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Die Bandcamp-App für Fans

Bandcamp, die von vielen unabhängigen Musikern gern genutzte Vermarktungs-Plattform mit Online-Shop, wird offenbar kontinuierlich erweitert. Nachdem zuerst auf die Bedürfnisse der Künstler geachtet wurde, stehen mittlerweile Features für Fans im Fokus.

Bandcamp für Fans

Alle meine Erwerbungen (kostenlose Downloads as well as Einkäufe) landen in meiner Collection. Das klappt gefühlt nicht immer, vielleicht weil ich nicht immer im gleichen Browser eingeloggt bin, aber die meisten Sachen sind da.

Außerdem kann ich in meinem persönlichen Bereich Wunschlisten erstellen und mich mit Freunden verknüpfen. Meine Musik kann ich dort direkt im Browser abspielen, was ein ziemlich neues Feature sein dürfte.

Update: Gerade kam die Frage auf, wie man überhaupt einen Fan-Account bekommt. Bandcamp schreibt dazu: "So how do you get a Bandcamp fan account? Easy: buy something, support an artist, and we'll invite you." Ihr müsste also erst Musik bei Bandcamp kaufen und haltet dann irgendwann eine Einladung mit dem Fan-Account. Sorry, war mir nicht mehr bewusst, weil ich meinen Fan-Account schon eine ganze Weile habe.

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Google Play Music jetzt in Deutschland

Vor ein paar Minuten ist Google Play Music in Deutschland gestartet. Im Google Play Store ist eine neuer Menüpunkt "Musik" zu finden, dort gibt es ab sofort MP3s mit 320 kbit/s zu kaufen. Die Preise liegen nach ersten Berichten zwischen den üblichen 99 Cent und 1,29 € pro Titel bzw. zwischen 6,99 € und 15,49 €.

Screenshot Nuvola Player mit Google Play Music
Google Play Music im Nuvola Player für Linux

Wie bei den konkurrierenden Angeboten von Apple und Amazon können auch bei Google eigene Musikdateien in die Cloud kopiert werden und stehen dann quasi überall in gleicher Qualität zur Verfügung. Zu diesem Zweck muss lokal der Google Music Manager installiert werden, der die lokale Musiksammlung durchforstet und einen Fingerabdruck jedes gefundenen Songs erstellt. Über diesen Fingerabdruck wird geprüft, ob der Titel sich schon in Googles Katalog befindet. Ist dies der Fall, muss die Datei gar nicht erst hochgeladen werden, sondern wird von Google zur Verfügung gestellt.

Schwer zu sagen, ob das bei mir gut funktioniert oder was das Programm im Hintergrund macht, aber der Prozess wird wohl noch eine ganze Weile mit den mehreren Tausend Musikstücken beschäftigt sein, die ich vorerst einmal in die Cloud dupliziere. Und das, obwohl meine Sammlung wirklich gut getaggt ist. Aber ich lasse den Import einfach im Hintergrund weiterlaufen, stört ja nicht. Das Limit bei Google Play Music liegt bei 20.000 Titeln. Ob Tracks, die bei Google gekauft wurden, zu dieser Summe zählen oder nicht (wie bei Amazon), weiß ich momentan nicht.

Die Wiedergabe der Musik erfolgt übrigens im Browser oder über geeignete Clients. Für Android-Nutzer gibt es schon länger eine die zugehörige Player-App, die Musik direkt aus der Cloud streamen kann und auch das Herunterladen der eigenen Musik ermöglicht, so dass die Musik auch offline gehört werden kann.

Für Linux-Nutzer lohnt sich die Installation des Nuvola Players, der sich gut in meinen Gnome-Desktop integriert. In Sachen Google Play Music bettet Nuvola mehr oder weniger einfach den web-basierten Google-Player in ein separates Fenster ein (anfangs hieß Nuvola daher "Google Music Frame"). Nuvola kann sich aber auch mit anderen Musikdiensten in der Cloud verbinden. Momentan sind das neben Google Amazon Cloud Player, 8tracks, Grooveshark, Hype Machine, Pandora und Rdio (möglicherweise nicht alle in Deutschland verfügbar).

Spotify mit dem Handy fernsteuern

Spotify on XBMC Media Center: Spotimc
Spotify on XBMC Media Center: Spotimc (CC-BY Espen Klem)

Drüben in meinem anderen Blog habe ich in zwei Posts aufgeschrieben, wie sich Spotify unter Linux fernsteuern lässt - mit einem Android-Smartphone als Fernbedienung. Für die erste Lösung muss eine kleines Zusatzprogramm installiert werden, das die Befehle vom Phone an Spotify weiterleitet. Das funktioniert auch auf dem Mac und (eingeschränkt) unter Windows.

Zum anderen kann man sich auch gleich einen kompletten HTPC aufsetzen, also einen kostenlosen Mediacenter-Rechner, der bei mir neben dem großen Fernseher im Wohnzimmer steht. Darüber lässt sich dann nicht nur Musik auf Spotify hören, sondern auch Musik und Filme von der eigenen Festplatte oder von YouTube, aus Mediatheken und vielen anderen Quellen können abgespielt werden.

Für den einen oder anderen von euch Musiknerds sicher interessant, oder?

Musik-Apps für Android, Part I: Ethereal Dialpad

Mein Nokia E 60 ist ein kleines Brikett, hässlich aber WLAN-fähig, und deshalb war es auch lange Jahre mein treuer Begleiter. Vor ein paar Wochen habe ich mich nun entschieden, es in seinen wohlverdienten Ruhestand zu schicken und es durch ein moderneres Gerät zu ersetzen. Und da ich, wie sich eventuell herumgesprochen hat, eine gewisse Antipathie gegenüber den Produkten mit dem Apfel hege - Steve Jobs bestätigt mich gerade in letzter Zeit immer wieder darin -, ist es ein Android geworden, genauer ein HTC Desire. Privacy-Bedenken hin oder her, ich möchte mir nicht von einem grauhaarigen Choleriker vorschreiben lassen, was für Bildchen oder Filme ich mir auf meinem Taschencomputer ansehe, oder dass Musik mit Explicit Lyrics schlecht für mich sei.

Apropos Musik. Zugegebenermaßen gibt es fürs iPhone einige nette Musik-Apps, und was bisher auf dem iPad zu sehen war, könnte bald Einzug in die DJ-Booths halten. Android ist noch deutlich jünger und hat folglich noch nicht so viel musikalisches zu bieten. Ganz ohne musikalische Spielzeuge müssen wir Android-User dennoch nicht auskommen. In loser Folge möchte ich hier einige interessante Apps vorstellen. Den Anfang macht

Ethereal Dialpad

Market-Link als QRCodeDie App Ethereal Dialpad von Adam Smith ist ein Synthesizer mit Echtzeiteffekten, der über die Touchoberfläche des Android-Phones gesteuert wird.

Für iPhone-Besitzer dürfte das nichts Weltbewegendes sein, aber unter Android steht Ethereal Dialpad noch ziemlich allein da. Immerhin vier verschiedene Oberflächen (dialpads) animieren zum Ausprobieren, im Menü lassen sich Effekte hinzufügen und einige grundlegende Einstellungen vornehmen. Zurzeit sind folgende Einstellungen verfügbar:

  • Pitch Quantizer (Tonhöhe)
  • Oktaven
  • Delay
  • Flanger
  • Soft envelope (Hüllkurven)
  • Soft timbre (Klangfarbe)
  • Duett

Die Sounds lassen sich sehr intuitiv erzeugen, um z.B. halbwegs brauchbare Melodieläufe hinzubekommen, bedarf es aber schon einiger Übung. Ebenfalls vorgesehen ist die Möglichkeit, über den Market weitere Dialpads herunterzuladen; leider wurden während meiner Tests (noch) keine gefunden.

Bei Create Digital Music wird die App detailliert (auf Englisch) beschrieben, und der Entwickler selbst erzählt etwas von den Hindernissen bei der Programmierung von Ethereal Dialpad. Problematisch scheint vor allem das Fehlen eines soliden Sound-Frameworks für die Entwicklung von Android-Apps zu sein. Aber ich denke, je mehr ähnlich gelagerte Apps geschrieben werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein solches Framework irgendwann dabei abfällt.

Ich vermisse außerdem die Funktion, die eigenen Kreationen aufnehmen und ggf. auf einer Plattform sharen zu können. Aber zumindest das Recording sollte über den Kopfhörerausgang auf externen Geräten funktionieren.

Die App lief auf meinem Desire stabil und flüssig. Ethereal Dialpad ist kostenlos im Android Market verfügbar. Sterne gibt's bei mir nicht, aber ein Fazit: Es macht Spaß und wird nicht so schnell, dem Android-Phone mit Ethereal Dialpad Töne zu entlocken. Für einen "vollwertigen" Einsatz als Instrument fehlen allerdings noch ein paar Funktionen. Man darf aber gespannt sein, ob und wie sich die App weiter entwickelt.

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