Skip to content

Collective Improvisation #13

Wusstet ihr schon, dass ihr eure alten Vinyls, statt sie auf dem Flohmarkt zu ver-ticken, auch einfach be-sticken könnt? Hört sich verrückt an, ist es aber nur ein bisschen. Wer wissen will, wie das geht, kauft sich dieses freshe Buch von der wunderbaren Miss Galore. Sticken liegt voll im Trend, habe ich mir sagen lassen ;-)


Vor kurzem kam die Mitteilung von last.fm, dass einer der ältesten und für mich immer noch einer der nettesten Musikdienste dieses Netzes jetzt Spotify als Default-Player für alle Tracks eingebaut hat:

We’ve teamed up with Spotify to bring their entire catalogue, on demand, to the world’s leading music recommendation service.

Weil ich sowieso Spotify nutze, ist das für mich ein praktisches Feature, Kunden anderer Dienste mögen das allerdings nicht so prickelnd finden. Außerdem gibt es noch ein paar Probleme mit der neuen Integration. Aber sei's drum.


Ach, und dann war da noch diese famose #7YRS-Party der Blogrebellen, für die ich mal eben schnell nach Berlin gedüst bin. So schön, wieder die ganze Mischpoke auf einem rauschenden Fest getroffen zu haben - und endlich auch mal CptPudding und Eikman! Tags darauf hat meine Zeit sogar noch für einen Kaffee im West Berlin und einen Besuch im Computerspielemuseum gereicht. Geht's besser?

Ja: Denn hier gibt's die Mitschnitte aller Sets des Abends zum Nachhören. Fast so gut wie live dabei gewesen zu sein:

Live auf der Blogrebellen-Party

10 Jahre Audioscrobbling

Ist es über die Weihnachtstage einfach im allgemeinen Trubel untergegangen, oder habe ich es nur übersehen? Vor zehn Jahren entwickelte Richard Jones an der Uni Southampton den Dienst Audioscrobbler, der Benutzern erlaubte, die von ihnen gehörte Musik mitzuprotokollieren. Ein der frühen Erfolgsgeschichten von offenen APIs übrigens. 2005 wurde Audioscrobbler mit last.fm verschmolzen, später kaufte CBS den Dienst, der immer wieder behutsam erweitert und renoviert wurde.

Als Rückblick auf diese zehnjährige Erfolgsgeschichte veröffentlichte last.fm vor kurzem die interaktive Zeitleiste 10 Years of Scrobbling und jede Menge 10-Jahres-Charts. Grauenhafterweise ist Coldplay die Band mit den meisten Hörern gewesen, aber zum Glück wurden Radiohead deutlich öfter gescrobbelt (nur eben von weniger Nutzern).

Es ist sehr unterhaltsam, sich durch die verschiedenen Listen zu klicken, nach Ländern oder Tags zu filtern, oder über die Timeline die letzten Jahre Revue passieren zu lassen. Mit Sicherheit sind euch viele der dort gelisteten Events noch in mehr oder weniger guter Erinnerung geblieben. Schaut euch die Seite in einer ruhigen Stunde einfach mal an.

(So eine Zeitleiste, nur zu einem anderen Thema, habe ich ja auch schon einmal gebaut.)

last.fm Normalisr

Screenshot von Normalisr

Normalisr ist mal wieder eine nette Anwendung, die mit den Daten von last.fm arbeitet. Sie zieht die Charts eines Users, also meistgehörte Künstler, meistgehörte Alben, und rechnet die Länge aller Stücke zusammen. Dadurch ergeben sich neue Charts, die auf der realen Hördauer fußen, und sehr ansehnlich visualisiert werden.

Eine wirklich nette, wenn auch nicht weltbewegende Idee. Und ein weiteres Beispiel dafür, was mit offenen Daten schönes gemacht werden kann. Hier meine Stats nach Hördauer sortiert, und hier könnt ihr euren last.fm-Usernamen eingeben und eure "normalisierten" Charts berechnen lassen.

Normalisr ist ein Projekt von Associative Trails und nutzt neben last.fm auch die Schnittstellen von MusicBrainz. Simpel, aber effektiv! [via Paul Lamere]

Worldwide Festival 2009

In ziemlich genau vier Wochen beginnt das vierte Worldwide Festival im südfranzösischen Städtchen Sète. Neben dem Garden Festival in Kroatien und dem Big Chill ist dieses Festival mit Sicherheit eins der Highlights des Sommers. Das Line-Up ist vom Feinsten: Theo Parrish, Diplo, Martyn, Carl Craig, Soil & "Pimp" Sessions, Jimi Tenor, Jazzanova, Laurent Garnier, Shuya Okino, Michael Rütten und natürlich Earl Zinger und Gilles Peterson himself werden unter anderem am Start sein. Einen kleinen Vorgeschmack (*sabber*) liefert das folgende Video:

Das Festival hat auch einen Eintrag bei last.fm und eine Veranstaltungsseite bei Facebook, wo sich immerhin schon ein paar Menschen angemeldet haben. Wenn der eine oder andere, der diese Zeilen liest, ebenfalls hinfährt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr hier im Blog einen Kommentar hinterlasst oder euch via Facebook oder last.fm meldet. Wäre doch schön, wenn sich ein paar Gleichgesinnte an den Gestaden des Mittelmeers "Hallo" sagen könnten, oder? Klar, die Tickets sind nicht ganz billig, und es kommt auch noch die Anreise dazu, aber Dank Ryanair (Montpellier!) halten sich die Kosten in Grenzen. Ich kann's jedenfalls kaum erwarten ;-)

Play my music videos

Aus der Reihe "Mashups mit last.fm und YouTube, die der Welt noch gefehlt haben": der Hinweis auf playmymusicvideos, eine schnörkellose Seite, auf der ihr euren last.fm-Benutzernamen eingebt und dann … wissen wir, warum wir kein MusikTeleVision mehr benötigen. Wir bauen uns selbst eins, und es läuft nur coole Mucke. Simpel und effektiv, have fun! [via Duke Listens!]

last.fm Best Of 2008

Jetzt ist die Zeit der Jahresrückblicke, heute Abend können wir in der Jahresrückblicks-Konferenzschaltung zwischen ZDF und RTL hin- und herzappen, und ist eigentlich der neue Google Zeitgeist schon da (Antwort: nein, noch nicht)? Bei last.fm wollte man noch schneller sein und hat jetzt ein Best Of 2008 der Künstler, Alben und Tracks anhand der scrobbles aller Benutzer veröffentlicht. Berücksichtigt wurde dabei nur Musik, die auch 2008 erschienen ist.

Allzu groß ist die Schnittmenge mit meinen Favorites nun wirklich nicht, außer Santogold besitze ich nichts von der Musik, die laut last.fm den 2008er-Mainstream-Jahrgang ausmacht. Ist vielleicht auch ganz gut so, wenn ich mir ansehe, dass Coldplay bei den Songs ganz schön abgeräumt hat - eine Band, bei der ich jedes Mal im Stehen einschlafe, wenn ich sie höre.

Aber ich kann mir ja in meinem persönlichen Charts-Bereich bei last.fm eigene Jahrescharts ausgeben lassen, und die lesen sich bei den Top 5-Alben so:

last.fm zeigt auch zusätzliche Statistiken an

  1. Rising Down - The Roots
  2. Carried To Dust - Calexico
  3. Of All The Things - Jazzanova
  4. Time To Rearrange - Aaron Jerome
  5. The Renaissance - Q-Tip

und bei den einzelnen Tracks so:

  1. Birthday Girl - The Roots
  2. Rej - Christian Prommer's Drumlesson
  3. Family Tree - TV On The Radio
  4. Hit Me With Medication - Kissey Asplund
  5. Dancing Girl - Aaron Jerome feat. Mozez

Wie gesagt, es sind nur die Scrobblecharts, alles andere fließt da nicht mit ein. Aber, mal ehrlich, ist es nicht sowieso noch ein wenig zu früh für einen Jahresrückblick?

tweetbackcheck