Brit Jazz Funk Mix

Geschrieben von Matthias GutjahrSamstag, 18. Mai 2013

Ich poste hier nur selten Mixe, auch wenn sie es viel öfter verdient hätten. Heute mache ich eine Ausnahme, aber vielleicht kommen solche Ausnahmen demnächst öfter vor, mal sehen. Gilles Peterson hat einen Brit Jazz Funk Mix für die Solid Steel Radio Show von Ninja Tune produziert. In einem kleinen Filmchen gewährt er uns einen Einblick in sein Plattenarchiv und stellt einige der raren Vinyls vor, die er in seinem Mix spielt:

Gilles spielt Titel von Incognito, Level 42, Hi Tension und auch jede Menge raren Stuff. Dazu passt der Aufruf vom Evolver.fm-Chefevangelisten Eliot Van Buskirk, "Please Find Rare Music and Put It on the Internet". Die komplette Tracklist findet ihr bei Soundcloud. Und hier ist der 77-minütige Mix. Enjoy!

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Kapitalismuskritischer Cumbia-Baile-Dub-Funk: Skip&Die

Geschrieben von Matthias GutjahrFreitag, 10. Mai 2013

Skip&Die

Heute zwecks Wochenendplanung mal wieder einen Blick aktuelle Schlachthof-Programm. Skip&Die waren da für heute Abend angekündigt, Cumbia Beats meet Baile Funk meets Latin Ragga. Liest sich spannend und klingt auch so, nämlich wie eine Mischung aus Diplo, Manu Chao, Buraka Som Sistema, Asian Dub Foundation, M.I.A und so weiter - ihr wisst, was ich meine. So gehen die Wahl-Amsterdamer, die sich viel Inspiration in Südafrika geholt haben, live ab:

Titel wie "La Cumbia Dictadura", "Love Jihad" und "Anti-Capitalista" lassen auf die politischen Inhalte der Band schließen, die Frontfrau Cata Pirata auf Spanisch, Portugiesisch, Englisch, Afrikaans, Xhosa und Zulu vorträgt. Das aktuelle Album "Riots In The Jungle" ist in Belgien bei Crammed Discs erschienen, einer der besten Adressen für Don't-call-it-World-Music.

Einen schönen Post mit jeder Menge Videos habe ich im Norient-Blog gefunden, dort bitte auch reinlesen und dazu das Album hören.

Auf dem Konzert im Schlachthof bin ich übrigens nicht, sonst hätte ich diese Zeilen ja nicht genau jetzt geschrieben. Merkt ihr selbst, ne? ;-)

Future Music Camp 2013

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 7. Mai 2013

Dass ich hier seit über zwei Monaten nichts mehr gebloggt habe, hat natürlich seine Gründe. Die ich hier gar nicht weiter ausbreiten möchte. Stattdessen möchte ich langsam wieder einsteigen und zumindest ab und zu wieder einen Post raushauen. Bin gespannt, ob und wie mir das gelingt, und in welche Richtung es gehen wird. Veränderung ist nämlich notwendig und gut, auch im Fall dieses kleinen Blogs hier.

Den Anfang soll ein Beitrag über das diesjährige Future Music Camp in Mannheim machen, denn über Barcamps soll schließlich gebloggt werden! Anders als in den Jahren zuvor war ich diesmal nur für einen (den zweiten) Tag in der Popakademie. Das FMC besteht ja seit einiger Zeit aus einem Konferenzteil mit geladenen Speakern und einem Barcamp-Anteil mit Platz für ca. 20 Sessions an zwei Tagen. Ganz so viel ging dann leider aber doch nicht:

Insgesamt war das Programm leider nicht so ganz nach meinem Geschmack. Wie Musiker Soundcloud nutzen können oder ihr Facebook sinnvoll bedienen mag vielleicht noch die Musik-BWL-Studenten von der Popakademie interessiert haben - mir fehlte da aber einfach das "Future"-Element. Vielleicht habe ich die visionären Talks einfach verpasst!?

Immerhin war die eine Barcamp-Session, die ich besucht habe, relativ nett. Ich hätte ja gern auch eine Session angeboten, aber mir fehlten Themen und Vorbereitungszeit. Womit der Kreis geschlossen wäre zum desolaten Zustand meines Blogs in den letzten Wochen.

Donald Byrd live in Montreux 1973

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 27. Februar 2013

Dass ich noch nicht über Donald Byrd, der bekanntlich vor gut drei Wochen von uns gegangen ist, gebloggt habe, sagt einiges aus über die Post-Frequenz hier. Aber es gibt momentan eben Wichtigeres zu tun, sorry. Donaldson Toussaint L'Ouverture Byrd II jedenfalls weilt nicht mehr unter uns, aber sein Werk wird uns alle überdauern. Allein seine beiden epochalen Alben aus den Mittsiebzigern des letzten Jahrhunderts, „Stepping Into Tomorrow“ und „Places And Spaces“ (um nur zwei herauszugreifen), dürfte jede und jeder schon zigmal gehört haben - im Original oder gesamplet.

Um so mehr freut mich die Meldung, dass Blue Note Records jetzt auf Nachfrage von Gilles Peterson Byrds Konzert in Montreux 1973 ausgegraben und online gestellt hat.

As a special tribute to this Jazz Immortal and as a gift to the legions of aficionados who, like all of us at Blue Note Records, treasure the music he's left behind, we are honored to present - for the first time - Donald Byrd, Live at Montreux from July 5, 1973.

[via bklyn]

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The Connection #8 feat. J.Nolan and Audiotreats

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 21. Februar 2013

Lokaler Qualitätscontent wird hier immer gern geshared, so auch diesmal. Auf dem Frankfurter Label Yosoy Music erscheint morgen die achte Ausgabe der Reihe „The Collection“ (Bandcamp), die eine Plattform für neue Projekte diverser Artists darstellt. Warum dieser achte Teil „The Connection EP“ (mit zwei N statt zwei L) heißt, erschließt sich mir zwar nicht ganz, ist ja aber auch egal!

Die EP enthält vier freshe Tracks mit Beats von Audiotreats aus Mainz und Rhymes von J.Nolan sowie einem Feature von Levi Watson. Soulful Hip Hop von der guten Sorte ab morgen beim Dealer eures Vertrauens erhältlich. Hier schon vorab mundwässernde zwei Minuten und achtundvierzig Sekunden.

Con los Urheberrechts-Terroristas!

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 19. Februar 2013

Diplo ist nicht nur DJ, Producer und Labelchef von Mad Decent, sondern mittlerweile auch echter Social Media-Profi (oder er wird gut beraten). Auf Twitter ist der einen Hälfte des (einstigen) Dancehall-/Hip Hop-/Moombahton-Duos Major Lazer das Mem #expressyourself zu verdanken. Weitaus bekannter ist mittlerweile allerdings das Mem zu „Harlem Shake“, einem Track des auf Mad Decent gesignten Trap-Producers Baauer.

Das hat auch das Label selbst erkannt und fördert natürlich die Viralität der Harlem Shake-Videos nach Kräften. Zumindest verhindert Mad Decent die Verbreitung nicht, was Martin Weigert in seinem Blogbeitrag mit dem Titel „Wie ein tolerierter Urheberrechtsverstoß dem Urheber einen Geldsegen beschert“ Vergleiche zur deutschen Situation ziehen lässt:

Hätte das Harlem-Shake-Mem seinen Ursprung nicht im angloamerikanischen sondern im deutschsprachigen Web gehabt und sich somit der hierzulande üblichen restriktiven Sicht auf das Urheberrecht gegenüber gesehen – es wäre schon im Keim erstickt worden.

Er spricht weiter von einer „Monetarisierung der Urheberrechtsverstöße“, also davon, dass sich im Internet auch mit nicht autorisierten Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken durchaus Geld verdienen lässt. Klar, das ist ein exponierter Ausnahmefall, aber Mad Decent hat hier das einzig Richtige getan. Vom Mem selbst gibt es übrigens seit kurzem die definitive Version. Ein Mem-Mashup, großartig!

Und hier das Original von Baauer:

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