen, größeren Avatar aussuchen.

Dieser kann so aussehen wie der von Seth Goldstein. Während Stylewalker, Saetchmo, Walter Marinelli, Thomas und ich unsere kleine Crowd bespielten, schaute turntable.fm-Mitgründer Seth nämlich kurz rein und fragte - als guter Gastgeber - nach unserem Wohlbefinden. Was soll ich sagen: Wir hatten jede Menge Spaß! Seth durfte dann übrigens auch auflegen und spielte DJ Vadims "Soldier" - die Nadel auf der "Awesome"-Skale schlug ganz nach rechts aus.

Nebenbei konnten wir aber auch erfahren, dass eine Mobile-App schon auf der ToDo-Liste steht (aktuell werden fähige iPhone-Devs gesucht), und dass die Musik von Medianet zur Verfügung gestellt wird. Anders als beim MuMu Player kann nämlich nicht nur selbst hochgeladene Musik gehört werden, sondern ein recht umfangreicher Katalog ist bereits integriert.

Features wie der Chat, die witzigen Avatare, die Offenheit für weitere Zuhörer und die Spielansätze sorgen dafür, dass turntable.fm extrem spaßig ist und für einen kurzweiligen Abend sorgt. Immer wieder schauten Facebook-Kontakte rein und blieben auch, wenn ihnen die Musik gefiel. Außerdem habe ich einige tolle neue Songs kennengelernt, die ich auch gleich bei last.fm oder Spotify vormerken konnte.

Bestimmt wird turntable.fm noch weiter ausgebaut. Da können ein paar Feature-Requests ja nicht schaden. Eine exportierbare Playlist wäre beispielsweise nett (ging auch als Browser-Plugin), besser Songübergänge oder die Möglichkeit, im eigenen Song "vorspulen" zu können. Aber das alles braucht es nicht zwingend für einen gelungenen Abend im Club. Anderen hat es offenbar genauso viel Spaß gemacht.

Screenshot von turntable.fm mit Chat
Viel Liebe zum Detail: Wenn es mal länger dauert, bis ein Song lädt, "Follow the White Rabbit"

Übrigens lässt sich anhand der Logos auf den DJ-Notebooks ganz leicht erkennen, welcher DJ ich bin, auch wenn ich zwischendurch den Platz gewechselt habe. Das würde ich ja zu gern auch mal im Real Life sehen ;-)

  • Twitter
  • Facebook

Trackbacks

New Urban Music Blog am : Eine kurze Geschichte des Musikhörens auf dem Computer

Vorschau anzeigen
Meine Session auf dem Future Music Camp 2011 in der Popakademie in Mannheim trug diesen doch etwas sperrigen Titel: "Eine Geschichte des Musikhörens auf dem Computer". Mir ist keine kürzere und bessere Beschreibung eingefallen, deshalb muss d

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Martone am :

* Also ich weiß ja nicht. Vielleicht muss ich mir das mal anschauen, aber irgendwie finde ich es eine komische Vorstellung, mit fünf Freunden nacheinander digital aufzulegen. Ich glaube ich komme lieber mal auf die andere Seite vom Rhein.....

Matthias Gutjahr am :

* Ist natürlich auch kein schlechter Plan ;-) Aber turntable.fm ist auch eine spaßige Angelegenheit; richtiges "Auflegen" ist es allerdings nicht. Wir können ja demnächst nochmal eine Runde starten ...

Kommentar schreiben

HTML-Tags werden in ihre Entities umgewandelt.
Gravatar, Pavatar, Favatar, Twitter, Identica, Monster ID Autoren-Bilder werden unterstützt.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Wenn Du Deinen Twitter Namen eingibst wird Deine Timeline in Deinem Kommentar verlinkt.
Bewirb einen Deiner letzten Artikel
Dieses Blog erlaubt Dir mit Deinem Kommentar einen Deiner letzten Artikel zu bewerben. Bitte gib Deine Blog URL als Homepage ein, dann wird eine Auswahl erscheinen, in der Du einen Artikel auswählen kannst. (Javascript erforderlich)
Formular-Optionen
tweetbackcheck