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Kira Neris

Cover von Behind Closed DoorsEmpfehlungen von Freunden sind trotz der ganzen Social Web 2.0-Recommendation-Maschinerie immer noch der beste Weg, auf gute neue Musik aufmerksam gemacht zu werden. Über den Straßburger Hervé Poudoulec alias Kira Neris wurde offenbar auch anderswo nur Gutes berichtet, aber kennengelernt habe ich sein Debüt Behind Closed Doors (Kudos) auf herkömmliche Weise. Kira Neris macht Musik zwischen Jazz und Elektro und wird regelmäßig mit The Cinematic Orchestra verglichen. Das kommt in etwa hin, wobei Neris' NuJazz deutlich tanzbarer ausfällt. Interessantes Detail am Rande: Hervé ist offenbar auch am französischen Label (Netlabel?) Natural Undergroove Resource Recordings beteiligt. Mir ist allerdings nicht klar, ob die überhaupt schon was releast haben. Könnte das bitte jemand rausfinden?

The Cinematic Orchestra aggregiert News

The Cinematic OrchestraIch find's cool, was auf der Webseite vom Cinematic Orchestra abgeht: Dort werden Blogposts und Flickr-Fotos, die mit cinematicorchestra o.ä. getaggt sind, aggregiert und chronologisch aufgeführt. Außerdem kann man über ein Menü die Quelle für Postings direkt auswählen, darunter auch dieses Blog hier (und dort dürfte dann dieses Posting auch aufschlagen). Das erklärt auch, dass das (zugegeben nicht besonders profesionelle) Foto, das ich auf dem North Sea Jazz Festival vom Cinematic Orchestra gemacht habe, in kurzer Zeit schon 150 Mal angesehen wurde, im Gegensatz zu den übrigen Bildern in meinem North Sea Jazz-Album, die ich zu Flickr hochgeladen habe.

Cinemascope

Von vielen heiß erwartet wurde Ma Fleur, das neue Album des Cinematic Orchestra. Eine weitere Überplatte, wie sie die ersten drei Werke der Mannen um Jason Swinscoe darstellen, kam zwar nicht heraus, aber das Resultat liegt dennoch weit über dem Durchschnitt. Was mir persönlich bei Ma Fleur fehlt, ist das Kopfkino, das beispielsweise Man With A Movie Camera in Gang setzte. Auch wenn Swinscoe den eigenen cineastischen Anspruch in Interviews nicht aufgeben mag, so richtig kann er nicht durscheinen, was aber vielleicht auch nötig war, um sich nicht immer wieder selbst musikalisch zu zitieren. Nicht zuletzt hat der Entstehungsort New York bestimmt auch seine Rolle bei der Komposition gespielt.

Nach Klängen, die flimmernde Projektionen auslösen, muss man also woanders suchen. Wie so oft zurzeit vielleicht einfach in Berlin. Wo man auf Christian Meyer trifft, der vor immerhin schon sechs Jahren den Soundtrack zum deutschen Film alaska.de mitgeschrieben hat und demnächst mit Within vier sozusagen virtuelle, weil nur vertonte Kurzfilme auf einem Album präsentieren wird. Diese fallen deutlich elektronischer und minimalistischer aus als bei den cinematischen Briten, lassen aber aufgrund ihrer beinahe epischen Länge der Fantasie auch mehr Raum. Wobei da immer irgendwie eine Spannung mitschwingt, die einen gefangen hält und den Film im Kopf weitertreibt. Diese Spannung fehlt auf Ma Fleur ein wenig, dafür gibt es deutlich mehr Harmonie. Daher lassen sich die beiden Alben sowieso nicht recht vergleichen. Am besten ist es wohl, sich die Zeit bis zum Within-Release im Juli mit dem Cinematic Orchestra zu verkürzen ... ich geh jetzt jedenfalls wieder Film hören ;-)

Radiohead Coveralbum

Cinematic Orchestra

Seit mindestens einem halben Jahr (gefühlt noch länger) bekommt man tröpfchenweise Tracks aus dem lange angekündigten Radiohead-Coveralbum, das irgendwann einmal auf BBE erscheinen wird, zu hören. Auf diesem werden Songs der genialen Radiohead von Künstlern wie Matthew Herbert, Mark Ronson ("Just"), Sa-Ra, Bilal, der Randy Watson Experience ("Morning Bell") oder dem Cinematic Orchestra neu interpretiert werden. Von letzterem ist jetzt bei Scissorkick die Interpretation von (passenderweise) "Exit Music (For A Film)" zu hören. Liebe BBEler, bitte lasst uns nicht mehr länger warten!

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