Ich geb's ja zu, mit dem engeren Thema dieses Blogs hat das nur peripher zu tun, aber ich muss es mal sagen: Eine der schönsten, treffendsten und doch simpelsten Beschreibungen eines Musikstils ist für mich Shoegazing. Bands wie die grandiosen The Jesus And Mary Chain, Ride oder in den Neunzigern Spiritualized (die, btw, eine der genialsten CD-Verpackungen ever kreiert haben) sind sozusagen die Gründerväter des Genres der watteweichen Gitarrennoisewände. Gregor Samsa, die Band aus Richmond, Virginia, steht in dieser Tradition der Zerbrechlichkeit, ohne allerdings immer die fuzzboxgetränkten Gitarren aufzufahren. Das Quartett interpretiert den Shoegazing-Sound eher nach Art von Godspeed You! Black Emperor oder Sigur Rós als Postrock mit stetig steigender Spannung und retardierendem Moment in epischer Breite.
Nun aber genug der Beschreibungsversuche, denn der Grund, warum ich all das hier notiere, ist: Das Quartett tourt mit seinem Debütalbum 55:12 im Gepäck ab dem 14. Mai durch Deutschland. Und einige aufgeweckte Mainzer waren vor Monaten clever genug, die Jungs für eben jenen 14. Mai zum Tourneeauftakt nach Mainz ins Caveau zu lotsen. Wer also mal wieder seine Schuhspitzen betrachten möchte, sollte das Konzert nicht verpassen! Und, hey, ich hab es geschafft, Franz Kafka bisher mit keinem Wort zu erwähnen ![]()


