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Kapitalismuskritischer Cumbia-Baile-Dub-Funk: Skip&Die

Skip&Die

Heute zwecks Wochenendplanung mal wieder einen Blick aktuelle Schlachthof-Programm. Skip&Die waren da für heute Abend angekündigt, Cumbia Beats meet Baile Funk meets Latin Ragga. Liest sich spannend und klingt auch so, nämlich wie eine Mischung aus Diplo, Manu Chao, Buraka Som Sistema, Asian Dub Foundation, M.I.A und so weiter - ihr wisst, was ich meine. So gehen die Wahl-Amsterdamer, die sich viel Inspiration in Südafrika geholt haben, live ab:

Titel wie "La Cumbia Dictadura", "Love Jihad" und "Anti-Capitalista" lassen auf die politischen Inhalte der Band schließen, die Frontfrau Cata Pirata auf Spanisch, Portugiesisch, Englisch, Afrikaans, Xhosa und Zulu vorträgt. Das aktuelle Album "Riots In The Jungle" ist in Belgien bei Crammed Discs erschienen, einer der besten Adressen für Don't-call-it-World-Music.

Einen schönen Post mit jeder Menge Videos habe ich im Norient-Blog gefunden, dort bitte auch reinlesen und dazu das Album hören.

Auf dem Konzert im Schlachthof bin ich übrigens nicht, sonst hätte ich diese Zeilen ja nicht genau jetzt geschrieben. Merkt ihr selbst, ne? ;-)

Hi-Hat Club Boxset

Fotos der Produzenten

Die erfreulichste Quelle frischer Hip Hop-Beats sprudelt, zumindest was Europa angeht, wahrscheinlich in - wait for it - Köln. Von dort aus versorgt Melting Pot Music (MPM) uns seit einiger Zeit mit der Hi-Hat Club-Serie von einigen der freshesten Hip Hop-Producern aus Berlin, Köln, Amsterdam und Wien. Die Rede ist von Suff Daddy, Dexter, Hulk Hodn, Twit One, Brenk, Fid Mella, Full Crate und FS Green. Sie alle sind auf einem der bisher fünf Releases zu hören.

Jetzt packt MPM die 5 LPs zusammen mit 2 Bonus-CDs und einem 52-seitigen Booklet mit tollen Fotografien von Robert Winter in ein schniekes Boxset, das am Freitag erscheint. Die Wartezeit verkürzt folgender Mix auf Soundcloud, der bei entsprechender Lautstärke die Boxen ordentlich vibrieren lässt:

José James bei Fabchannel

Eigentlich bin ich kein großer Freund von aufgezeichneten Livekonzerten, sei es im Fernsehen oder auf DVD. Es ist mir auch ein Rätsel, warum so viele Livemitschnitte über den Ladentisch gehen. Nun habe ich mir aber gerade das komplette Konzert von José James im Amsterdamer Paradiso vom 11. Januar 2008 angesehen (und nebenher Wäsche aufgehängt). Denn ursprünglich wollte ich mir seinen Auftritt in Frankfurt ansehen, was aber leider doch nicht geklappt hat. José James ist wohl einer der interessantesten Talente auf Gilles Petersons noch relativ jungem Brownswood-Label. Das Konzert, das von Fabchannel.com aufgezeichnet wurde, unterstreicht das ganz deutlich:

Fabchannel habe ich schon sehr lange auf dem Radar, allerdings aus den oben genannten Gründen immer nur am Rande. Das Unternehmen besteht bereits seit dem Jahr 2000 und wurde mit dem Ziel gegründet, unbekannteren Künstlern eine Plattform für Konzertvideos zu geben. Mittlerweile hat sich sogar die Stadt Amsterdam an Fabchannel beteiligt, und es stehen Hunderte Videos zur Verfügung. Stöbern lohnt sich also in jedem Fall, zumal die Qualität der Mitschnitte erstaunlich gut ist. Offenbar investiert man in hochqualitative Aufnahmetechnik, weil Konzerte auch als Live-Alben "zweitverwertet" werden sollen. Spricht ja auch nichts dagegen.

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