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Future Drum'n'Bass From the Past

Ausschnit des Albumcovers von Back On Time

Als Plug hat Luke Vibert 1996 einen Meilenstein der experimentellen Drum'n'Bass Breakbeats veröffentlich: Drum 'n' Bass for Papa. Aus dieser Zeit stammen auch die fast vergessenen DAT-Tapes, die Vibert kürzlich wieder ausgegraben hat. Deren Inhalt ist jetzt als Album Back On Time bei Ninja Tune erschienen. Fünfzehn lange Jahre haben diese bisher unveröffentlichten Tracks auf dem Buckel und klingen dafür noch erstaunlich frisch.

Heute, wo sich Drum'n'Bass in unzählige Subgenres aufgefasert hat, ermöglicht Back On Time einen Blick zurück auf den eigenwilligen Sound eines der damaligen Visionäre. Plug spielt mit fernöstlichen Einflüssen ("A Quick Plug For A New Slot", "Come On My Skeleton"), probiert verträumte Electronica-Sounds aus ("Scar City"), flicht House Vocals ("Feeling So Special") und Jazz Samples ein ("Yes Man").

Heute nichts weltbewegendes mehr, aber eine nicht nur für die Neunziger herausragende Produktion macht Back On Time zumindest für jene zum Genuss, die damals schon mit dabei waren. Mir gefällt's jedenfalls. Hier gibt es zwei der gerade genannten Tracks von Back On Time zum Anhören:

NSJF 2007: Bajofondo Tango Club

Bajofondo Tango Club: Bandoneon und Beats auf dem North Sea Jazz Festival 2007

Auf dem North Sea Jazz Festival eher zufällig beim Bajofondo Tango Club reingestolpert. Die Argentinier (und Urus) machen Electrotango, das heißt Tango mit Beats, House und Drum'n'Bass-Einflüssenl. Quasi das Gotan Project auf Club und Party getrimmt, deutlich groove-orientierter und weniger ernsthaft verkopft, falls man das so sagen kann. Jedenfalls hat es einen Heidenspaß gemacht, den Musikern vom Rio de la Plata zuzuhören und den Arsch zur Musik zu bewegen. Wobei ich ganz klar sagen muss (nachdem ich mal in ein paar Alben reingehört habe), dass der Bajofondo Tango Club live deutlich mehr Laune macht als aus der Konserve. Daher gilt: Auf zum Karlsruher Zeltival (24.07.2007), ins Kulturzelt Kassel (25.07.2007), in die KulturArena Jena (26.07.2007), oder in die gute, alte Frankfurter Brotfabrik (02.08.2007). Gerade habe ich auch noch einen kompletten Tourplan gefunden. Also sucht euch einen Gig in eurer Nähe aus, es lohnt sich!

Hedfoniqz

Drum'n'Bass höre ich selten einfach so, sondern meistens, um mich an der Energie des Sounds zu pushen. Wenn ich also am Computer sitze und nicht so recht weiterkomme: Kopfhörer auf und DnB rein. Heute die Hedfoniqz aus London, woher ja immer noch der gute DnB kommt. Kein hartes Geknüppel, ich mag es etwas softer, melodischer, und nicht so bierernst. Das trifft zumindest auf die drei Tracks der Hedfoniqz zu, die man sich auf ihrer iSOUND-Seite anhören kann. Niiiice.

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