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Future Music Camp 2013

Dass ich hier seit über zwei Monaten nichts mehr gebloggt habe, hat natürlich seine Gründe. Die ich hier gar nicht weiter ausbreiten möchte. Stattdessen möchte ich langsam wieder einsteigen und zumindest ab und zu wieder einen Post raushauen. Bin gespannt, ob und wie mir das gelingt, und in welche Richtung es gehen wird. Veränderung ist nämlich notwendig und gut, auch im Fall dieses kleinen Blogs hier.

Den Anfang soll ein Beitrag über das diesjährige Future Music Camp in Mannheim machen, denn über Barcamps soll schließlich gebloggt werden! Anders als in den Jahren zuvor war ich diesmal nur für einen (den zweiten) Tag in der Popakademie. Das FMC besteht ja seit einiger Zeit aus einem Konferenzteil mit geladenen Speakern und einem Barcamp-Anteil mit Platz für ca. 20 Sessions an zwei Tagen. Ganz so viel ging dann leider aber doch nicht:

Insgesamt war das Programm leider nicht so ganz nach meinem Geschmack. Wie Musiker Soundcloud nutzen können oder ihr Facebook sinnvoll bedienen mag vielleicht noch die Musik-BWL-Studenten von der Popakademie interessiert haben - mir fehlte da aber einfach das "Future"-Element. Vielleicht habe ich die visionären Talks einfach verpasst!?

Immerhin war die eine Barcamp-Session, die ich besucht habe, relativ nett. Ich hätte ja gern auch eine Session angeboten, aber mir fehlten Themen und Vorbereitungszeit. Womit der Kreis geschlossen wäre zum desolaten Zustand meines Blogs in den letzten Wochen.

Eine kurze Geschichte des Musikhörens auf dem Computer

Screenshot meiner Präsentation auf dem Future Music Camp

Meine Session auf dem Future Music Camp 2011 in der Popakademie in Mannheim trug diesen doch etwas sperrigen Titel: "Eine Geschichte des Musikhörens auf dem Computer". Mir ist keine kürzere und bessere Beschreibung eingefallen, deshalb muss die Welt nun damit leben. In der Essenz ging es bei meiner Session darum, 18 Jahre nach Veröffentlichung des MP3-Formats zu überlegen, auf welchem Wege wir uns digitale Musik besorgen und anhören.

Der Schwerpunkt meiner Präsentation lag auf Download-Shops, Musik-Playern, Filesharing, Sozialen Netzwerken, Streaming und der Cloud. In der Diskussion kamen aber auch Themen wie Wasserzeichen in der Musikproduktion, Preisgestaltung verschiedener Shops, Aufmerksamkeitsökonomie und Nutzungsverhalten auf. Vielen Dank für den interessanten Input an alle Teilnehmer!

Meine These ist, und da waren wir uns nicht ganz uneinig, dass sich Musik immer mehr in die Cloud verschiebt, dass wir also Musik zunehmend nur noch streamen, ohne sie lokal und auf Dauer zu besitzen. Das tun wir gemeinsam mit unserem Netzwerk, also unseren realen wie virtuellen "Freunden" (z.B. über turntable.fm oder den MuMu Player). Gerade stellt Steve Jobs auf der WWDC 2011 unter anderem Apples neue iCloud vor. Apple hat dafür Verträge mit allen vier Majors (in den USA) abgeschlossen - und in Deutschland beschwert sich Simfy darüber beim Bundeskartellamt.

Es ist also jede Menge Bewegung drin in Sachen Musikstreaming aus der Cloud. Hier im Blog wird das auch in Zukunft ein Thema bleiben. Wenn ich es schaffe, werde ich meine Präsentation von Zeit zu Zeit aktualisieren.

Wie sieht es denn bei euch aus: Streamt ihr Musik, oder habt ihr lieber alles auf Festplatte/CD/Vinyl? Ist der Mix entscheidend? Wird Musik bald ubiquitär erhältlich sein? Und wie können Musiker dann noch Geld damit verdienen? Und welche epochalen Daten fehlen noch in meiner Timeline?

Your Soul And Mine

Foto vom Future Music Camp

Wie bereits geschrieben, war ich am Wochenende beim Future Music Camp 2011 (fmc2011) in der Popakademie in Mannheim. Der Zweiten Barcampregel folgend versuche ich, meine Eindrücke der zwei Tage hier wiederzugeben, auch wenn sich das fmc2011 als ein Mix aus dem relativ jungen Barcamp-Ansatz und klassischen Konferenzelementen wie Expertenvorträge, Workshops oder Technologie-Showcases sah. Die Barcamp-Sessions beschränkten sich daher auf die beiden Nachmittage.

Vorab ein paar Worte zur Organisation: Das Orga-Team hat gute Arbeit geleistet, für mich war es eine runde Veranstaltung. Zwar musste ich am Freitagmorgen lang auf meinen ersten Kaffee warten (schlechter Start), aber das blieb auch schon das einzige größere Ärgernis. Etwas schade fand ich auch, dass es nur zwei Session-Slots pro Tag für jeweils sechs Sessions gab - von 24 Sessions konnte man also an maximal vier teilnehmen. Dadurch verpasste ich viele interessante Themen, die zeitgleich behandelt wurde. Das ist natürlich ein klassisches Barcamp-Problem, wurde aber hier besonders deutlich. Gut fand ich, dass flexibel auf den Wunsch einiger "alter Barcamp-Hasen" reagiert und die wichtige Vorstellungsrunde eingeschoben wurde. So bekamen alle Teilnehmer einen guten Überblick darüber, wer die anderen Camper waren.

Nun aber zu den Inhalten: Die Talks und Showcases des ersten Tages hat Florian Junk in seinem Blog gut beschrieben, im Großen und Ganzen teile ich seine Meinung. Bemerkenswert fand ich ein paar neue Features und erhellende Eindrücke von tape.tv; und startnext, eine deutsche Crowdfunding-Plattform, nutzt nicht etwa PayPal (Amazon Payments gibt's noch nicht in Deutschland), sondern FidorPay aus Gründen, die mir Matthias Kröner von der Fidor Bank twitterte. Klingt nachvollziehbar. Zu den Sessions am Freitag kann ich nicht so viel sagen, da ich früher wegmusste und deshalb nur den Anfang der ersten Runde mitbekam. Auch die abendliche Party musste ich ausfallen lassen.

"Your Soul And Mine" vollständig lesen

Future Music Camp 2011

Logo des #fmc2011

Am Freitag und Samstag (27./28. Mai) findet in der Mannheimer Popakademie zum dritten mal ein Barcamp zum Schwerpunktthema Musik statt: Das Future Music Camp 2011. Nachdem ich in den vergangenen beiden Jahren aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen konnte, sieht es diesmal gut aus. 

Speziell an diesem Themen-Barcamp ist nicht, dass sich Manager, Kreative und Konsumenten unter einem Dach treffen, sondern vor allem dass kommunikative Barcamp- und klassische Konferenz-Elemente gemischt werden. Die beiden Vormittage sind für "Talks" und "Showcases" eingeladener Sprecher (der Musikindustrie) reserviert, während nachmittags in offenen Sessions hoffentlich viel diskutiert wird. Hier das bisher feststehende Programm.

Glücklicherweise wurden auch schon eine ganze Menge Sessionvorschläge eingereicht, darunter "Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis - oder: Wieso digitale Kopien von Musik wertlos sind" von Musikpirat Christian Hufgard oder "Der Kampf ums Urheberrecht – Eine Schicksalsfrage für Musiker?" von Reimut van Bonn und Stefan Herwig

Auch ich würde gern eine Session halten, der ich den Arbeitstitel "Eine kurze Geschichte des Musikhörens auf dem Computer" gegeben habe. Ich habe versucht, das Thema folgendermaßen zu beschreiben:

Das MP3-Format hat vor wenigen Wochen seinen 18. Geburtstag gefeiert und ist somit endlich "erwachsen" geworden. Seit 1993 das MP3-Format veröffentlicht wurde, hat sich die Musik zunehmend vom physischen Datenträger gelöst und ist immer mehr ins Internet gewandert.

Ich möchte die wichtigsten Technologien, Audioplayer, Social Networks und Onlineshops, die in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden sind und das Musikhören revolutioniert haben, veranschaulichen. Neben dem Rückblick möchte ich mit euch den Status Quo feststellen und über die Zukunft von Musikdiensten, Audioplayern und Technologien diskutieren.

Außerdem möchte ich ein OSS-Projekt vorstellen, das viele der neuesten Technologien "unter einem Dach" vereint und einen (meiner Meinung nach) vielversprechenden Ansatz für die nahe Zukunft zeigt.

Über Interesse an der Session würde ich mich sehr freuen, auch wenn ich meine Gedanken vielleicht etwas unsortiert präsentieren werde. Meine Hoffnung ist, dass es einen regen Meinungsaustausch geben wird, vor allem was die Zukunft unseres Musikkonsums angeht. Ein paar zusätzliche Stichworte hierzu sind "Cloud", "Streaming", "Recommendation Engines", "APIs", "Intelligente Playlisten".

Wer nicht vor Ort ist und das Camp aus der Ferne verfolgen möchte, dem empfehle ich, auf Twitter das Hashtag #fmc2011 zu verfolgen. Und wer vor Ort ist und mit mir einen Kaffee trinken möchte, darf mich gern unter @numblog antwittern oder hier einen Kommentar hinterlassen :-)

Philharmonixx live auf dem Barcamp Ruhr 2

Am vergangenen Wochenende war ich einmal mehr auf einem Barcamp, diesmal im schönen Unperfekthaus in Essen. Beim ersten Barcamp Ruhr mit dem Themenschwerpunkt Musik und Netlabels im letzten Jahr konnt ich leider nicht anwesend sein, aber diesmal hat es geklappt. Und ganz ohne Musik ist auch dieses Barcamp nicht ausgekommen.

Gruppenfoto der Barcamp-Teilnehmer
(cc) aber nicht aufgenommen von stn1978

Das lag vor allem an den Duisburger Philharmonikern, die seit einiger Zeit eine offensive Web 2.0-Strategie fahren, soll heißen, eine Handvoll Leute kümmert sich mit viel Enthusiasmus darum, dass eine (ganz neue, jüngere) Öffentlichkeit im Internet erreicht wird, die vielleicht bisher mit klassischer Musik wenig am Hut hatte. Dazu werden viele Kanäle bespielt: In eigenen Blogs, über einen YouTube-Channel und HD-Videos bei Vimeo, via Twitter und durch Flickr-Fotos können geneigte User sich ein Bild von der täglichen Arbeit eines der Top-Symphonieorchester Deutschlands und seinen MusikerInnen machen. Und selbstverständlich die Kanäle auch in die andere Richtung nutzen und Feedback geben. Es geht also schlicht und einfach um Kommunikation mit Fans, Freunden und Interessierten.

Die PhilharmonixxWie so häufig haben Musiker eines großen Orchesters nebenher noch kleinere "Liebhaber"-Projekte. In diesem Fall sind es der Schlagzeuger Christoph "Fuchs" Lamberty, der Fagottist Laszlo Kerekes und der Oboist Martin Schie, die ihr ungewöhnlich besetztes Trio Philharmonixx quer durch die Musikgeschichte reiten. Neben Klassik, Jazz und Blues ist auch eine gesunde Prise Humor dabei. Eine willkommene Abwechslung nach all den intensiven Sessons auf dem Barcamp, vorgetragen von tollen Musikern. Und auch eine gute Werbung für die Duisburger Philharmoniker.

Einen Videomitschnitt des Kurzauftritts kann man sich auf YouTube ansehen. Einen kurzen Audio-Ausschnitt des Gigs habe ich selbst mit meinem Zoom H2 mitgeschnitten: philharmonixx.mp3

Pengcamp Mainz

Bevor ihr jetzt in Horden wegschaltet und vor euch hingähnt: "Nicht schon wieder ein Beitrag über Barcamps", solltet ihr, insbesondere wenn ihr aus Mainz oder Umgebung kommt, doch genauer hinsehen, denn es geht hier um das so genannte Pengcamp in Mainz, auf das mich Gerrit aufmerksam gemacht hat:

Kommunikation über Kommunikation ist ein spannendes Thema das uns intern oft beschäftigt. Wir möchten gerne unsere Erfahrungen teilen und hoffen auch von euch viel zu lernen. Das ganze soll im Peng typischen Low Budget Syle organisiert werden, damit es bei Erfolg leichter fällt es Regelmäßig zu wiederholen.

Die dies sagen heißen Peng, beschreiben sich als eine Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation und bespielen so eine Art Kunstraum in der Mainzer Innenstadt. Bisher habe ich Peng nur mehr en passant wahrgenommen, aber möglichweise bietet das Pengcamp am 10. und 11. Januar 2009 ja die Chance, die Leute dahinter besser kennezulernen. Insofern schließe ich mich Gerrits Beurteilung an - auch wenn ich Kunst mag ;-) -, hoffe auf neue Perspektiven und werde dort vorbeischauen. Zumal ich locker in ein paar Minuten zu Fuß hingehen kann. Bis es soweit ist, folge ich dem Pengcamp auf Twitter.

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