Geschrieben von Matthias Gutjahr • Donnerstag, 9. September 2010
Lange nichts mehr von Tokyo Dawn gehört? Kein Wunder, im streng abgeschirmten Think Tank waren die Musikheads super-busy damit, die Compilation "The Heart" zusammenzustellen. Und wie der Name andeutet, ist jede Menge Herzblut in das Album geflossen, das uns mit insgesamt 18 Tracks feinstem Future Soul den Herbst versüßen wird.
Mit dabei: Jay Scarlett, Georgia Anne Muldrow, Soulparlor, Swede:art, Robot Koch, Portformat, fLako, Blaktroniks und viele mehr, die wir gut kennen oder uns jetzt wirklich merken müssen.
Reinhören in alle Tracks auf "The Heart" könnt ihr direkt bei Tokyo Dawn Records, wo es jetzt schon einen exklusiven Prerelease-Download gibt. Oder ihr hört euch Titel Nr. 2 gleich hier an:
Freunde, so ein paar Tage Urlaub können gut tun. Weit weg von all dem Internet-Gedöns in einem kleinen Dörfchen in der Sächsischen Schweiz, in dem es nicht einmal Handy-Netz gab. Einfach nur die Natur genießen (na gut, und Geocachen), das hat schon was. Im Anschluss noch etwas Platten shoppen in Dresden und Freunde (und ein Fußballspiel und die geniale Ausstellung von Olafur Eliasson) besuchen in Berlin. Herrlich.
Währenddessen ist die Zeit natürlich nicht stehengeblieben, und der Output guter Musik ist ebensowenig versiegt. Daher sei an dieser Stelle auf einiges Hörenswertes hingewiesen, z.B. Release #062 auf 12rec: Monokle & Galun mit In Frame. Recht poppig und mit astreinen Beats kommt das Werk des Duos daher, die Grundstimmung ist eher ruhig, post-rockig, aber abwechslungsreich und nie langweilig. Unbedingt recommended, weil Netaudio und einfach gut. Show them some love!
UpMyAlley geht in die nächste Runde der Beatnicks-Reihe. Volume 3 versammelt Tracks von fLako & Berghem, Powell, O.Boogie, Desto, Rez und Ki En Ra. Wieder einmal ein Burner, wie ihr selbst hören könnt:
Und wer es gern dubbiger mag, für den hat die Sendung Tunes auf Bunch.TV das Kölner Konzert von Dub Spencer & Trance Hill feat. Umberto Echo auf Video mitgeschnitten. 32 Minuten aus dem Gig der Züricher Band mit dem Münchner Mischer Umberto Echo an den Reglern könnt ihr ansehen und -hören, Teil 1 gleich hier:
Das waren nur ein paar Highlights der letzten Tage. Die Zeit steht nicht still. Wenn es jetzt langsam mal wärmer wird und der Musiknachschub weiter so toll läuft, steht einigen tollen Sommerwochen eigentlich nichts mehr entgegen.
Beats, Beats, Beats sind durchaus wieder oder immer noch das heißeste Ding. In mehreren Schüben sind in den letzten Jahren ganze Generationen hochgegabter Beats-Bastler durchgestartet, und auch die Zukunft sieht mehr als rosig aus. Bald erscheint das neue (erste) Album von Hudson Mohawke, Butter, auf Warp; und auf dem RUN VIE-Festival in Wien gibt sich Anfang Oktober ein Großteil der Szene, wenn man so will, die Klinke in die Hand: Dorian Concept, fLako, Dimlite, The Clonius und viele mehr. Ist mir dann wahrscheinlich einen eigenen Blogpost wert, auch wenn ich nicht vor Ort bin.
Beachtlich ist auch und vor allem der beatslastige Output kleiner und Netlabels; beachtlich insbesondere in qualitativer Hinsicht. Wieviel Talent sich im Netz herumtreibt und mal hier, mal da hammermäßiges Zeug raushaut, ist schon Wahnsinn. Der nächste Streich folgt übermorgen bei Error Broadcast: Auf dem ABC Alphabeat-Mixtape zeigen Swede:art, A-rec und Fuer.steps, was sie draufhaben. Das ist keine leichtverdauliche Kost, aber pures Glück für Genießer. Überhaupt lohnt es sich, häufiger bei Error Broadcast reinzuschauen und auch die bisherigen Releases in Ruhe durchzuhören. In drei Tracks von ABC Alphabeat könnt Ihr jetzt schon reinhören: