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Laidback Compilation finanziert

Foto vom T-Shirt und der CD

Erinnert sich noch jemand an die Laidback Compilation, über deren Finanzierung per Crowdfunding ich im Mai geschrieben habe? Das Projekt konnte mittlerweile realisiert werden, auch wenn die angepeilte Marke nicht ganz erreicht wurde. Gestern erreichte mich ein Päckchen aus Belgien, dessen Inhalt ihr oben auf dem Foto bewundern könnt ;-)

Neben dem Sampler gab es für mich noch ein schickes T-Shirt und ein paar Stickers und Buttons. Das Shirt kann ich bald stolz auf dem Worldwide Festival herumtragen, die Compilation läuft schon in Dauerrotation, zwei Tracks daraus habe ich am Freitag in meiner Radioshow gespielt. Die gibt's demnächst zum Nachhören.

Baloji

Die Zukunft des Hip Hop liegt in Afrika. Hab ich gestern irgendwohier gelesen. Man muss aber nach ihr suchen. 

In Plattenläden nach Vinyl zu diggen ist immer etwas Besonderes und in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden. Ich finde, es ist lange überfällig, den Begriff des "Digging" auf das Internet auszuweiten - und damit meine ich nicht das gemütliche Platten-Shoppen auf Ebay. So manch einer kämpft sich stundenlang durch obskure Blogs, schwerfällige MySpace-Profile, ellenlange Soundcloud-Listen, automatisierte Last.fm-Empfehlungen und spezialisierte Musik-Nerdforen, um den neuesten heißen Scheiß zu entdecken und aus den Unmengen neuer Musik das Gute und Rare herauszufiltern. Die Jagd nach dem Neuen stellt somit auch den wesentlichen Gegensatz zum Diggen der alten Schule dar. Nicht mehr verstaubte Scheiben aus vergangenen Jahrzehnten sind gefragt, sondern brandneue, am besten noch unreleaste Tracks blaßgesichtiger, Beats bastelnder Teenager aus der walisischen Provinz. Aber das wäre ein Thema für einen eigenen Blogartikel.

An dieser Stelle soll es um Baloji gehen, einen belgischen Rapper kongolesischer Herkunft, der in Deutschland noch relativ unbekannt ist. Und nach dessen Musik man schon eine Weile diggen muss, wenn einem die Song-Beispiele auf seiner Webseite nicht mehr genügen. Als ich den Namen Baloji auf Gilles Petersons Top 10 Breakout Artists of the Year (So Far)-Liste gelesen hatte, fingen ein paar Synapsen in meinem Langzeit-Musikgedächtnis an zu glühen. Eine kurze Suche brachte mich auf sein Twitter, einen französischen Wikipedia-Eintrag, sein Blog und sein 2007er Album "Hotel Impala". Aber die neue Platte "Kinshasa Succursale" war fast nirgends aufzutreiben, verrückt. Schließlich konnte ich die 13 Tracks, die mit Konono Nº 1 als Backing-Band aufgenommen wurden, doch aus einer virtuellen Plattenkiste ziehen (jaja, ich weiß, gibt's bei iTunes, aber ihr wisst ja ...). Und was soll ich sagen: Ich bin begeistert! Der elektrifizierte Likembé-Sound der Kongolesen ist auf Dauer anstrengend, sorgt aber dafür, dass die Songs deutlich direkter zur Sache kommen als auf "Hotel Impala".

Zwei Videos von Baloji zeigen, wo es langgeht

Festivals Galore 2008

!!! #6 (cc) V31S70
(cc) V31S70

In den vergangenen Jahren habe ich immer wieder ein paar handverlesene Festivals angepriesen, die über ganz Europa verteilt stattfanden. In diesem Jahr nimmt mir beyondjazz die ganze Arbeit ab. The 2008 Summer Festival Season listet zehn der interessantesten Festivals in Österreich, England, Finnland, Kroatien, Spanien, Belgien, Frankreich und den Niederlanden auf, darunter das Springfestival dieses Wochenende oder das Garden Festival in Zadar.

Deutschland ist natürlich wieder nicht dabei, hierzulande planen die Festivalmacher wohl eher ins Gigantomanische oder, wenn es etwas kleiner sein darf, auf Nummer sicher und buchen Indie-Rock oder Elektro-Acts. Ein paar Ausnahmen gibt es sicher, aber es ist mühsam, nach ihnen zu suchen. Vielleicht in einem anderen Blogpost …

Festivals in Europa Teil 1 - Belgien und die Niederlande

Jede kleinere Stadt in Deutschland scheint mittlerweile ihr eigenes Festival zu haben, der Boom scheint ungebrochen. Die einschlägigen Festivalguides zählen mehr als 300 Festivals. Allerdings werden diese häufig von dicken Rockacts dominiert, die New Urban Music-Fraktion ist mal wieder so gut wie gar nicht vertreten. Ausnahmen sind das Melt! Festival oder der 8. Sommer Of Music And Arts in Köln, wo immerhin LTJ Bukem oder Roots Manuva spielen. Unsere Nachbarn haben es da viel besser, dort geben sich Topacts teilweise die Klinke in die Hand. Ich werde von heute an in unregelmäßigen Abständen einfach mal ein paar Festivals anhand der im Internet verfügbaren Informationen vorstellen - nicht nur in unseren Nachbarländern, sondern auch im entfernteren europäischen Ausland.

"Festivals in Europa Teil 1 - Belgien und die Niederlande" vollständig lesen
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