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Die Bandcamp-App für Fans

Bandcamp, die von vielen unabhängigen Musikern gern genutzte Vermarktungs-Plattform mit Online-Shop, wird offenbar kontinuierlich erweitert. Nachdem zuerst auf die Bedürfnisse der Künstler geachtet wurde, stehen mittlerweile Features für Fans im Fokus.

Bandcamp für Fans

Alle meine Erwerbungen (kostenlose Downloads as well as Einkäufe) landen in meiner Collection. Das klappt gefühlt nicht immer, vielleicht weil ich nicht immer im gleichen Browser eingeloggt bin, aber die meisten Sachen sind da.

Außerdem kann ich in meinem persönlichen Bereich Wunschlisten erstellen und mich mit Freunden verknüpfen. Meine Musik kann ich dort direkt im Browser abspielen, was ein ziemlich neues Feature sein dürfte.

Update: Gerade kam die Frage auf, wie man überhaupt einen Fan-Account bekommt. Bandcamp schreibt dazu: "So how do you get a Bandcamp fan account? Easy: buy something, support an artist, and we'll invite you." Ihr müsste also erst Musik bei Bandcamp kaufen und haltet dann irgendwann eine Einladung mit dem Fan-Account. Sorry, war mir nicht mehr bewusst, weil ich meinen Fan-Account schon eine ganze Weile habe.

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mp3-kompatibel

Ein wesentlicher Grund, warum ich Apple-Produkte und speziell iTunes, iPod und Co. ablehne, ist die weitreichende Einschränkung der Benutzer durch DRM, geschlossene Systeme und monopolartige Marktmacht. Dass der Kopierschutz unter dem Euphemismus "Fair Play" vermarktet wird, trägt zu meiner Abneigung nur noch bei. Und selbst wenn es iTunes für Linux gäbe, würde ich es nicht nutzen. Die Alternativen sind zahlreich, aber die Herde trabt blind dem Hype hinterher (vgl. reality distortion field).

Von daher finde ich es durchaus begrüßenswert, wenn die britische Entertainment Retailers Association nun das altehrwürdige MP3-Format als Verkaufsargument herausstellt und mittels eines eigens entworfenen Logos darauf hinweist, dass sich MP3-Dateien auf quasi allen Playern abspielen lassen - nicht nur auf denen aus Cupertino. Natürlich geht es hier um Marktanteile, die man Apple abjagen möchte. schließlich haben sich mit HMV, Woolworths, 7digital, Digitalstores, Tescodigital, Tunetribe und Play.com durchaus Schwergewichte zusammengeschlossen. Aber anders ist das wohl gar nicht zu bewerkstelligen.

Etwas übers Ziel hinausgeschossen in der Bewertung ist allerdings gulli, wo MP3 schon als offenes Format angepriesen wird. Ganz so offen wie die wirklich offenen Alternativen ist es dann ja doch nicht. Übrigens kann ein iPod weder OGG noch FLAC abspielen, was z.B. die Player von Cowon traditionell können, so auch der neue S9. Haben will!

Eine Zukunft ohne DRM (und ohne A&R)?

Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, und nun ist es soweit: Mit EMI verzichtet der erste Major auf DRM und verkauft seine unverkrüppelten Musikdateien zunächst auf iTunes. Auf heise sind die Ankündigung von EMIs CEO Nicoli und deren mögliche Ursachen und Folgen schön zusammengefasst. Auch die Blogosphäre brummt mächtig. EMI und iTunes sind den anderen Großen jetzt also einen Schritt voraus und folgen damit vielen Indies und kleineren Online-Shops. Jetzt bitte noch eine größere Auswahl an Dateiformaten (sprich: Ogg, FLAC) und bessere Preise. Geht doch.

Neue Töne kommen währenddessen auch von einem anderen Major, nämlich Sony. Dort will man in Zukunft keine Demo-CDs mehr sehen, sondern ermutigt Bands, ein eigenes Blog bei Sony einzurichten und dort Songs und Videos hochzuladen. Die klassische A&R-Jobbeschreibung ändert sich also radikal, bis 2010 will Sony auch die Beziehung zu den gesignten Künstlern auf eine neue Basis stellen. Künstler sollen Partner in einem Joint Venture mit Sony werden, die Erträge werden dann 50:50 aufgeteilt. Offenbar wurde bereits jetzt schon der erste 50-50 on everything-Deal abgeschlossen. Wie netzonfire schreibt, gilt das aber bisher nur für UK. Trotzdem ein bemerkenswerter Strategiewechsel, sofern es sich dabei nicht um einen Aprilscherz gehandelt hat.

Steve Jobs will die Musik befreien

Hier über die aktuellen Vorschläge von Apple-CEP Steve Jobs zur Abschaffung des Digital Restriction Management (DRM) von digitaler Musik zu bloggen heißt vermutlich offene Türen einzurennen. Nach Jobs' Ansicht ist ein Großteil aller Musikdateien sowieso nicht durch DRM verkrüppelt, also sei der Aufwand, den Apple zur Wahrung seiner Verträge mit den Musikkonzernen treibt, eigentlich umsonst. Zumal die Musikindustrie angeblich immer noch 90 Prozent ihrer Musik ohne DRM verkauft, d.h. hauptsächlich auf CD. Nun mag Jobs zwar ein guter Mensch sein, vor allem aber dürfte ihn das Wohl seiner Firma interessieren. Und aus dieser Perspektive wird klar, was Jobs vermutlich wirklich stört: Apple muss große Summen in sein DRM-System investieren; die meiste Musik wird aber illegal aus den Netz geladen, anstatt im iTMS gekauft - denn dann lässt sie sich überall ohne Einschränkung abspielen. Also wäre es doch viel besser, Apple könnte sich die Entwicklungsarbeit und damit bares Geld sparen, die Leute würden trotzdem und noch viel öfter im iTMS einkaufen, und die Konkurrenz in Form von Microsoft und Sony gerät ins Hintertreffen. Aber kann Apple nicht das gleich passieren? Immerhin hat Wal-Mart bei den Video-Downloads schon schneller reagiert (allerdings ein offensichtlicher Schnellschuss: Öffnet mal diese Seite im Firefox). Und DRM-freie Downloadshops verkaufen zwar nicht die Musik der Big Four, aber die DRM-freie Musik der Indies, die gerade dabei sind, als "virtueller fünfter Major" ihre Position zu stärken. Andere, wie etwa Amazon und Limewire, ziehen demnächst nach. Daher mag der Wunsch von Steve Jobs bald Notwendigkeit werden, radikal ist er indes nicht. Fest steht jedenfalls: Es tut sich was auf dem digitalen Musikmarkt.

Update 08.02.07: Die Debatte nimmt Fahrt auf.

iPhone Klingelton-Remixe

Die Stärke des Reality Distortion Field hat mittlerweile nachgelassen, und wir sind wieder in der harten Wirklichkeit aufgeschlagen. Geblieben ist vorerst eine beeindruckende Designstude ... und ein Klingelton. Diese kurze Tonfolge, scheinbar gespielt auf digitalen Marimbas, macht jetzt eine steile Karriere. Quasi als Sample ist er Grundlage für diverse Remixe im Zuge des iPhone ringtone beat-making challenge von sneakmove. Die Teilnahme-Deadline ist zwar schon überschritten, aber die Gewinner stehen offenbar noch nicht fest. Reinhören macht aber Laune, und wer selbst remixen möchte, findet den iPhone%20Ringtone.mp3 - und zum Nachspielen gibt's sogar eine Transkription. Fehlt nur noch der praktische iPhone-Bastelbogen, und fertig ist das perfekte Neidobjekt für den Clubabend. [via]

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