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Tracing Arcs - Eye See You

Cover Tracing Arcs - Eye See You

Im Jahresendspurt wir gerade ein beeindruckendes Feuerwerk an Netaudio-Releases höchster Güte abgebrannt. Zwischen den Jahren ist zum Glück etwas Zeit für musikalische Heavy Rotation.

Tracing Arcs sind eine weitere Leuchtrakete der iD.EOLOGY-Pyromanen. Deren Debütalbum "Eye See You" klingt aber so reif, als hätten die zwei plus zwei Musiker schon zwanzig Jahre steile Karriere hinter sich. Haben sie ja mehr oder weniger auch. Trip Hop, Downbeat, Nujazz waren schon lange nicht mehr so lebendig, wie auf den sieben nicht eben kurzen Tracks dieser Scheibe. Von der musikalischen Qualität her braucht sich "Eye See You" vor niemandem zu verstecken, vor allem der Gesang von Fran Kapelle beeindruckt.

Hier wird einmal mehr deutlich, dass in 2010 in Sachen Netaudio noch einmal eine Schippe draufgelegt wurde. Ich freue mich deshalb schon auf 2011 und erwarte eigentlich einen semi-großen Durchbruch von Netaudio in den so-called Mainstream. Verdient wäre es wirklich.

Hier gibt's den kostenlosen Download von Tracing Arcs - Eye See You. Und ein Video:

Dr Freebs - The Freebie Treat

Albumcover

Der Titel des Albums macht bereits mehr als deutlich, dass es sich um freie Musik handelt. Mit The Freebie Treat von Dr Freebs legt das Lieblings-Netlabel iD.EOLOGY sein mittlerweile 62. Release vor (Sampler und dergleichen ausgenommen). Das alleine wäre schon eine Leistung, aber viel bemerkenswerter ist die regelmäßig hohe Qualität der Musik und deren absolut stilsichere Auswahl über alle Genregrenzen hinweg. Diesmal ist es ein Funk-Electronica-Acid-Jazz-Big-Beat-House-Chillout-Hybrid-Monster geworden. Was sich wie ein chaotisches Stildurcheinander liest, hört sich überraschend homogen an.

Man muss sich einfach freuen und den Hut ziehen ob der kontinuierlich großartigen Arbeit von iD.EOLOGY. Show them some love und kommentiert hier, wenn euch das Album gefällt. Was es auf jeden Fall tut, wenn ihr regelmäßige Leser dieses Blogs hier seid ;-)

Free! Music! Week - Tag 2

Plattencover Kosmonaut - Photon Weiter geht's mit den Netaudio-Empfehlungen im Zuge der Free! Music! Week. Heute mache ich es mir einfach und stelle die neueste Platte auf dem ID.EOLOGY-Netlabel vor. Das ist deshalb einfach, weil ich eigentlich alles, was ID.EOLOGY macht, uneingeschränkt empfehlen kann. Das gilt auch für Kosmonauts "Photon", ein Doppelalbum - halb Dubstep, halb Drum'n'Bass. Hinter Kosmonaut steckt Stefan Mader, der auch in der Demoscene aktiv ist. "Photon" ist seine dritte Veröffentlichung auf ID.EOLOGY und hoffentlich nicht seine letzte.

Gute Alben aus dem Dubstep-Umfeld sind im Netaudio-Bereich noch relativ selten, was aber nicht verwundert. Dubstep an sich ist ja noch relativ jung und maximal sechs bis sieben Jahre alt, würde ich mal schätzen. D&B in all seinen Spielarten ist schon deutlich häufiger vertreten. Kosmonaut bewegt sich spielerisch irgendwo dazwischen. Aber was sollen all die Worte, hört einfach selbst mal hinein!

New Urban Netaudio Selection #001

Tadaa, das hatte ich schon lange vor: Einige meiner liebsten Netaudio-Tracks nehmen und in ein kleines Mixtape verpacken. Und da das nie so einfach war wie heute, hab ich es jetzt endlich gemacht. Das Material lag schon bereit, ich musste es nur noch etwas zusammenmixen. Viele Worte möchte ich gar nicht verlieren, sondern die Musik für sich sprechen lassen. Wenn euch der Mix gefällt, sagt es weiter, ladet ihn euch runter, besucht die Seiten der Labels und der Künstler im Netz. Da, wo die sind, gibt es noch viel mehr wunderbare, freie Musik!

Die Tracklist mit Verlinkungen reiche ich nach bzw. ihr könnt die Titel schon jetzt bei Mixcloud nachlesen. Der Mix ist übrigens auch hier auf Soundcloud zu finden.

Cologne Commons 2009

Cologne Commons LogoNetlabels, Netaudio und Creative Commons sind in all derer Munde, die sich viel im Internet tummeln und noch dazu ein ausgeprägtes Interesse an Musik haben. Weil sich aber einerseits Vielfalt und Qualität der freien Musik noch nicht weit über diese Kreise hinaus herumgesprochen haben und sich andererseits dennoch immer mehr Netaudio-Enthusiasten zusammenfinden, sind in letzter Zeit vermehrt Veranstaltungen entstanden mit dem Ziel, diesen Künstlern Plattformen zu verschaffen. Eine davon war die Cologne Commons am letzten Wochenende im Kölner Gebäude 9 bzw. dem KunstWerk beinahe wortwörtlich über die Bühne ging.

entertainment for the braindead
entertainment for the braindead

An zwei Tagen wurden in Workshops, Diskussionen und Vorträgen die Chancen und Perspektiven von unter Creative Commons-Lizenzen veröffentlichter Netlabel-Musik ausgelotet. Die Experten kamen nicht allein, wie etwa Sim Sullen vom Netlabel 12rec.net, aus der eingefleischten Netaudio-Szene, daher blieben auch einige kritische Anmerkungen und Ansichten nicht aus. Insgesamt sind es aber vor allem enthusiastische Amateure, also Liebhaber, die "ihre" Musik den Ohren einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Das unterstrich auch die begleitende Netlabel-Ausstellung, die Geschichte und Entwicklung der Szene und einiger ausgesuchter Netlabels näher beleuchtete.

Comfort Fit
Comfort Fit

Weil es hauptsächlich um Musik ging bei der Cologne Commons, waren beide Abende mit Auftritten von Netlabel-Künstlern höchster Güte vollgepackt. Ich habe zwar nur den Freitag Abend mitgenommen, aber der dehnte sich bis tief in die Nacht aus und bot mit entertainment for the braindead und Comfort Fit zwei meiner Lieblinskünstler aus dem Bereich der freien Musik. Beide spielten sehr intensive, mitreißende Gigs. Julia Kotowski alias entertainment for the braindead hat es zum Aufhänger eines heute online-Beitrags über die Cologne Commons geschafft. Und Comfort Fit hat gerade zusammen mit tide als Grüün ein wahnsinnig gutes Kraut-Hop-Album auf dem Netlabel Ideology veröffentlicht - ein Pflichtdownload!

Die Netaudio-Gemeinde, auch das hat die Veranstaltung gezeigt, ist nach etwa 15 Jahren immer noch sehr aktiv und vor allem qualitativ weiter auf ein hohes Niveau bedacht. Es lohnt sich in jedem Fall, Augen und Ohren offenzuhalten und die Labels und Künstler einerseits durch zahlreiche Downloads, andererseits durch entsprechended Feedback bei Gefallen der Musik zu belohnen. Die Motivation der Label-Betreiber und Musiker wird dann hoch bleiben und weiterhin für großartige, kostenlose, legal downloadbare Musik sorgen.

Noch ein kleiner Hinweis zum Abschluss: Auf der genialen Musikplattform SoundCloud, die vor ein paar Tagen ein Gruppenfeature eingeführt hat, existiert bereits eine Netaudio-Gruppe, in die bereits nach kürzester Zeit eine feine Auswahl von Netaudio-Songs zum Reinhören hochgeladen wurde - und die Mitgliederzahl steigt rasant. Schaut doch dort mal vorbei, oder - liebe Netlabels ;-) - stellt eure Musik dort rein und dem geneigten Publikum vor.

Sommer! Dub!

In meinem Feedreader sind nicht nur Musikblogs zu finden, sondern auch viele zu Programmier- und Internet-Themen. Bisweilen überschneiden sich Musik und Coding auf wunderbare Weise, etwa wenn Nico in seinem Code Candies-Blog die Parole ausgibt: Code and Listen. Und er hat schon recht, bei den momentanen sommerlichen Temperaturen ist Dub genau die richtige Musik.

The Hidden Dub Files EP von Authist & Dub One! ist auf dem Netlabel iD.EOLOGY erschienen, frei downloadbar, und äußerst genial nicht nur zum Coden, sondern vor allem zum Chillen in der Sonne. Wurde auch langsam mal wieder Zeit für eine Netlabel-Vorstellung hier im Blog. Mir fehlt im Dub zwar etwas der Bezugsrahmen, aber falls jemand zufällig noch Atarihuana von La Boom, diesem Jan Eißfeldt-Nebenprojekt, von 2002 im Ohr hat: Das ist in etwa die Richtung, in die es geht. Sehr laid-back, mit Groove und einer ordentlichen Portion Humor (ich sag nur: id034_02_-_authist&dub_one_(feat_fritz_8)-chessbase_dub.ogg - rotfl!). Heavy sunshine rotation! Vergesst übrigens nicht das Hidden Dub File(!).

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