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Kutiman - Give It Up

I'm late to the party, weil alle anderen es schon gebloggt haben, aber: Das neue YouTube-Mashup-Video von Kutiman kann ja gar nicht oft genug gepostet werden. Give It Up heißt das neue Meisterwerk und ist ein genialer Vorgeschmack auf Thru You Too, das für den 1. Oktober geplante neue Album des Soundartists aus Tel Aviv. Naja, was heißt hier "Album": Eher eine Collection von neuen Tracks, die Kutiman auf seinem YouTube-Channel veröffentlichen wird. Kostenlos, versteht sich.

Kutiman in Tokio

Kutiman wurde spätestens durch sein ThruYOU-Projekt einer größeren Masse bekannt, Leser dieses Blogs kennen ihn wahrscheinlich schon etwas länger. Zuletzt erforschte der israelische Sound-Künstler den jeweils besonderen Klang von ausgewählten Städten, etwa Jerusalem oder Krakau.

Vor wenigen Tagen erschien seine neueste urbane Klangreise aus einer Stadt, in der Tradition und High-Tech-Moderne gleichermaßen gepflegt werden: Tokio. Kutiman verschmilzt die traditionellen Töne von Musikinstrumenten wie dem Koto, der Biwa oder der Shakuhachi-Flöte mit den Sounds aus dem Kaossilator, der E-Gitarre und sogar dem legendären Otamatone (mein persönliches Highlight!).

Müßig zu erwähnen, dass das Video zu Thru Tokyo wieder Klasse geworden ist. Es weckt bzw. verstärkt die Sehnsucht in mir, endlich mal nach Japan zu reisen. Müsste mir bloß noch jemand ein Flugticket spendieren :-)

Kutiman mixes YouTube

Erst heute habe ich mir die Zeit genommen, alle acht Tracks durchzuhören und -zusehen, die der kreative israelische Funkster Kutiman aus unzähligen YouTube-Videos zusammengesamplet hat. Dass Musik Kutimans Welt regiert, sollte allerspätestens jetzt jedem klar sein. Der Mann muss Wochen vor YouTube verbracht haben, und mindestens genauso lang, um die vielen Schnipsel zum großen Ganzen zusammenzufügen. Und was dabei herausgekommen ist, hat so wahnsinnig viel Funk und Wucht und Groove und Power: aber seht selbst (wenn die Seite mal gerade nicht überlastet ist). [via djmq, blog.rebellen und vielen anderen bei Twitter]

Hier nochmal der Link, um den es geht - für alle, die ihn oben übersehen haben ;-)

Update: Wegen ständiger Überlastung der Seite hat Kutiman hier eine Alternative angeboten.

Nahöstliche Beats

Wegen Kyrill und ProblemStoiBär ist der Konflikt bzw. Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern in der öffentlichen Wahrnehmung etwas in den Hintergrund gerückt. Kommt aber garantiert wieder. Bis dahin lohnt es sich vielleicht, die Region mit einem kulturellen Blick zu betrachten. Diesen Blick lenken wir zunächst auf den Film SlingShot Hip Hop - The Palestinian Lyrical Front [via]. Der Titel kommt ziemlich martialisch rüber, aber der Film will eigentlich bloß das alltägliche Leben junger palästinensischer Rapper dokumentieren. Ein Trailer ist schon online, obwohl der Film noch gar nicht fertig ist; und ob er jemals nach Deutschland kommt, ist natürlich auch fraglich. Vielleicht läuft er irgendwann auf Arte. Immerhin finden sich auf der zugehörigen Site jede Menge Links zum Thema. Womit wir nach Israel hinüberwechseln zu Kutiman, dessen vom Afrobeat beeinflusster Sound in der letzten SNC-Ausgabe vorgestellt wurde. Sein Track "No Groove Where I Come From" kokettiert frech mit seiner Herkunft und ist auf der empfehlenswerten Compilation More MPM Music von Melting Pot Music vertreten. Definiert das Genre nicht gerade neu, geht aber gut ab, wie sich auch der Rest der Compi lohnen dürfte.

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