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Maywa Denki

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 3. Mai 2011

Maywa Denki-Poster (Ausschnitt)

Auf Facebook hat vorhin jemand folgendes Video gepostet, in dem eine Art Xylophon gezeigt wird, das zur Klangerzeugung O'Reilly-Bücher (nerdy!) verwendet. Wer macht denn sowas?, habe ich mich gefragt und mich durch YouTube-Profile und Google-Suche gekämpft. Gelandet bin ich schließlich bei Maywa Denki.

Hinter Maywa Denki verbirgt sich ein - natürlich - japanisches Künstler-Geschwisterpaar, das seit knapp zwei Jahrzehnten außergewöhnliche Musikinstrumente und verrückte Kunstobjekte baut. Entstanden ist die Kunstfabrik, nachdem die Staubsaugerrohr-Fabrik ihres Vaters pleitegegangen ist (kein Witz!). Bis Ende der Siebziger wurden also Staubsaugerrohre hergestellt, Anfang der Neunziger machten die beiden Söhne die Fabrik wieder auf, produzierten ab sofort aber genialen Schwachsinn.

Vor allem die Musikinstrumente sind crazy shit. Schaut euch z.B. mal das Otamatone an (nicht zu verwechseln mit dem Otomata, über das ich gestern geschrieben habe). Ist das nicht kawaiiiii!!!? Und das Otamatone gibt es tatsächlich zu kaufen!

Im Maywa Denki-Blog (hier Google-translated-deutsch) erklären sie nicht nur, wie es zum Bücher-Xylophon kam, sondern haben auch Videos von ihren (in Japan angeblich legendären) Live-Performances gepostet, die sich irgendwo zwischen Helge Schneider und Scooter bewegen. Oder das Otamatonjanbo auf die Bühne bringen (siehe unten). Absolut fas-zi-nierend mal wieder die Japaner ;-)

Das Musikinstrument Otamatonjanbo

Play For Japan

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 17. März 2011
Cover von The Sun Still Rises In The East

Schon für Japan gespendet? Ja? Sehr löblich! Dennoch kann es nicht schaden, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden und das Rote Kreuz (in diesem Fall das britische und seinen Japan Tsunami Appeal) mit weiteren knapp sechs Euro zu unterstützen. Im Gegenzug erhaltet ihr die Compilation The Sun Still Rises In The East mit 19 Tracks zwischen  Electronic, Instrumental Hip Hop, Jazz und Soul von u.a. Kidkanevil, Soul Square, Incise und LeftO.

Die Aktion wurde vom Find Magazine und A Bridge Too Far Recordings ins Leben gerufen. Innerhalb von nur 72 Stunden kamen alle Tracks zusammen, die meisten davon sind bisher unreleased. Ich zitiere mal aus dem Aufruf der Macher:

Japan has long been a Nation obsessed with music, arts, films and creative culture and has provided you with a lot of good music in the past.
Let’s show our appreciation and support for this by purchasing this download! All proceeds will be donated straight to The British Red Cross Japan Tsunami Appeal.

Re:Jazz Live at Motion Blue Yokohama

Geschrieben von Matthias GutjahrSonntag, 25. Mai 2008

Heute im Rhein-Main-Teil der FAS gelesen, dass am Mittwoch ein Dokumentarfilm über eine Japan-Tournee von [re:jazz] im Frankfurter Orfeo's Erben seine Premiere feiert. Der Regisseur Markus Bader hat die Musiker des Infracom!-Labels nach Japan begleitet und dort Aufnahmen von den Konzerten, dem Publikum und dem Drumherum gemacht. Der Film soll später auf DVD zu kaufen sein, bei YouTube gibt's jetzt schon einen kurzen Trailer:

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Happy Valentine's Day

Geschrieben von Matthias GutjahrDonnerstag, 14. Februar 2008

In Japan wird heute ebenfalls Valentinstag gefeiert, aber sehr viel charmanter als hierzulande. In Fernost werden heute nämlich die Männer mit Schokolade überhäuft, gerne auch von Kolleginnen, und umso reichhaltiger, je netter frau den jeweiligen Mann findet. So lobe ich mir das ;O) Schokolade ist ja gut fürs Wohlbefinden, und weil sich bei mir eine Erkältung ankündigt, kann ich Hochprozentige (Schoki selbstverständlich) ganz gut gebrauchen. Eigentlich wollte ich ja zum Web 2.0-Stammtisch ins Mainzer Octan, dessen Themen sich sehr spannend lesen, schone mich aber lieber, weil morgen eine ganze Menge Arbeit auf mich wartet.

Eine weitere Valentinsüberraschung habe ich heute Abend aus dem Briefkasten geholt. Seht selbst:

Wäre da nicht eine Karte von mumate.com aus dem Umschlag geflattert, hätte bei uns heute womöglich der Haussegen einen Knacks bekommen ;O) So aber war ziemlich schnell klar, dass es sich um eine besonders, hmm, persönliche Art von Guerilla-Marketing handelt. Hinter mumate.com stecken Ruben Gänsler und Colin Lovrinovic, Studenten der Mannheimer Popakademie. Bei ihrem Projekt handelt es sich um eine Community für Kreative, die dort ihre Musik, ihre Texte und ihre Bilder hochladen und bewerten können. Soweit alles nicht wirklich spektakulär, aber wie bei so vielen Communities steht und fällt die Qualität wohl mit den Nutzern. Wenn ihr euch also angesprochen fühlt, probiert es einfach mal aus. Die Idee mit dem Brief war jedenfalls sehr witzig.

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Bloggerfieber

Geschrieben von Matthias GutjahrMontag, 20. August 2007

Ich bin wohlbehalten und voller interessanter Ideen und Eindrücke vom Kölner BarCamp zurückgekehrt und versuche, mich langsam wieder an den Alltag zu gewöhnen. Der Austausch mit anderen Bloggern, das Wiedersehen mit fast schon "alten" Bekannten, und das Kennenlernen neuer Menschen in einer Atmosphäre des gegenseitigen Austausch und Verständnisses machen noch mehr Lust auf bloggen. Mehr Lust, als Zeit vorhanden ist (Zeitmanagement für Blogger war auch ein Thema auf dem BarCamp), aber ich versuche mein Möglichstes.

Ganz besonders freut es mich auch, wenn ich anderen Bloggern helfen oder jemanden bei einer Bloggründung unterstützen kann. So geschehen in der vergangenen Woche, als mich David aus Hamburg (der hier schon seit langem mitliest, wie ich zu wissen glaube) anmailte mit ein paar Fragen zum eigenen Blog. Meine Antworten gingen per Mail zurück, darunter auch ein Link auf diese informative Seite (zusätzlich möchte ich auch noch diese Tipps von Roman empfehlen, der auch auf dem BarCamp war). Kurze Zeit später kam die Nachricht, dass das Blog eingerichtet sei, und mittlerweile scheint David ebenfalls vom Bloggerfieber befallen zu sein, denn sein Blog South City Tunes ist schon richtig gut gefüllt.

In South City Tunes stellt er schwerpunktmäßig Musik aus Australien und Neuseeland vor, aber auch aus Japan und anderen Teilen der Welt, die von hierzulande (noch) ziemlich unbekannten Künstlern stammen. Rare Platten aus pazifischen Regionen sozusagen. Ausführlich sind sowohl die Besprechung als auch die Informationen über den jeweiligen Release, Hörbeispiele gibt es dann meist über MySpace. Musikinteressierte sollten also den Feed abonnieren und die Ohren (und Minds) offen halten. Und vielleicht kann jemand David und mir die Frage beantworten, wie man es hierzulande denn mit Hörproben im eigenen Blog halten sollte: Sind 30-Sekunden-Snipptes ok, oder muss man dafür auch dann an die GEMA abdrücken, wenn die Musik auf einem obskuren neuseeländischen Label erscheint? Ich war bei sowas bisher sehr zurückhaltend. Zu Recht?

Stop Rokkasho!

Geschrieben von Matthias GutjahrMittwoch, 2. Mai 2007

Rokkasho ist ein kleines Dörfchen in der Präfektur Aomori im Norden Japans. Bekannt ist es vor allem durch das dort angesiedelte kerntechnische Industrie- und Forschungszentrum. Gegen die Wiederaufbereitungsanlage, die nun in Betrieb gehen soll, regt sich allerdings Widerstand. Auf stop-rokkasho.org haben sich Kunstschaffende zu einem Online-Protest zusammengetan, darunter auch Musiker wie Kraftwerk und DJ Krush, die Songs zum kostenlosen Download, zum Remixen und Wieder-Hochladen anbieten. Das gleiche gilt übrigens auch für Bilder und Videos. Aber: Nicht einfach nur Musik runterladen, sondern beim Anhören auch mal über Alternativen zur Atomkraft nachdenken! [via]

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