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Free On-Demand Music bei last.fm

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 23. Januar 2008

Mittlerweile Pfeifen es die Spatzen von allen Dächern: Bei last.fm kann man sich ab sofort Musikstücke und auch ganze Alben in voller Länge anhören, und das bis zu dreimal, bevor ein Kaufhinweis erscheint:

With the support of the folks behind EMI, Sony BMG, Universal and Warner—and the artists they work with—plus thousands of independent artists and labels, we’ve made the biggest legal collection of music available to play online for free.

Ich habe das gleich mal ausprobiert, und es stimmt. Viele Tracks haben jetzt einen schwarzen Play-Button vorne dran, was bedeutet, dass man sie komplett durchhören kann. Leider scheinen das in der Tat hauptsächlich Titel der vier großen Firmen zu sein, aber immerhin. Demnächst wird es offenbar auch einen kostenpflichtigen Abo-Service geben, der ein unbeschränktes Abspielen ermöglichen soll.

Last.fm-Buttons

Interessant ist auch die Tatsache, dass die Künstler Geld von last.fm bekommen. Je häufiger ein Titel gespielt wird, desto mehr wird an den Künstler bzw. den Rechteverwerter gezahlt. Nun sollen auch ungesignte Musiker von last.fm profitieren können (oder gab's das schon länger?), auch sie können nun ihre Stücke hochladen und bekommen umso mehr Kohle, je öfter sie gespielt werden. Da das auch für Labels gilt, frage ich mich, ob Netlabels hiervon nicht profitieren könnten? Gibt's da schon Erfahrungen?

Die Tracks, die ich bisher angehört habe, waren übrigens mit 128 kb/s codiert, also nicht so wirklich toll, aber ausreichend. Woher ich das weiß? Nun, die MP3s werden von last.fms Flash-Player vorgeladen und dann im Browser-Cache abgelegt. Kein Problem, sie dort zu finden, sie rauszukopieren und umzubenennen ;-) Ist nur eine Frage der Zeit, bis es fertige Tools oder Firefox-Erweiterungen gibt, die diesen Vorgang erleichtern oder automatisieren. Ich vermute allerdings, die Dateien sind mit einem Wasserzeichen versehen oder so.

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7 Kommentare

Bloggerfieber

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 20. August 2007

Ich bin wohlbehalten und voller interessanter Ideen und Eindrücke vom Kölner BarCamp zurückgekehrt und versuche, mich langsam wieder an den Alltag zu gewöhnen. Der Austausch mit anderen Bloggern, das Wiedersehen mit fast schon "alten" Bekannten, und das Kennenlernen neuer Menschen in einer Atmosphäre des gegenseitigen Austausch und Verständnisses machen noch mehr Lust auf bloggen. Mehr Lust, als Zeit vorhanden ist (Zeitmanagement für Blogger war auch ein Thema auf dem BarCamp), aber ich versuche mein Möglichstes.

Ganz besonders freut es mich auch, wenn ich anderen Bloggern helfen oder jemanden bei einer Bloggründung unterstützen kann. So geschehen in der vergangenen Woche, als mich David aus Hamburg (der hier schon seit langem mitliest, wie ich zu wissen glaube) anmailte mit ein paar Fragen zum eigenen Blog. Meine Antworten gingen per Mail zurück, darunter auch ein Link auf diese informative Seite (zusätzlich möchte ich auch noch diese Tipps von Roman empfehlen, der auch auf dem BarCamp war). Kurze Zeit später kam die Nachricht, dass das Blog eingerichtet sei, und mittlerweile scheint David ebenfalls vom Bloggerfieber befallen zu sein, denn sein Blog South City Tunes ist schon richtig gut gefüllt.

In South City Tunes stellt er schwerpunktmäßig Musik aus Australien und Neuseeland vor, aber auch aus Japan und anderen Teilen der Welt, die von hierzulande (noch) ziemlich unbekannten Künstlern stammen. Rare Platten aus pazifischen Regionen sozusagen. Ausführlich sind sowohl die Besprechung als auch die Informationen über den jeweiligen Release, Hörbeispiele gibt es dann meist über MySpace. Musikinteressierte sollten also den Feed abonnieren und die Ohren (und Minds) offen halten. Und vielleicht kann jemand David und mir die Frage beantworten, wie man es hierzulande denn mit Hörproben im eigenen Blog halten sollte: Sind 30-Sekunden-Snipptes ok, oder muss man dafür auch dann an die GEMA abdrücken, wenn die Musik auf einem obskuren neuseeländischen Label erscheint? Ich war bei sowas bisher sehr zurückhaltend. Zu Recht?

Musikdownloads rechnen sich für Künstler nicht!?

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 30. Juli 2007

Sollte die folgende Grafik stimmen und das aussagen, wonach es aussieht, dann bringt online vertriebene und downloadbare Musik den Künstlern weniger ein als Musik auf CDs. Große Gewinner sind die Plattenfirmen, die einen noch größeren Teil des Kuchens für sich behalten.

Klicken für größere Ansicht

Allerdings wurde die Studie offenbar von der MCPS-PRS, der britischen GEMA quasi, in Auftrag gegeben mit dem Ziel, die Frage nach einer Verlängerung der Urheberrechte von Musik von 50 auf über 90 Jahre zu klären. Die Frage wurde mittlerweile vom Parlament abschlägig beantwortet, nicht zuletzt auf der im so genannten Gowers-Bericht dargelegten Fakten. Der Zusammenhang, in dem die Daten, die im Übrigen von der MCPS-PRS selbst geliefert wurden, verwendet werden, ist folglich ein anderer. So wird in dem Bericht auch darauf hingewiesen, dass Künstlern je nach Bekanntheit durchaus andere Einnahmequellen zur Verfügung stehen, etwa Auftritte in Werbekampagnen oder Livekonzerte. Und überhaupt: copyright is essential for protecting the investment that UK creative industries make in artists, performers and designers. Es geht also nur indirekt um die Künstler.

Da in Großbritannien, und auch das steht im Bericht, mittlerweile ca. 80 Prozent aller Singles per Download verkauft werden, ist das Thema sowieso von der Realität überholt worden. Dennoch steht es der weit verbreiteten und oft von Künstlern selbst geäußerten Ansicht, Downloads seien gerechter, etwas entgegen. Wem soll man glauben? [via 1, 2, 3]

Creative Commons-Radioshow in Holland

Geschrieben von Matthias GutjahrSamstag, 3. März 2007

Der niederländische öffentlich-rechtliche Radiosender VPRO startet seine neue Sendung Wissel ausschließlich mit Musik, die unter der Creative Commons-Lizenz veröffentlich wurde. Gibt's sowas auch in Deutschland, vielleicht beim Deutschlandfunk oder so? Mittlerweile gibt es ja diverse Radiosendungen als Podcast zu abonnieren, Radioprogramme rund um die Uhr als Stream zu empfangen, und beim ZDF sogar Fernsehserien vor ihrer TV-Premiere im Netz zu sehen. In Holland war der Anlass übrigens die Einführung von BUMA-Gebühren für Podcaster. Die BUMA ist das, was die GEMA hierzulande ist, und die hat ja schon vor geraumer Zeit Podcasting-Lizenzen eingeführt. Als Antwort darauf wurde etwa die Podparade ins Leben gerufen, aber ich finde, der von uns allen finanzierte Rundfunk könnte sich doch auch mal in diese Richtung bewegen.

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