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Visions ruft den Kulturkampf aus

Geschrieben von Matthias GutjahrDienstag, 21. August 2007
Cover der aktuellen "Visions"

Vielleicht liest der eine oder andere von euch die Visions, das Musikmagazin für alternative Musik (Selbstcharakterisierung). Ich schaue ab und zu mal rein, wenn sie irgendwo rumliegt. So passiert auch am Wochenende in Köln, wo sie - wie sich das in einer WG ja gehört - auf dem Klo meiner Wochenendgastgeber bereitlag. Ziemlich reißerisch wird schon auf dem Cover der Kulturkampf Musik ausgerufen. "Besser spät als nie", dachte ich mir, und überflog das 13-seitige Dossier zum Thema. Durch die Schlagzeile Musik-Mag vs. Blog war ich gleich etwas skeptisch: "Da versucht jemand mit aller Gewalt seine Pfründe zu verteidigen und seine Leser gegen alles Umstürzlerische aufzuhetzen." Außerdem war die Aufmachung schon sehr reißerisch:

Es hört sich an wie ein Massensterben: Plattenladen, CD, Album, Magazine, Labels – alle tot. Wo sind die Mörder? Ist die Lage wirklich so schlimm? Wer lebt nun weiter? Und wer entscheidet darüber, wie die Musikkultur der Zukunft aussehen soll?

Hier wird der Teufel großflächig an die Wand gemalt. Aber, und das muss man der Visions schon zugute halten, wird das Thema durchaus von verschiedenen Seiten beleuchtet. Viele Fragen werden im Text aufgeworfen, auf die noch niemand eine Antwort kennt. Die aber eine Diskussion anstoßen sollen. Dazu wurde eigens eine Art Forum eingerichtet, im dem schon eifrig gepostet wird (gefunden via). Daneben bietet die Visions, und das ist wirklich bemerkenswert, den kompletten Text aus dem Heft zum Download (und Ausdrucken und aufs Klo legen) an. Ich habe ihn ja immer noch nicht ganz durchgelesen, lese dafür aber einige Meinungen im Forum (ist das eigtl. moderiert?). Das Thema bleibt sicher noch eine ganze Weile spannend, wer will, kann ja dort oder hier im Blog seinen Senf dazugeben. Spielt sich zurzeit wirklich ein Kulturkampf ab?

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