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3D Music Maze

Screenshot von 3D Music Maze

Wenn ihr einen modernen Browser mit WebGL-Unterstützung nutzt, z.B. Firefox 4.0 oder Google Chrome 9 und neuer, dann solltet ihr euch unbedingt 3D Music Maze ansehen. 3D Music Maze ist ein dreidimensionales Labyrinth, durch das ihr im Browser laufen könnt. Es erinnert an frühe Ego-Shooter wie Castle Wolfenstein oder Doom.

Die Wände bestehen allerdings nicht aus modrigen Steinblöcken, sondern aus Album-Covern. Mit den Pfeiltasten navigiert ihr durchs Labyrinth, und wenn ihr einmal gegen die Wand rennt, fängt Musik vom entsprechenden Album zu spielen an. Großartig! Wer sich einen Überblick über das gesamte Spielfeld verschaffen möchte, drückt die Leertaste und erhebt sich für kurze Zeit in die virtuellen Lüfte.

Um das Demo noch etwas spannender zu gestalten, ist irgendwo im Labyrinth ein kleines Spiel namens "Save Justin Bieber from the death metal". Was sich dahinter verbirgt, wird an dieser Stelle nicht verraten, ist doch klar!

Geschrieben wurde 3D Music Maze von Paul Lamere in seinen Weihnachtsferien. Er nutzte dafür die faszinierende Javascript 3D-Engine three.js und fragt im Hintergrund Daten von Echo Nest und 7Digital ab.

Ich finde es immer wieder toll, welche kleinen, feinen Tools findige Programmierer mit relativ einfachen Mitteln in kurzer Zeit auf die Beine stellen können, einfach indem sie bereits bestehende Schnittstellen und Bibliotheken nutzen. Die Hacks vom Music Hackday Berlin, der im Mai 2011 stattgefunden hat, zeigen viele Möglichkeiten auf. Ich würde so einen Music Hackday ja auch gern mal im Rhein-Main-Gebiet sehen ...

Jetzt aber genug der Worte. Klickt hier für 3D Music Maze! Viel Vergnügen beim Spielen und ein erfolgreiches neues Jahr 2012 :-)

Tomahawk - Audioplayer der Zukunft

Logo des Tomahawk-Players

Musikplayer-Software gibt es wie Sand am Meer. Musikdienste im Web auch, und gefühlt täglich kommen neue hinzu, zuletzt sorgten Google Music Beta und iTunes Match für Aufsehen. Bei den Playern stagniert die Entwicklung seit längerem. Fast alle können die lokale Musiksammlung abspielen, andere streamen Musik aus dem Netz, manche können auch beides. Die gespielten Tracks können zu last.fm gescrobbelt werden, Lyrics und Künstlerinfos werden aus dem Netz geladen und MP3s automatisch getaggt und mit Coverbildchen versehen. Das ist nun seit einiger Zeit schon state of the art, was die Verbandelung von Playern mit Web-Services angeht.

Ein neuer Stern am Himmel

Auftritt: Tomahawk. Der Tomahawk-Player bringt einige sehr aktuelle und zukunftsweisende Fähigkeiten mit. So ist es ihm relativ gleich, wo genau ein digitales Musikfile liegt. Er spielt es mit stoischer Neutralität ab. Anbieter wie Soundcloud, Spotify, YouTube und viele andere bieten Schnittstellen (APIs) an, über die Entwickler die dort jeweils vorhandene Musik anzapfen können. Tomahawk will das Schweizer Taschenmesser sein, mit dem viele dieser Dienste über eine gemeinsame Oberfläche abgefragt werden können. Ist ein gesuchter Musiktitel bei einem Dienst vorhanden, fängt Tomahawk an, diesen zu streamen und abzuspielen.

Zu diesem Zweck nutzt Tomahawk so genannte Resolver. Das sind Miniprogramme, die sich einfach wie Plugins hinzufügen lassen. Die Resolver kümmern sich im Hintergrund um den Login bei Spotify, um die Suche nach Titeln bei YouTube, last.fm oder bei Soundcloud. Da alle Resolver ähnlich funktionieren, sind sie für Programmierer relativ einfach zu entwickeln, so dass in Kürze mit Resolvern für viele Musikplattformen zu rechnen ist, wenn sich das Projekt weiter gut entwickelt.

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