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Future Sound Of Brass Vol. 3

Fast überall auf der Welt gibt es Brass-Bands, ihr Sound ist so vielseitig wie die Traditionen, auf denen er fußt. Es gibt den New Orleans-Sound, der seine Wurzeln in Gospel, Blues, Marching Bands und Jazz Funerals hat, aber heute mit Hip Hop-Beats und jeder Menge Funk-Energie pusht.

Aus der bayerischen Volksmusik ist der Sound von Moop Mama und LaBrassBanda erwachsen, die ebenfalls Hochgeschwindigkeits-Raps und moderne Beats hinzugefügt haben.

In Indien haben die britischen Kolonialherren ihre Paraden mit Posaunen und Trompeten abgehalten und nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die Mitglieder der Jaipur Kawa Brass Band sehen sich als Rajasthani Gypsies und spielen ihre Interpretationen indischer Hits aus den 50er Jahren und Eigenkompositionen mit bis zu 30 Musikern.

Und auch die Gangbé Brass Band aus dem westafrikanischen Benin hat musikalische Traditionen der ehemaligen französischen Kolonialherren aufgenommen und umdefiniert. Zusammen mit der belgischen Mestizo-Combo Jaune Toujours haben sie ihren Sound auf dem Album "Afrobelbeat" aufgenommen.

Derweil covern sich die Engländer von der Hackney Colliery Band weiterhin erfolgreich durch die Goldenen 90er und covern hier Goldies "Inner City Life".

Das alles habe ich kurzerhand zusammengemixt, in dieses Internet hochgeladen und präsentiere hiermit, Ladies and Gentlemen:

Future Sound of Brass Vol. 3 by Numblog on Mixcloud

"Future Sound Of Brass Vol. 3" vollständig lesen

Future Sound of Brass Vol. 2

Es ist beileibe nicht so, dass mir langweilig gewesen wäre in den vergangenen Tagen und Wochen, aber ein wenig freie Zeit hatte ich doch. Allerdings wenig Lust zu bloggen, fragt mich nicht warum. Wahrscheinlich muss manchmal einfach eine Pause sein, um wieder frische Energie aufzutanken. Ich hoffe, der Akku ist nun wieder voll genug, um euch regelmäßig mit meinen Einlassungen zu beglücken ;-)

Als erstes gibt es heute ein neues Mixtape auf die Ohren, nämlich den zweiten Teil der Future Sound of Brass-Serie. Neben vielen Brass Bands, die schon in der ersten Ausgabe vertreten waren, sind neu mit dabei die Dirty Dozen Brass Band, Galactic, das Tremé-Wunderkind Trombone Shorty, die Chicagoer Jazz-Legende Kelan Philip Cohran (mit seinen Söhnen) und die Bhangra-Brass-Band Red Baraat, die Punjabi Sounds und New Orleans-Funk vermischt.

Aufgedreht!

Future Sound of Brass

Über die vergangenen Monate und Jahre hinweg habe ich jede Menge dynamische Brass Band-Musik gesammelt, egal ob aus New Orleans, Chicago, vom Balkan oder, ja, aus Bayern. Eine kleine Auswahl habe ich kürzlich zusammengemixt und gerade eben in die Mixcloud hochgeladen.

Angefangen hatte diese Leidenschaft damals mit der Platte "Unlearn" der Youngblood Brass Band, wenn ich mich richtig erinnere. Seitdem kamen neben den US-Einflüssen vermehrt Balkan Beats hinzu und zuletzt neue deutsche Blasmusik von Bands wie LaBrassBanda oder Moop Mama. Das "Future" im Titel mag vielleicht nicht ganz stimmen, bedienen sich doch viele aktuelle Brass Bands bei den Achtzigern oder anderen Traditionen. Aber die Beliebtheit des Brass-Sounds nimmt zu - Brass hat eine Zukunft! :-)

Enjoy Jazz-Mini-Tour

Enjoy Jazz-Logo

Morgen starte ich meine persönliche Mini-Tour zum Enjoy Jazz-Festival im Rhein-Neckar-Delta. Schon vor elf Tagen hatte Erik Truffaz das Festival mit Miles Davis-Songs eröffnet. Heute Abend spielen übrigens die großartigen The Bad Plus. Und morgen, ja morgen werden die acht Söhne des Phil Cohran, besser bekannt als Hypnotic Brass Ensemble, die Mannheimer Feuerwache zum Brennen bringen (Feuerwache, brennen, ihr versteht?). Auf die Jungs freue ich mich ganz besonders, weil ich sie letztes Jahr in Frankreich schon etwas näher kennenlernen durfte!

Am Sonntag setze ich meine Tour fort beim gemeinsamen Auftritt von Bugge Wesseltoft und Henrik Schwarz. Der norwegische Pianist und der deutsche Laptop-Producer haben aktuell das Album "Duo" am Start, das sich schon gut anlässt. Ich vermute aber, dass sich die Kollaboration der beiden erst live so richtig entfalten kann. Auch wenn die Tracks zum Teil etwas ruhiger daherkommen: Hoffentlich ist die Feuerwache nicht bestuhlt ;-)

Zum Abschluss (für mich, das Festival läuft ja noch bis 18. November) sehe ich mir am Montag einen weiteren Norweger an, den Trompeter Nils Petter Molvær. Er tritt im Trio mit Gitarre und Drums auf, speist noch elektronisches Gefrickel ein und hat mit "Baboon Moon" ein Album im Gepäck, auf dem er (endlich) wieder zu Hochform aufläuft und es auch mal richtig krachen lasst. Seinen düsteren Markenzeichen-Ambient-Sound hat er natürlich immer noch perfekt drauf, aber die Gitarren-Soundwände tun seiner Musik hörbar gut.

Das werden anstrengende Tage, aber ich freue mich schon drauf und werde hinterher bloggen, wie es war. Wenn von euch jemand dort ist, gebt doch einfach Bescheid; vielleicht können wir vor- oder nachher noch kurz plauschen.

Weitere Infos zum Enjoy Jazz findet ihr natürlich auf der Festivalwebseite, im Festivalblog oder bei metropoljazz.de

Vorschau: Enjoy Jazz 2011

Logo des Festivals 2011

Einen Blick voraus auf das Enjoy Jazz-Festival 2011 werfe ich hier und jetzt in guter Tradition, während meine Vorfreude langsam steigt. Das nunmehr "13. Internationale Festival für Jazz und Anderes" hat sich vor einer Woche eine neue Webseite verpasst, außerdem postet das Festival-Team Neuigkeiten im zugehörigen tumblr-Blog. Vom 2. Oktober bis zum 18. November stehen die Festival-Bühnen in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen für knapp 60 Konzerte bereit.

Traditionsgemäßg ist das musikalische Progamm wieder äußerst farbenfroh und, wie der Jazzblogger meint, auch gelegentlich leicht wahnwitzig. Genau das macht einen großen Teil des besonderes Reizes des Enjoy Jazz aus, auch wenn Jazz-Puristen darüber die Nase rümpfen mögen. Der Erfolg gibt den Festivalmachern recht: Das Enjoy Jazz ist etabliert und verhalf jüngst der Stadt Mannheim dazu, den zweiten Platz unter den deutschen Jazzmetropolen einzunehmen.

Wie immer möchte ich an dieser Stelle meine persönlichen Highlights (in no particular order) vorstellen, ohne den Rest des Programms abwerten zu wollen. Auch 2011 sind wieder viele Künstler am Start, die ich (noch) gar nicht kenne. Und nur wenige habe ich bereits live gesehen. Daher sind meine Highlights auch gleichzeitig eine Liste der Konzerte, die ich mir schon in den Kalender eingetragen habe:

Das komplette Programm gibt's auf dieser Seite, da ist noch einiges mehr geboten. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass auch einige Local Heroes ihren Auftritt haben werden, z.B. Sind sie außer Gefahr. Eine kunterbunte Mischung, wie gesagt, aber hochaktuell und hochqualitativ. Allein über Chase & Status müssen wir noch mal reden ;-)

Was sind eure Highlights? 

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