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FSOJ 12

Cover von FSOJ12

Seit knapp 17(!) Jahren lässt das Kürzel FSOJ die Herzen von NuJazz-Liebhabern höher schlagen. 1995 erschien [der erste Teil](http://www.discogs.com/Various-The-Future-Sound-Of-Jazz/master/226110 Release-Info bei discogs.com) der Future Sound Of Jazz-Reihe beim damals noch recht jungen Münchener Label Compost Records. Michael Reinboth hatte dafür 13 Tracks u.a. von Wagon Christ, Jimi Tenor oder Shantel und Produzenten wie Rockers Hi-Fi oder Coldcut zusammengestellt.

Fast Forward nach 2012. Ende März erscheint die mittlerweile zwölfte Ausgabe der Serie. Es ist immer noch Michael Reinboth, der diesmal sogar 24 Tracks ausgesucht hat. Und wie immer dürften die meisten Künstler nur Spezialisten bekannt sein, soll heißen, es gibt jede Menge Neues zu entdecken.

Traditionell weit gefasst ist der Jazz-Begriff auf dieser Compilation und fühlt sich nach bald zwei Jahrzehnten nicht mehr ganz so nach "Zukunft" an wie früher. Denn was damals "Zukunft" war, ist heute schon wieder vorbei. Was nicht heißen soll, dass diese Musik an Qualität verloren hätte. Letztere ist nach wie vor hoch. Auf FSOJ12 werden keine Retro-Sounds für Nostalgiker aufgewärmt, der Sound ist aktuell, und doch lassen sich Parallelen zu den ersten Ausgaben ziehen: Die gebrochenen Beats, die Jazz-Samples, das teilweise dubbig Verschleppte. Und damit meine ich nicht Dubstep!

Es ist halt ganz einfach und glücklicherweise so, wie Stefan in seiner Scheibenwelt schreibt, nämlich

dass FSOJ Vol. 12 vor allem auch Erinnerungen an die ersten Ausgaben hervorruft, inklusive der damals spürbaren Euphorie für die Frischheit eines Sounds, dessen Einflüsse inzwischen omnipräsent sind.

Am 23. März erscheint Future Sound Of Jazz Vol. 12 für Vinyl-Liebhaber, eine Woche später gibt's dann die anderen Formate. Wer erkennen kann, was auf dem Album-Cover abgebildet ist, hat bis zum 24. Februar die Möglichkeit, ein FSOJ-Bundle zu gewinnen. Rupert and Mennert haben zu Promo-Zwecken einen einstündigen Mix für FSOJ-Nostalgiker gezimmert, den ich hier schon mal verlinke:

amarokFS

Lange habe ich nach einem Programm oder Skript gesucht, das es mir ermöglicht, den aktuellen Track aus meinem Musikplayer (amaroK, soll es in Bälde wohl auch für Windows geben) irgendwie hübsch fullscreen anzuzeigen, ohne dass gleich alles gesperrt ist. Jetzt bin ich auf das von Jan Zarnikov geschriebene amarokFS gestoßen, für das Martin Koßler dankenswerterweise eine Ubuntu Paketquelle bereitstellt, so dass die Installation ein Klacks ist. Die Oberfläche kann mit eigenen Themes angepasst werden, wobei die Auswahl noch recht klein ist, aber das wird sich hoffentlich bald ändern. Sollte ich selbst mal Hand anlegen, lasse ich euch das natürlich wissen, aber ich bin nunmal kein großes grafisches Talent. Überhaupt finde ich die erhältlichen Skins eigentlich ganz ok. Könnt ihr auf dem Bild ja sehen, wenn ihr draufklickt sollte es eigentlich Lightbox-ish vergrößert werden. Darauf zu sehen ist by the way die Single Watercircles/Sargasso von Monassa, die bald auf dem Kölner In-Label UpMyAlley erscheint. Falls euch der Name Monassa nichts sagt, holt doch mal wieder eure Future Sounds Of Jazz Vol. 9 raus.

Jubiläum auf dem Compost-Haufen

FSOJ 10
Future Sounds Of Jazz geht in die zehnte Runde. Vor acht Jahren hatte Compost-Labelgründer Michael Reinboth die erste Ausgabe dieser Compilation-Reihe zusammengestellt, und immer noch gelingt es ihm, mehr oder weniger frisches Material zu finden und dem geneigten Hörer nahezubringen. Aber auch sonst hat sich in diesem Frühjahr wieder einiges bei den Münchnern getan.
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