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YouTube Movies: Status Yo!

Geschrieben von Matthias GutjahrFreitag, 10. August 2012

YouTube Movies, das Video-on-Demand-Angebot von Googles Videodienst, ist jetzt ganz offiziell in Deutschland und mit Filmen in voller Länge und auf Deutsch gestartet. Zwar ist deren Anzahl derzeit noch "überschaubar" und nicht vergleichbar mit der US-Version, aber das kann sich ja noch ändern. Allerdings werden alle Filme nur mit einer geringen Auflösung von 480p (480x360 Pixel) gezeigt, was auf größeren Bildschirmen nicht sonderlich gut aussieht.

Dennoch: Die Filme auf YouTube Movies können (wahrscheinlich zum ersten Mal) ganz legal gestreamt werden. Ich freue mich besonders, dass zum Start zwei Science Fiction-Klassiker zu sehen sind: Dune - Der Wüstenplanet von David Lynch aus dem Jahr 1984 und John Carpenters Dark Star von 1973. Zugegeben, keine ganz taufrischen Streifen, aber echte Klassiker.

Wer es aktueller mag, sollte einen Blick auf Status Yo! werfen, einen Film über die Berliner Underground Hip Hop-Szene aus dem Jahr 2004. Der steht zwar schon seit einem guten Jahr auf YouTube, wurde aber jetzt recht prominent in das neue Angebot integriert.

Ebenfalls neu scheint auch YouTube Shows zu sein, wobei diesbezüglich das etablierte Angebot von Miro eine deutlich größere und bessere Auswahl liefert - zumindest noch.

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Nickodemus meets Blogrebellin Nielow

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 10. Juli 2012

Nickodemus

Ok Leute, ich bin wieder zurück aus Sète von einem fantastischen Worldwide Festival, muss das alles aber erst mal sacken lassen, bevor ich hier irgendetwas dazu aufschreibe. Passenderweise gibt es etwas Nettes zur Überbrückung :-)

Die charmante Blogrebellin Nielow hat sich in der legendären Kreuzberger Ankerklause mit dem New Yorker Produzenten und DJ Nickodemus getroffen und ein Video-Interview mit ihm aufgezeichnet. Nickodemus hat vorgestern am Strand von Sète eins der besten Sets des ganzen Festivals gespielt.

Auf seinen globalen Sound zwischen Hip Hop, Soul und Funk einerseits und Latin, Afrobeat und Balkanbeats andererseits stehe ich ja total und glaube, niemand bringt das momentan besser zusammen als Nickodemus. Auf Wonderwheel Recordings ist gerade sein neues Album Moon People erschienen. Hier jetzt aber das 25-minütige Gespräch mit Nielow:

Die Blogrebellen-Stage in Berlin

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 26. Juni 2012

Letzten Donnerstag stieg in Berlin und vielen anderen Städten die Fête de la Musique, und die Blogrebellen haben eine der Bühnen (die beste überhaupt, sagt man) dort aufgebaut. Von diesem Event gibt es jetzt, nur wenige Tage später, schon jede Menge Bilder und Musik im Netz.

Glückwunsch an das Team der Blogrebellen-Stage für einen gelungenen Abend! Hier das fast zweistündige Video der Auftritte von Robot Koch, Graciela María und Jahcoozi. Wirklich großartige Performances:

Fête de la Musique Blogrebellen Stage Live Video Mix - Robot Koch und Jahcoozi! from c-base on Vimeo.

Außerdem haben Mogreens und Karl aka Karl ein sehr schönes Pre-Sète-Set zum Aufheizen des Fête-Publikums gespielt. Nächste Woche geht's mit den Jungs zum Feiern nach Südfrankreich, bis dahin läuft das hier in schwerer Rotation:

Das Internet ist nicht mein Feind

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 8. Mai 2012

Ich bin diesmal nicht zur re:publica nach Berlin gefahren, aber wenn ich dort gewesen wäre, dann hätte ich mir auf jeden Fall das Panel "Das Internet ist nicht mein Feind" angesehen. Auf der Stage 3 haben zum Thema "Wie Musik, Künstler, Labels und das Netz Freundschaft schließen" einige gute Bekannte Stellung bezogen - allesamt Freunde des Internet: Barbara, Ronny, Tanith und Plemo.

Klar, das war "Preaching to the Choir", aber trotzdem sehr unterhaltsam und aufschlussreich, wie man @c_v_e_n sei Dank nachsehen kann. Der hat die Session nämlich gefilmt und bei Vimeo hochgeladen (gefunden u.a. im progolog):

DAS INTERNET IST NICHT MEIN FEIND? from c-base on Vimeo.

Crowdfunding Onyx Ashantis Beatjazz System

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 27. November 2011

Onyx Ashanti

Die ersten analogen Synthesizer wurden noch mit Lochkarten gesteuert, bald kam eine Klaviatur als Eingabeinstrument hinzu, in den 1970ern wurde die digitale Klangsynthese erschwinglich. Obwohl schwarze und weiße Tasten immer noch die gebräuchlichste Methode zur Ansteuerung von Synthies sein dürfte, experimentierten Hersteller und Musiker immer wieder Alternativen zum klassischen Keyboard. Exemplarisch seien nur die Kaoss Pads von Korg mit ihren Touchpads genannt. Mittlerweile erfreut sich auch Apples iPad zunehmender Beliebtheit als Musikcontroller.

Manchen reichen diese Möglichkeiten allerdings noch nicht aus. Auch wenn sich Synthesizer in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen und stilprägenden Musikinstrument entwickelt haben, wollen viele Künstler mehr und tüfteln bereits an revolutionären Konzepten für die Zukunft. Die musikalische Avantgarde, die vor über fünf Jahrzehnten den Synthesizerfür experimentelle Musik entdeckt hat, nutzt heute die Technologien des 21. Jahrhunderts. Wer sich dafür interessiert, dem sei als erste Anlaufstelle Peter Kirns Blog Create Digital Music empfohlen. Peter hat gerade zum wiederholten Mal über Onyx Ashanti berichtet.

Der Berliner Onyx Ashanti macht nicht nur seine Musik selbst, sondern auch (with a little help from his friends) seine Instrumente. Und er macht alles richtig. Hartnäckig bastelt er seit Jahren sein persönlich angepasstes Musikinstrumentarium, seinen musikalischen Maßanzug. Bewaffnet mit Lötkolben, Carbon-faserverstärktem Kunststoff, Smartphones, Minicomputern und viel Heißkleber erschafft er sich eine Art tragbares, musikalisches Exoskelett. Damit will er letzten Endes seine musikalische Vision des "Beatjazz" realisieren.

"Crowdfunding Onyx Ashantis Beatjazz System" vollständig lesen

Music Hack Day Berlin

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 26. Mai 2011

Music Hack Day Logo

Während ich das Wochenende in Mannheim auf dem Future Music Camp 2011 verbringen werde, treffen sich eine Menge Entwickler, Designer und Musiker in Berlin zum Music Hack Day. In den Räumen von MTV Networks haben sie in kleinen Teams 24 Stunden Zeit, um coole, neuartige Musik-Apps oder -Webseiten zu programmieren.

Das Phänomen Music Hack Day ist ein globales, in San Francisco und Barcelona fanden bzw. finden ähnliche Veranstaltungen statt. Allein in San Francisco entstanden in kürzester Zeit 55 so genannten Hacks. Viele davon sind öffentlich im Netz zugänglich, einige sind dabei, sich weiterzuentwickeln. Vielleicht werden coole Open Source-Projekte draus oder kleine Startups. Manche sind Spielereien, aber fast alle sind verdammt cool.

Die Idee dahinter, die auch viele Sponsoren anzieht, ist, dass diese Anwendungen die Schnittstellen (APIs) vieler verschiedener Dienste anzapfen und etwas Neues aus den Daten entwickeln, die sie zurückbekommen. Beispiele? Ein Beatport-Plugin für Ableton Live, Soundrain: Ein Monetarisierungs-Widget für Soundcloud, eine last.fm-basierte Radio-App für Android. Ich bin äußerst gespannt, was die Hacker in Berlin entwickeln werden, und werde in den nächsten Wochen einige der Ergebnisse vorstellen.

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