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Collective Improvisation #7

Albumcover A Forest Mighty Black

Nach 17(!) Jahren scheint es demnächst tatsächlich ein zweites Album von A Forest Mighty Black (AFMB) zu geben. Der Nachfolger von "Mellowdramatic" wird "A Forest Mighty Black" heißen und soll Ende Februar auf Drumpoet Community erscheinen. Nach einer Reihe von 12″es wird sich das neue Album, das von Boogie, Soul und Funk durchdrungen ist, über drei Vinylschreiben erstrecken (Prelisten).

Ein Streit um den Streamripper-Dienst Youtube-mp3.org ging zuungunsten der Musikindustrie aus. Der Dienst extrahiert Tonspuren aus YouTube-Videos und bietet sie dann im MP3-Format zum Download an. Der Bundesverband der Musikindustrie ist mit sehr zweifelhaften Methoden dagegen vorgegangen, das wurde jetzt vom Landgericht Berlin untersagt.

Für Wiesbadener Jazz-Fans noch ein Veranstaltungshinweis: Im Rudersport 1888 findet am Freitag, dem 17.01.14, ein Konzert des International Trio mit Uwe Oberg, Joe Fonda und Erwin Ditzner statt. Die Location hatte sich bei der letztjährigen Premiere bewährt, daher macht der JazzArchitekt dort jetzt weiter.

Just Music '12 Jazzfestival in Wiesbaden

Just Music 2012

Die bunten Plakate sind überall in Wiesbaden zu sehen: Am kommenden Wochenende, also am 24. und 25. Februar 2012, findet zum siebten Mal das Just Music Festival in der hessischen Landeshauptstadt statt. Bei dem internationalen Jazzfestival im [Kulturforum am Dern'schen Gelände](http://www.justmusic-festival.de/index.php?id=7 OSM-Karte!!!) gehen an zwei Tagen sechs Konzerte und ein Ensembleworkshop mit Sebastian Gramss über die Bühne.

Gramss ist es auch, der das Festival am Freitagabend eröffnet mit seiner Makropolyphonie, einem Doppeltrio-Konzert vom Pablo Held Trio und Fossile 3. Darauf folgt der deusche Pianist Uwe Oberg, und Julie Tippetts & Keith Tippett aus England beschließen den ersten Festivaltag.

Am Samstag, nach dem Workshop-Konzert, werden die grandiosen Mostly Other People Do The Killing das Wiesbadener Publikum mit ihrem "terrorist be-bop" herausfordern. Zum Abschluss huldigen Monk's Casino, bestehend aus Alexander von Schlippenbach und der Berliner Band Die Enttäuschung, der Musik des großen Jazz-Pianisten und -Komponisten Thelonious Monk.

Auf der Webseite der Stadt Wiesbaden heißt es zum diesjährigen Programm:

Im siebten Jahr ist das Festival immer noch jung, ungestüm und mit Lust auf musikalisches Risiko präsentiert es sich auch diesmal.

Kann man so stehen lassen. Veranstalter des Festivals sind übrigens die Kooperative New Jazz / ARTist Wiesbaden und der JazzArchitekt Raimund Knösche, der sich auch um die Konzerte im Klangwerk Mitte kümmert. Schön, dass so ein kleines, feines Festival in Wiesbaden stattfindet und auch darüber hinaus wahrgenommen wird.

Als kleines Schmankerl vorab gibt's hier ein Video von Mostly Other People Do The Killing - Evans City:

Schwoinischer Spaß

Das Ditzner Lömsch Duo
Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frank Schindelbeck

Sie grunzten, quiekten, schmatzten - und groovten wie Sau, wenn ich das so sagen darf. Erwin Ditzner und Lömsch Lehmann verwandelten als Ditzner Lömsch Duo den Weinländer in Wiesbaden für zwei Stunden in einen Schweinestall. Denn "Schwoine" heißt nicht nur ihr auf dem Label des Jazzbloggers, fixcel records, erschienenes Album. Auch das Gesamtkonzept des Abends ließ sich so überschreiben. Lömsch Lehmann spielte nicht einfach nur Saxofon, sondern entlockte seinen Instrumenten durch Fauchen und Schreien, Kneten und Tätscheln auch ungewohnte Töne. Und Erwin Ditzner erweiterte sein Schlagzeug um Klangschalen, Bongos, Pfeifen und, ja, zwei schüchterne Gummischweine.

Die überschäumende Spielfreude und Experimentierfreudigkeit des Duos ließ den vielbeschworenen Funken schnell aufs Publikum überspringen, die intime Atmosphäre trug ihren Teil dazu bei. Neben eigenen Kompositionen wurden auch herzhafte Interpretationen von Rock-Klassikern und sogar von Boney M.s "Ma Baker" zum Besten gegeben. Zu diesem Menü für Jazzfreunde, die offen für ausgefallene Töne sind, mundete auch der Rheingauer Riesling hervorragend. Eingeladen hatte übrigens der Jazzarchitekt Raimund Knösche, der auch für das Just Music Festival in Wiesbaden verantwortlich ist. Am 17.04. spielen an gleicher Stelle Three Fall aus Köln, ein Trio mit Posaune, Tenor Sax und Drums, das musikalisch in die gleiche Hip Hop-affine Rhythmus-Kerbe schlägt wie einige zurzeit angesagte amerikanische Brass-Bands. Mehr als nur ein Geheimtipp!

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