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Collective Improvisation #12

Vergangenen Samstag war auf Arte Geek-Night, und auch die Musiksendung Tracks stand unter dem Motto Return Of The Geeks. Thematisiert wurde unter anderem Live-Coding, Mumblecore, Robort Art - und Mount Kimbie. Kann man sich ansehen (mind. für 7 Tage, I guess).

Dann flatterte heute noch ein Newsletter von Jakarta Records ins Haus, der den Sampler Sawtuha mit den Worten "Straight Outta Egypt" anpreist als

result of a recording session with 9 musicians from Libya, Egypt, Tunisia and Syria that spend 2 weeks in a studio in Tunis with Oddisee and Olof Dreijer of The Knife.

Die Studio Session, an der ausschließlich Frauen aus Nordafrika und dem Nahen Osten teilnahmen, wurde organisiert von Media In Cooperation And Transition, von denen hier im Blog schon einmal die Rede war. Die Leute da machen weiterhin gute Sachen, scheint mir. Ich habe mir das Album angehört und bin sehr positiv angetan.

43. Deutsches Jazzfestival Livestream

Auch dieses Jahr streamen der Hessische Rundfunk und Arte wieder die Konzerte des Deutschen Jazzfestivals in Frankfurt live ins Netz. Als Video.

Wer also gestern die mitreißenden Auftritte von The Aristocrats, Mostly Other People Do The Killing und Soft Machine Legacy verpasst hat, bekommt heute Abend ab 19 Uhr (also jetzt) die Gelegenheit, quasi live dabei zu sein, wenn unter anderem Nils Petter Molvær sein neues Album Baboon Moon darbietet. Oder die Stickmen mit Terry Bozzio den Sound des Chapman Stick vorführen. Jazzrock vom Feinsten.

Alle Videos zum Nachhören und -sehen gibt's im arte LiveWeb.

The Vinyl Rally

Ferngesteuerter Rennwagen fährt über Vinyl-Schallplatten

Wir alle lieben Vinyl, spielen es auch hin und wieder gern ab, pflegen unsere Sammlung und halten die Vinylscheiben frei von Staub und Kratzern. Ganz anders Lucas Abela: Für seine Installation The Vinyl Rally verbiegt, zerkratzt und bearbeitet der Australier seine Vinyls mit Messern, Nägeln und Schwertern und fügt sie schließlich zu einer Rennbahn zusammen, über die funkferngesteuerte Rennwagen rasen. Diese Boliden werden wie in einem Videospiel mit einem Lenkrad auf einem großen Screen gesteuert und sind mit Tonabnehmern versehen.

Rasen sie über die Vinyl-Schallplatten, entsteht ohrenbetäubender Lärm. Und Abela steht auf Noise, auf Lärm, auf Kakophonie:

The vinyl rally is an large-scale installation combining sound art, video art and kinetic sculpture into every kid and kidult’s dream-hybrid; an immersive participatory play-set playing off vinyl fetishism, video arcade mystique and the machismo of motor sports in a video game played within a real world setting!

So sieht die Vinyl Rally in Aktion aus:

Arte hat Abela vor einigen Monaten in der Sendung Tracks gefeatured, der Typ ist schon ziemlich durchgeknallt. Und was er da mit den schwarzen Scheiben macht, kann nur mit sehr hoher Toleranzschwelle noch Soundtrack genannt werden. Aber sei's drum. In drei Wochen könnt ihr euch die Installation übrigens live auf dem Lüften Festival in Frankfurt ansehen - aber den Ohrschutz nicht vergessen ;-)

Mapping NYC Hip Hop

Hip Hop und New York - das ist weit mehr als nur ein Mythos, denn die kulturelle Strahlkraft dieser geschichtsträchtigen Beziehung reicht mittlerweile über drei Jahrzehnte hinaus. Arte.tv widmet diesem Phänomen ein filmisches und interaktives Projekt.

Möglicherweise habt ihr bereits anderswo davon gelesen, trotzdem möchte auch ich ausrücklich auf New York Minute. A Hip Hop Guide to the Fast Life von arte.tv hinweisen. New York Minute ist eine Art Dossier über Hip Hop in New York und besteht aus einer sechsteiligen Video-Miniserie mit Porträts von Rappern aus den fünf Boroughs von NYC. Aus Brooklyn etwa Joell Ortiz oder das Label Ruff Ryders, aus Harlem G. Dep usw.

Eine schöne interaktive Karte des Big Apple veranschaulicht, wo Hip Hop in New York beheimatet ist. Eingeloggte Benutzer können selbst Hip Hop-Stories zur Karte hinzufügen und so eine Wissenssammlung zum Thema aufbauen - ähnlich der schon etwas älteren, aber ebenso großartigen Rap Map. Leider dürfte die Halbwertszeit des Projekts schnell erreicht und die Sammlung nicht nachhaltig erweitert werden. Doch selbst beim aktuellen Umfang macht es Spaß, sich durch die New Yorker Stadtviertel zu klicken und die eine oder andere Anekdote über Jaz-Z oder Paul's Boutique zu lesen.

Die Videos von New York Minute sind alle auch auf Vimeo zu sehen und bleiben uns somit auch erhalten, falls Arte einmal beschließen sollte, das Projekt abzuschalten. Teil eins der Serie könnt ihr hier im Blog ansehen.

Video-Livestream vom 41. Deutschen Jazzfestival Frankfurt

Live im Internet zu sehen sind die Konzerte des 41. Deutschen Jazzfestivals, das heute in Frankfurt beginnt. Unter dem Motto "Jazz im globalen Dorf" spielen Courtney Pine, Tony Lakatos, Jake Shimabukuro, Kangaba, Bill Evans und einige mehr in Frankfurt - und eben live im Stream bei ARTE Live Web oder bei hr-online.Getränkedose als Logo des Festivals

Heute Abend um 19:05 Uhr geht es los mit Stephan Schmolck Harm-o-troniX, danach folgen Steffen Schorn und die hr-Bigband mit Mongolia, die beim Jazzblogger kurz vorgestellt werden. Ich persönlich empfehle allerwärmstens den japanisch-hawaiianischen Ukulele-Wizard Jake Shimabukuro am Samstag Abend: Seht euch bitte unbedingt seine Videos auf YouTube an, und ihr wisst, warum er ein umwerfender Musiker ist und die Ukulele zu Unrecht unterschätzt wird. Aber auch die anderen Konzerte sind interessant und bieten Exotisches: Roma-Musik, afrikanisches Balaphon-Spiel, indische Jazz-Klänge und mehr. 

Die bessere Alternative zum langweiligen Fernsehprogramm stellt in den kommenden Tagen also das Internet (im Radio werden die Konzerte aber auch übertragen.) Solltet ihr eins der Konzerte verpassen, kein Problem: Natürlich werden die Mitschnitte im Anschluss noch für sieben Tage als Video-on-Demand online bleiben. Es gibt also keine Ausreden ;-)

Was erlaube Yahoo!?

Arte Tracks
Eine der wenigen noch sehenswerten Musikfernsehsendungen ist Tracks auf Arte, das im Wechsel von einer deutschen und einer französischen Redaktion produziert wird. Ich persönlich finde die französischen Ausgaben weitaus spannender, die deutschen kommen irgendwie als den neuesten Berliner Pseudo-Trends hinterherhechelnder Polylux-Abklatsch daher. Aber gut, das donnerstag-abendliche Magazin sehe ich mir trotzdem immer wieder gerne an.

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