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24C3

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 27. Dezember 2007

Seit heute ist es wieder so weit: Der 24. Chaos Communication Congress (24C3) öffnet seine Pforten für allerlei Sinnvolles und scheinbar Sinnloses. Ich hoffe, dass wieder viele Sessions live gestreamt oder zumindest archiviert werden, denn so absurd manche Themen auch klingen mögen, sollte man ihre Relevanz für heute und morgen nicht unterschätzen. Ich liste in loser Reihenfolge mal einige Vorträge auf, die ich besuchen würde, wäre ich vor Ort in Berlin:

Selbstverständlich ebenso interessant und relevant sind die ganzen Hacker- und Coderthemen, aber nicht unbedingt für ein Musikblog. Bei Interesse könnt ihr ja diesen Feed abonnieren.

Radio-Subbotniks: Backyard Radio und mikro.fm

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 16. Oktober 2007

Beim Live-Mitblogging des gestrigen Berliner Webmontags habe ich gelesen, dass Andreas vom Newthinking Store über das Projekt Berlin Backyard Radio referierte. Worum geht es dabei?

Berlin Backyard Radio ist ein dezentrales Radio, das in den Hinterhöfen der Stadt sendet. Eine große Zahl kleiner, über das gesamte Stadtgebiet verteilte Transmitter senden auf einer Frequenz, auf 107,7 Mhz, und erreichen dabei eine stetig wachsende Abdeckung.

Im Prinzip kann also jeder ein Sender werden. Rechtlich möglich ist das, seitdem Anfang 2006 Minisender auch in Deutschland zugelassen wurden. Technisch soll das Senden so realisiert werden, dass man einen Radiostream übers Internet empfängt und diesen dann mit einem USB FM-Transmitter in den Hinterhof abstrahlt.

Ein ähnliches Projekt scheint mikroFM, das bisher mini.fm hieß, sein. MikroFM bietet allen Interessierten aus Berlin und anderswo die Möglichkeit, Sendungen freier Radioinitiativen mit eigenen, sehr kleinen UKW-Sendern im Wohngebiet zu verbreiten. Dabei soll nur Musik mit freien Lizenzen gespielt werden und alle Arbeit freiwillig und unentgeltlich geleistet werden. Der Stream kann hier angehört werden, und die Radiokampagne könnt ihr auf vielfältige Weise unterstützen - oder einfach mitmachen.

Ich finde die Idee ziemlich genial, weil sie das Prinzip des Freifunks auf das Medium Hörfunk überträgt. Ob es in der Realität gut funktionieren wird, weiß ich nicht. Diese Minisender haben ja keine wirklich große Reichweite, die Qualität schwankt, und ob sich viele Leute so einen Transmitter ans Notebook klemmen werden? Aber es werden sich hierfür sicher Anwendungsfälle finden. Die beiden Projekte haben auf jeden Fall verdient, beobachtet und unterstützt zu werden. Und sei es nur durch einen kleinen Blogbeitrag.

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