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Hudson Mohawke und Lunice sind TNGHT

Cover-Ausschnitt

Von vielen sehnlich erwartet, von den meisten vermutlich unverstanden: Die Kollaboration "TNGHT" von Hudson Mohawke aus Glasgow und Lunice aus Montreal, beide Meister ihrer Disziplin "Wonky Glitch-Hop", ist heute bei Warp x LuckyMe Records erschienen. Einige der Tracks sind ja bereits vorab durchs Netz gewandert, aber jetzt gibt's alle Fünfe kompakt auf einem Album.

Drüben im RBMA-Magazin gibt's einen netten, englischsprachigen Artikel (der, warum auch immer, als Interview angekündigt ist) über die Gründe ihrer Kooperation, ihren ersten Auftritt beim Dour Festival in Belgien und die amerikanische Rap-Szene:

“Major labels are struggling in terms of trying to find that sound,” says Lunice. “It opens up the chance for a new generation to really experiment and push it to those people. I feel like right now it’s a time when they’re actually listening. When they’re saying ‘OK, let’s hear what you have to say’.”

Dass ich ziemlich begeistert von der EP bin, dürfte selbstverständlich sein. Einfach, eingängig zu hören ist sie nicht, und sie ist auch viel zu schnell wieder vorbei. In eine gute Viertelstunde haben die Jungs aber so einige Sounds reingepackt, die man sonst nirgends zu hören bekommt - und so wohl auch noch nie gehört hat. TNGHT ist jedenfalls sehr, sehr weit vorne!

Der Himmel voller Bembelfische

Jan Delay & Disko No. 1

Die Jahrhunderthalle Höchst hat in den fünfzig Jahren ihres Bestehens sicher schon so einiges erlebt, aber ob sie jemals schon so ein buntes Festival was das Lüften sehen durfte?

Ich war am Samstag da, und dieser eine Tag war vollgestopft mit tollen Eindrücken und netten Begegnungen (Shouts ganz besonders an Mo - nach all den Jahren!). Gleich zu Anfang durften wir eine Zeitreise von 700 Jahren fast-forward in die Zukunft antreten und einen Blick zurück auf die Menschheit des Jahres 2012 werfen, der Zeit vor dem Big Change. Hört sich unglaublich an? War es auch!

Gleiches gilt für das Vinyl Rally-Projekt, über das ich schon gebloggt hatte. Die Rennbahn ist wirklich groß und macht einen Höllenlärm (= Riesenspaß!). Überhaupt haben wir alle paar Meter eine neue Welt betreten. So abwechslungsreich kann also ein Festival sein, das mehr als nur Musik bietet und noch nicht vom Kommerz beinahe erstickt wird. Über dem aber Heliumballons in Form von Bembelfischen (ja, nicht Babelfische, sondern eben Fische in Bembelgestalt - oder Bembel in Fischgestalt) schweben.

"Der Himmel voller Bembelfische" vollständig lesen

ABC Alphabeat

Beats, Beats, Beats sind durchaus wieder oder immer noch das heißeste Ding. In mehreren Schüben sind in den letzten Jahren ganze Generationen hochgegabter Beats-Bastler durchgestartet, und auch die Zukunft sieht mehr als rosig aus. Bald erscheint das neue (erste) Album von Hudson Mohawke, Butter, auf Warp; und auf dem RUN VIE-Festival in Wien gibt sich Anfang Oktober ein Großteil der Szene, wenn man so will, die Klinke in die Hand: Dorian Concept, fLako, Dimlite, The Clonius und viele mehr. Ist mir dann wahrscheinlich einen eigenen Blogpost wert, auch wenn ich nicht vor Ort bin.

Beachtlich ist auch und vor allem der beatslastige Output kleiner und Netlabels; beachtlich insbesondere in qualitativer Hinsicht. Wieviel Talent sich im Netz herumtreibt und mal hier, mal da hammermäßiges Zeug raushaut, ist schon Wahnsinn. Der nächste Streich folgt übermorgen bei Error Broadcast: Auf dem ABC Alphabeat-Mixtape zeigen Swede:art, A-rec und Fuer.steps, was sie draufhaben. Das ist keine leichtverdauliche Kost, aber pures Glück für Genießer. Überhaupt lohnt es sich, häufiger bei Error Broadcast reinzuschauen und auch die bisherigen Releases in Ruhe durchzuhören. In drei Tracks von ABC Alphabeat könnt Ihr jetzt schon reinhören:

Grüße an Sven Swift und thx für das Tape! :-)

Beatnicks Tape 01 - Hubert Daviz

Beatnicks Tape 01Allerorten wird gerade eine neue Generation von beatsmiths gefeiert, deren Mitglieder Hudson Mohawke, Samiyam, Rednose Distrikts Steven de Peven oder Flying Lotus heißen. Letzterer hat gerade mit Los Angeles den brillanten Nachfolger seines Debüts 1983 veröffentlicht. Auch im Land des zukünftigen Europameistersin Deutschland gibt es überall Talente, die nur noch entdeckt werden müssen. Dass sich das Label UpMyAlley in dieser Sache durchaus verdient macht, habe ich ja schon desöfteren erwähnt.

Hubert Daviz aus Köln ist einer dieser jungen Beatproduzenten, der schon auf zwei Labelsamplern von UpMyAlley vertreten war und jetzt ganz allein das Beatnicks Tape 01 bespielt hat. Das gibt es allerdings gar nicht zu kaufen, sondern "nur" kostenlos herunterzuladen: hier.

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