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Collective Improvisation #11

Die Nachrichten. Ninja Tune hat jetzt 200.000 Freunde auf Facebook (whatever that means) und verschenkt deshalb den 200k Ninja Tune Sampler (Download) mit Tracks von FaltyDL, Illum Sphere, Andreya Triana, Steve Spacek uvm. [gefunden beim SoulGuru]. Außerdem könnt ihr das neue Actress-Album Ghettoville, das morgen erscheint, schon heute im Stream hören. Ich bin nach dem ersten Durchskippen noch etwas ratlos, aber das ging mir schon beim letzten Actress-Release so ;-)


Mit Dego und Kaidi Tatham haben sich jetzt zwei alte Weggefährten auf einem meiner Lieblingslabels, Eglo Records, zusammengefunden und eine formidable 4-Track-EP veröffentlicht, die schlicht Dego & Kaidi EP heißt. Ich zitiere mal nutriot, weil zutreffend:

The line between having a distinct sounds and sounding the same can be a thin one, and indeed it sometimes seemed to me that all that changed was the name under which their music was released. Or maybe I was just into something else at the time. It doesn’t matter anymore, because their latest EP on Eglo Record sounds all good to me.


Und: Kommenden Freitag wird der Gig von Moderat im Wiesbadener Schlachthof nachgeholt, der im September wegen eines Motorrad-Unfalls von Sascha Ring (Apparat) ausfallen musste. Im Vorprogramm: Anstam. Ich freue mich schon!

Sammel-Alben 47/12

Weiter geht's mit drei kurzen Albumvorstellungen für diese Woche. Broken Beat, Afro-Jazz und eine Band aus Weimar, von der noch zu hören sein wird.

Tatham,Mensah,Lord & Ranks - Tatham,Mensah,Lord & Ranks

Die Herren Kaidi Tatham, Akwasi Mensah, Matt Lord und Dego Ranks kennt man ja aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen (4 Hero, 2000 Black uvm.). Jetzt haben sich die vier zusammengetan und ein gemeinsames Album produziert. Broken Beat-Fans der alten Schule geht das Herz auf:

Revolving seats at keyboard stations, drum kits, programming and more, created a stream of music connected only by the sense of joy. With a history that stretches from the structured worlds of sound systems and national orchestra’s to the chaos of night clubs and blues dances, TMLR have always drawn from a wide range of influences.

Tatham,Mensah,Lord & Ranks in the studio from 2000black on Vimeo.

Lionel Loueke - Heritage

Vor zweieinhalb Jahren stand der Gitarrist aus Benin mit Herbie Hancock auf der Bühne. Sein neues Album, das wieder unverkennbar Loueke-esk afrikanische Traditionen und amerikanischen Jazz verschmilzt, wurde von Robert Glasper produziert, dessen Rhodes-Sound auch auf diversen Tracks zu hören ist. Außerdem mit dabei: Gretchen Parlato, Derrick Hodge und Mark Guiliana an den Drums. Eins der spannenderen Jazz-Alben in letzter Zeit.

Mr. Bugslow - Backyard Cinema

Ein Albumtitel, der das Wort "Cinema" enthält - da weiß man schon, wohin die Reise geht. Im Quartett Mr. Bugslow aus Weimar spielen Musiker, die u.a. auch schon in der Clueso Band und mit Apparat gespielt haben. In der Besetzung Christian Kohlhaas (tb), David Schwarz (key), Philipp Martin (b) und Jörg Wähner (dr) erzeugen Mr. Bugslow ein besonderes Kopfkino. Hier die Tracks des Albums in der Einzelkritik. Danke an Marc von der KonFerenz für die Empfehlung!

A Wha' Him Deh Pon?

Plattencover in voller Pracht

Wie bereits angekündigt, hat Dego seit heute sein Debut-Album am Start: "A Wha' Him Deh Pon?" heißt es, und die de:bug erklärt uns freundlicherweise, was das bedeutet. Erschienen ist die Platte natürlich auf dem eigenen Label 2000black. Zu kaufen ist die Downloadversion in verschiedenen Qualitäten (MP3 mit 320 kbit/s und besser!) für schlappe 6,30 Euro - nach dem aktuellen Umrechnungskurs.

Dafür gibt es glatte zwanzig Tracks mit jeder Menge hochkarätiger Features. Taylor McFerrin, Georgia Ann Muldrow, Sharlen Hector oder Kaidi Tatham sind neben einigen anderen mit dabei. Es fehlt fast zwangsläufig Marc Mac, mit dem Dego als 4hero epochale Werke wie Two Pages und Play With The Changes produziert hat.

"A Wha' Him Deh Pon?" bedient sich ausgiebig bei alten Keyboardsounds und Synthies, die von Michael Jackson geprägten Achtziger Jahre klingen deutlich durch (z.B. "Love And Hate" feat. Obenewa), ansonsten werden Electro-Funk und Future-Soul zelebriert. Ab und zu klingt der Drum'n'Bass des frühen Dego an, wird dann aber von jazzigen Sounds beiseite geschoben - eine Entwicklung, die Degos Musik der letzten 15 Jahre aufgreift.

Hochkomplexe, vertrackte Strukturen wie bei einigen jüngeren Künstlern sind nicht Degos Ding, er treibt den Groove meistens straightforward voran - Musik für Herz und Beine, weniger für den Kopf, aber trotzdem vielschichtig. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und bei aller Liebe für Vintage kommt die Soulfulness nicht zu kurz. "A Wha' Him Deh Pon?" dürfte sich mit jedem Hören mehr ins Herz spielen. Eine der Platten des Sommers, auch wenn von dem weit und breit nichts zu sehen ist.

It's All Over The Place - Dego Mixtape

Cover des Mixtapes

Am 20. Juni erscheint das lang erwarterte Album von Dego, "A Wha' Him Deh Pon?". Um die exorbitante Vorfreude noch zu steigern, hat DJ Brainchild einen schönen Mix produziert, in dem er neue Songs und alte Dego-Hits zusammenbringt, wobei auch die vielen Dego-Projekte wie 4hero, 2000black, Silhouette Brown, DKD und mehr mit dabei seind. Absolute Klassiker treffen auf bisher unreleaste Beats.

Außerdem könnt ihr knappe 18 Minuten des kommenden Albums in 20 wohldosierten Häppchen schon jetzt anhören. Das It's All Over The Place Mixtape gibt's Dank nutriot hier zum Download. Unbedingt laut spielen, da werden Erinnerungen wach!

Arision Interview-Serie

DomuDas Londoner Label Arision veröffentlicht nicht nur hervorragend kompilierte Scheiben, deren Sound zwischen West London und Süditalien oszilliert, sondern stellt auch hin und wieder überraschend frische Videointerviews und -features mit und über Leute wie Domu, Dego von 4Hero oder Taylor McFerrin ins Netz. Sehr amüsant. Zum Ansehen bitte aufs Bild klicken.

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