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Bajka & Rejoicer - Just The Truth

Album Art Just The Truth

Dass ich ein großer Fan von Bajka bin, war hier schon oft zu lesen. Für vier Songs hat sich Bajka mit Rejoicer zusammengetan und über seine synthlastigen Beats gesungen bzw. gesprochen. Das Resultat dieser Zusammenarbeit, Just The Truth, gibt es auf der Bandcamp-Seite von Raw Tapes Records gegen eine E-Mail-Adresse zum kostenlosen Download.

Rejoicer's ambient yet powerfull synths and Bajka's mesmerizing, almost hypnotic voice, half rapping half preaching for a bright new world, fit together perfectly, pushing the boundaries of soul music into new soundscapes.

Wunderland

Die Zeit war reif für Bajka. Reif, ein eigenes Album aufzunehmen und bei ChinChin Records zu veröffentlichen. Liest man sich Bajkas Diskografie durch oder wirft einen Blick in die eigene Musiksammlung, dann wird diese Tatsache umso deutlicher. Sie lieh Beanfield ihre Stimme für "The Season", krönte Radio Citizens "The Hop", sang wunderbar für Bonobo oder Aaron Jerome und ist auf diversen Jazzman-EPs aus meiner Plattenkiste zu hören. Und nun "In Wonderland", ein Albumtitel, der unweigerlich an Lewis Carroll erinnert, nicht nur wegen des aktuellen Kinofilms.

Denn vor dem Film war das Buch, und auf Alice folgte "The Hunting Of The Snark", die unglaublich seltsame Jagd auf ein mysteriöses Wesen namens snark. Nachzulesen ist diese fantastische Ballade unter anderem beim Project Gutenberg oder hier bei Scribd. Nachzuhören ist sie auf eben dieser neuen Produktion von Bajka, "In Wonderland". Ein Konzeptalbum also, und eins voller Poesie.

Bajkas unverwechselbar soulige Stimme wird umrahmt vom entspannt funky Groove, die der Bassist Jerker Kluge, der Pianist Daniel Regenberg und der Drummer Philipp Bernhardt hinlegen. Immer steht Bajka im Mittelpunkt der Kompositionen, die mal jazzig improvisiert daherkommen, mal schnulzig mit Streichern untermalt, aber nie cheesy oder banal. Carrolls Verse in modernen Nujazz-Sound einzubetten, gelingt mit einer spielerischen Leichtigkeit, sie sich durch alle elf Stücke zieht und so viel abwechslungsreicher ist als übliche Lounge-Massenware. Ein komplexes Werk, bei dem man genau zuhören sollte, das man aber durchaus auch im Hintergrund genießen kann.

Mich als bekennenden Bajka-Fan hat natürlich auch "In Wonderland" absolut für sich eingenommen. Wer sich aber ein eigenes Bild machen möchte: Hörproben gibt es hier bei ChinChin Records.

Aaron Jerome - Time To Rearrange

Ich muss diese Platte täglich mindestens einmal hören: Time To Rearrange (BBE). Momentan geht es einfach nicht anders, fast jeder Song auf Aaron Jeromes Debutalbum ist auf seine Weise ein kleiner Glücksbringer für mich. Die richtige attitude scheint durch jedes der Arrangements durch; egal ob sie eher jazzig, soulig oder als Club-Banger daherkommen; egal, ob ihnen Simphiwe Dana, Kathrin deBoer, Bajka oder Yungun ihre Stimme leihen. Anspieltipps rauszusuchen ist aufgrund der großen Klasse aller Tracks schwierig, dennoch: Late Night Mission, Kwa Kungasa, Angel Lady oder Reel Time geben die vielen Facetten des Albums ganz gut wieder.

Hinweis für diejenigen, die sich für Microformats interessieren: Dieser Beitrag ist mit u.a. hAudio 0.9 versehen, das gerade verabschiedet wurde. Nur mal so zum Testen.

Radio City Berlin

Radio City

Quantic bzw. Will Holland ist wohl einer der in diesem Blog am häufigsten genannten Künstler. Das ist erstens natürlich kein Zufall, aber zweitens scheint er auch überall seine Finger mit im Spiel zu haben. Gerade bin ich im äußerst geschmackssicheren MP3-Blog aurgasm über den Eintrag zu Radio City gestolpert: Da wird erzählt, wie Quantic einem A&R-Mann bei Ubiquity eine CDRom in die Hand drückt mit den Worten "Have a listen, you might like this.". Es hat ihnen wohl gefallen, und so kommt es, dass Niko Schabel aus Berlin unter dem Projektnamen Radio City sich mittlerweile die A-Seite einer 12″ mit Plant Life teilt und auch mit dem Track The Hop auf einem Ubiquity-Sampler vertreten ist. Funkiger, reduzierter, heißer Scheiß ist das, oder auch: A bold but chill taste of tomorrow's yesterday's groove (anzuhören bei aurgasm). Mit dabei sind die von den Beanfield-Tracks Tides und The Season bekannte Chanteuse Bajka (Tochter von J. Pluwatsch, dem Gründer der Krautrockband Embryo) und der Doppelbassist Klaus Janek, der schon an vielen deutschen Jazz-/Dub-/Elektronik-Projekten mitgewirkt hat. Anhören lohnt sich ebenso wie das Ansurfen der jeweiligen Webseiten, und bestimmt kommt da bald was ganz Großes nach - aus dem vermeintlichen Stillstandland.

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