
Der Herbst - die deutscheste aller Jahreszeiten - klopft dumpf an die Tür. Und den Deutschen zieht es an grauen Herbsttagen in den Wald. Durch die Baumwipfel und die Nebelschwaden fingern späte Sonnenstrahlen, das Grau reißt auf und plötzlich dringen Licht und Wärme mitten ins Herz. Dazu wummert ein dubbiger Bass, und uns wird klar: Wir hören die neue Pole-EP: Waldgeschichten.
Dass der Berliner Stefan Betke aka Pole auf gewisste Weise der Romantik zuneigt, zeigte schon das Album-Artwork des dubbig blubbernden Vorgängers "Steingarten", das ein Foto von Schloss Neuschwanstein ziert. Ein warmer Bass pumpt auch durch die beiden neuen, waldschratmäßig "Wipfel" und "Wurzel" betitelten Tracks und öffnet den Raum für weite Klanglandschaften.
Laut Ankündigung sollen weitere Releases folgen und im kommenden Jahr in ein Album münden. Wenn die Musik weiter so entspannt groovt, dürfte dieses Album auch wieder ein großer Wurf werden.






