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Crowdfunding Onyx Ashantis Beatjazz System

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 27. November 2011

Onyx Ashanti

Die ersten analogen Synthesizer wurden noch mit Lochkarten gesteuert, bald kam eine Klaviatur als Eingabeinstrument hinzu, in den 1970ern wurde die digitale Klangsynthese erschwinglich. Obwohl schwarze und weiße Tasten immer noch die gebräuchlichste Methode zur Ansteuerung von Synthies sein dürfte, experimentierten Hersteller und Musiker immer wieder Alternativen zum klassischen Keyboard. Exemplarisch seien nur die Kaoss Pads von Korg mit ihren Touchpads genannt. Mittlerweile erfreut sich auch Apples iPad zunehmender Beliebtheit als Musikcontroller.

Manchen reichen diese Möglichkeiten allerdings noch nicht aus. Auch wenn sich Synthesizer in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen und stilprägenden Musikinstrument entwickelt haben, wollen viele Künstler mehr und tüfteln bereits an revolutionären Konzepten für die Zukunft. Die musikalische Avantgarde, die vor über fünf Jahrzehnten den Synthesizerfür experimentelle Musik entdeckt hat, nutzt heute die Technologien des 21. Jahrhunderts. Wer sich dafür interessiert, dem sei als erste Anlaufstelle Peter Kirns Blog Create Digital Music empfohlen. Peter hat gerade zum wiederholten Mal über Onyx Ashanti berichtet.

Der Berliner Onyx Ashanti macht nicht nur seine Musik selbst, sondern auch (with a little help from his friends) seine Instrumente. Und er macht alles richtig. Hartnäckig bastelt er seit Jahren sein persönlich angepasstes Musikinstrumentarium, seinen musikalischen Maßanzug. Bewaffnet mit Lötkolben, Carbon-faserverstärktem Kunststoff, Smartphones, Minicomputern und viel Heißkleber erschafft er sich eine Art tragbares, musikalisches Exoskelett. Damit will er letzten Endes seine musikalische Vision des "Beatjazz" realisieren.

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Music Hack Day Berlin

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 26. Mai 2011

Music Hack Day Logo

Während ich das Wochenende in Mannheim auf dem Future Music Camp 2011 verbringen werde, treffen sich eine Menge Entwickler, Designer und Musiker in Berlin zum Music Hack Day. In den Räumen von MTV Networks haben sie in kleinen Teams 24 Stunden Zeit, um coole, neuartige Musik-Apps oder -Webseiten zu programmieren.

Das Phänomen Music Hack Day ist ein globales, in San Francisco und Barcelona fanden bzw. finden ähnliche Veranstaltungen statt. Allein in San Francisco entstanden in kürzester Zeit 55 so genannten Hacks. Viele davon sind öffentlich im Netz zugänglich, einige sind dabei, sich weiterzuentwickeln. Vielleicht werden coole Open Source-Projekte draus oder kleine Startups. Manche sind Spielereien, aber fast alle sind verdammt cool.

Die Idee dahinter, die auch viele Sponsoren anzieht, ist, dass diese Anwendungen die Schnittstellen (APIs) vieler verschiedener Dienste anzapfen und etwas Neues aus den Daten entwickeln, die sie zurückbekommen. Beispiele? Ein Beatport-Plugin für Ableton Live, Soundrain: Ein Monetarisierungs-Widget für Soundcloud, eine last.fm-basierte Radio-App für Android. Ich bin äußerst gespannt, was die Hacker in Berlin entwickeln werden, und werde in den nächsten Wochen einige der Ergebnisse vorstellen.

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Zur re:publica 11: Eine #tassebier Deluxe

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 11. April 2011

Tassebier-Banner

Die #tassebier ist eine Kreuzberger Erfolgsgeschichte. Am Anfang hatten die Blogrebellen einfach nur Durst und keine Lust, selbigen allein zu stillen. Also luden sie zum gemeinsamen Umtrunk bei einer #tassebier. Schnell fanden sich Gleichgesinnte ein, vor allem aus dem musikalischen Dunstkreis, die Treffen wurden größer, lustiger, es wurde getwittert, Musik aufgelegt und diese live gestreamt - oder die Musik strömte gleich in Ton und Bild aus Hamburg oder Mainz herein.

Diese Woche findet in Berlin das große "Klassentreffen" der deutschen Internetgemeinde statt, die re:publica. Und weil die Jungs von der #tassebier die Einserschüler der Klasse sind (wenn auch nur in Musik und Sexualkunde), laden sie am Donnerstag, dem 14. April 2011, ab 19 Uhr zur Deluxe-Edition in Lola's Bar (Karte).

Deluxe ist jedenfalls das Lineup dieser #tassebier. Mit dabei sind neben den (fast schon) Regulars Walter Marinelli, Saetchmo und DJ _Tasmo auch die extra angereisten DJ Dacor und DJMQ und als Liveact(!) der unvergleichliche Comfort Fit.

Mir treibt's jedenfalls schon die Tränen der Vorfreude in die Augen. Ich hoffe, die Damen und Herren Musikblogger sind zahlreich anwesend, denn ich möchte einige Hände schütteln und einige Tassen Bier mit euch trinken. In diesem Sinne - bis Donnerstag!

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Hi-Hat Club Boxset

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 21. März 2011
Fotos der Produzenten

Die erfreulichste Quelle frischer Hip Hop-Beats sprudelt, zumindest was Europa angeht, wahrscheinlich in - wait for it - Köln. Von dort aus versorgt Melting Pot Music (MPM) uns seit einiger Zeit mit der Hi-Hat Club-Serie von einigen der freshesten Hip Hop-Producern aus Berlin, Köln, Amsterdam und Wien. Die Rede ist von Suff Daddy, Dexter, Hulk Hodn, Twit One, Brenk, Fid Mella, Full Crate und FS Green. Sie alle sind auf einem der bisher fünf Releases zu hören.

Jetzt packt MPM die 5 LPs zusammen mit 2 Bonus-CDs und einem 52-seitigen Booklet mit tollen Fotografien von Robert Winter in ein schniekes Boxset, das am Freitag erscheint. Die Wartezeit verkürzt folgender Mix auf Soundcloud, der bei entsprechender Lautstärke die Boxen ordentlich vibrieren lässt:

Chinaza - Home

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 21. Februar 2011
Cover Chinaza - Home

Chinaza ist hier im Blog keine Unbekannte, denn sie war schon mehrfach Gastsängerin auf den KonFerenz-Alben. Ihr eigenständiger Stil umfasst Spoken Word-Passagen genauso wie klassischen Jazzgesang. Wer sie einmal gehört hat, wird sie immer wiedererkennen. Jetzt hat Chinaza ihr zweites Album, "Home", auf nagel heyer records veröffentlicht.

Die elf Songs auf "Home" sind zum großen Teil Eigenkompositionen, sanfte Jazzstücke mit Einflüssen aus Nigeria, dem Land ihrer Eltern und der Heimat des Afrobeat. Denn nach dem Release ihres Albums "Changes" 2006 hat die Wahl-Berlinerin Chinaza längere Zeit in Westafrika gelebt und dort jede Menge musikalische Inspiration gesammelt. Dieser Einfluss verleiht "Home" noch zusätzliche Originalität.

Exzellent ausgewählt und interpretiert hat Chinaza übrigens auch die Coverversionen von Live ("They Stood Up For Love"), Nik Kershaw ("Wouldn't It Be Good"), Talk Talk ("Life's What You Make It"), und ganz besonders die hervorragende Interpretation von Nina Simones Klassiker "Four Women".

Die souveräne Band um Pianist Sebastian Weiss trägt ihren Teil zur entspannt groovenden Musik bei. "Home" ist ein sehr homogenes Album geworden, das man nicht nur im Hintergrund, sondern durchaus auch bewusst und mit offenen Ohren hören kann. Im Frühjar geht Chinaza auf eine kleine Deutschland-Tournee, alle Daten gibt es hier.

Wer sich beeilt, kann noch bis zum 24. Februar ein Interview mit Chinaza in der Sendung Lokalmatador des rbb anhören.

Brandt Brauer Frick

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 21. September 2010

Das Trio Daniel Brandt (perc), Jan Brauer (syn) und Paul Frick (p) aus Köln, Wiesbaden und Berlin, erweitert zum Ensemble mit Violine, Cello, Posaune, Tuba, Harfe und diversen Perkussionsinstrumenten, hat schon live im Berghain gespielt und bringt im November das Album "You Make Me Real" auf !K7 heraus. Die Mischung von Klassik, Jazz und elektronischer Clubmusik ist komplex, geht aber erstaunlich gut nach vorne. Seht und hört selbst:

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