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Mux Mool - Planet High School

Albumcover von Planet High School

"Planet High School" heißt das aktuelle musikalische Werk von Mux Mool auf Ghostly International. Und es läuft hier in den Numblog-Studios rauf und runter. Das 2010er Ghostly-Debut von Brian Lindgren (das ist der Name, der auf seinem Steuerbescheid steht), Skulltaste, ist mir damals nicht besonders aufgefallen. Aber jetzt hat Mux Mool zehn Tracks mit echten Ohrwurm-Qualitäten produziert.

"Planet High School" ist irgendwie auch Bass-Musik, lebt von den clever programmierten Hip Hop-Beats und fast schon Ghostly-typischen Synths. "The Butterfly Technique" ist IMHO klar der beste Tracks auf "Planet High School": erst dieses verwirrende Glocken-Gebimmel, das von diesem groovenden Piano nie so ganz abgelöst wird, und darüber ab und zu strange Vocal-Samples, bevor es gegen Ende fast schon in eine gewisse Cheesiness abdriftet. Macht gute Laune.

Später wird das Album wieder düsterer, pumpender und anstrengender, bleibt aber insgesamt sehr homogen - und hört mit dem letzten Track "Baba" wieder versöhnlich auf. Digital ist das "Planet High School" bereits vor kurzem erschienen, physikalisch könnt ihr es in ein paar Wochen in den Händen halten. Und hier reinhören bitte:

Heute mal ein paar Shorts

Für längere Blogeinträge fehlt mir momentan die Zeit, daher gibt es heute nur ein paar Kurzmeldungen, die ich in den letzten Tagen in meinem Feedreader markiert habe.

Beispielsweise gibt es Neuigkeiten von Massive Attack, die auf dem Londoner Meltdown Festival gemeinsam mit dem Heritage Orchestra ihre Interpretation des Blade Runner-Soundtracks präsentieren wollen. Das Heritage Orchestra, ein Orchester aus klassischen Musikern, wurde bekannt durch seine Auftritte in diversen Londoner Clubs. Ich gehe stark davon aus, dass davon dann auch eine DVD erscheinen wird. [via] Außerdem planen Massive Attack ein Album mit Damon Albarn. Interesting. [via]

Im Juni kommt eine neue Ausgabe der DJ Kicks-Serie auf !K7. Wer sie zusammenstellt? Kein geringerer als Chef-Dubstepper Burial. [via]

Einen komplett kostenlosen Download, den man nicht verpassen sollte, gibt es auch mal wieder. Unter dem Titel Ghostly Swim hat das Label Ghostly International eine Labelschau mit 19 Tracks veröffentlicht. Mit von der Partie: Dabrye, Matthew Dear, Milosh und viele andere. [via]

Und zu guter Letzt: Prelistening des neuen Roots-Albums Rising Down. Ein Muss! [via]

Zum Prelistening

Review: Dabrye - Two/Three

The freshest kid in town
Dabrye - Two/Three

Von Tad Mullinix aka Dabrye war ja schon aufgrund seiner vorherigen Platten One/Three und Instrmntl und trotz der Herkunft aus dem nicht gerade als Hip Hop-Metrolpole bekannten Ann Arbor einiges zu erwarten. Immer öfter wird er fast schon in einem Atemzug mit Prefuse 73 genannt, die Zusammenarbeit mit Jay Dee, Waajeed (PPP), Phat Kat und MF Doom nährte den Geheimtippstatus natürlich noch zusätzlich. Nun also Two/Three, der - Überraschung - zweite Teil einer geplanten Trilogie. Wieder bilden seine markanten Beats, die wabernden Bässe und 8bit-Sounds das Fundament für eine der frischesten Hip Hop-Scheiben des Jahres. Diesmal bleibt es aber nicht bei Instrumentals, sondern es darf auch die Sahne der Indie-Rapper ran. Das liest sich fast wie ein Who's Who der Szene. Die Platte gilt also heute schon als essential, und wenn manche Tracks beim ersten Hören etwas nerven: das gibt sich unter Garantie wieder.

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